3 Musketiere

Einer für Alle – Und Alle für Einen!

Musik und LiedtexteRob Bolland
Musik und LiedtexteFerdi Bolland
Zusätzliche LiedtextePaul Bogaev
Zusätzliche LiedtexteGerard Cox
Zusätzliche LiedtexteJan-Simon Minkema
Zusätzliche LiedtextePetra van der Eerden
BuchAndré Breedland
Original Titel3 Musketiers, de Musical
Deutscher Titel3 Musketiere – Das Musical
Weitere Titel3 Musketeers (Englisch)
A 3 Testőr (Ungarisch)
Vorlage»Les Trois Mousquetaires« von Alexandre Dumas
Uraufführung Am 6. März 2003 des Musicals ‚3 Musketiers‘ im Nieuwe Luxor Theater in Rotterdam (NL)
Deutschsprachige Erstaufführung & Deutsche Erstaufführung Am 6. April 2005 im Theater des Westens in Berlin
3 Musketiere (Berlin 2005)
Österreichische Erstaufführung Am 23. Juli 2010 auf der Felsenbühne Staatz (A)
3 Musketiere (Staatz 2010)
Deutsche Übersetzung (Liedtexte)Wolfgang Adenberg
Deutsche Übersetzung (Dialoge)Ruth Deny
Verlag Stage Entertainment

Produktionen

Handlung

In den 3 Musketieren verknüpfen sich das Schicksal der Milady de Winter und das des jungen DraufgängersD’Artagnan, der nach Paris zieht, um Musketier zu werden. D’Artagnan will seinen Vater stolz machen und werden wie er. Das Einzige, was die Eltern ihm mitgeben können, ist ihr klappriges Pferd, etwas Geld, den ersten Degen, der schnell für ihn angefertigt wurde und ein Empfehlungsschreiben an den Ausbilder der Musketiere. Schon auf der Reise nach Paris trifft D’Artagnan auf die geheimnisvolle Milady de Winter. Sie dient Kardinal Richelieu als Spionin und darf nur deshalb wieder französischen Boden betreten, weil sie einen Auftrag erfüllen soll. Als Hure mit der Lilie gebrandmarkt, hat sie ihre große Liebe verloren und musste Frankreich verlassen. Miladys Ziel ist, Richelieu zu bewegen, sie von ihrem Makel rein zu waschen. Nur so glaubt sie, auch ihre Liebe zurückgewinnen zu können. Kardinal Richelieu aber nutzt die Situation von Milady für seine Zwecke aus. D’Artagnan gewinnt derweil in Paris die 3 Musketiere (Athos, Porthos, Aramis) durch Mut und Ehrlichkeit zu Freunden und verliebt sich in Constance, die Hofdame der Königin. Doch um ihr Ziel zu erreichen, kennt Milady keine Rücksicht und gerät mit D’Artagnan und den 3 Musketieren aneinander, die im Dienst des Königs gegen Richelieu und seine Machenschaften kämpfen. D’Artagnan wird Musketier, verliert aber seine Constance. Milady verspielt die Chance, ihre Liebe Athos zurückzugewinnen und soll hingerichtet werden. Sie wählt den Freitod.

 

Historie

  • Grundlage: Roman von Alexandre Dumas der Ältere ‚Die drei Musketiere‘ (1844)
  • 3. März 2003: Uraufführung des Musicals ‚3 Musketiers‘ im Nieuwe Luxor Theater in Rotterdam (NL) mit Bastiaan Ragas als ‚D’Artagnan‘, Tooske Breugem (Ragas) als ‚Constance‘, Pia Douwes als ‚Milady de Winter‘ und Stanley Burleson als ‚Kardinal Richelieu‘
  • 2003: Album mit der niederländischen Cast der Uraufführung
  • 2003: DVD ‚3 Musketiers‘, die komplette Aufführung mit der niederländischen Originalcast
  • 2004: Special DVD Paket mit Making of und Interviews zur Produktion
  • 6. April 2005: Deutschsprachige Erstaufführung des Musicals im Theater des Westens in Berlin mit Patrick Stanke als ‚D’Artagnan‘, Sabrina Weckerlin als ‚Constance‘, Pia Douwes als ‚Milady de Winter‘ und Uwe Kröger als ‚Kardinal Richelieu‘
  • 2005: Album mit der Berliner Cast der deutschsprachigen Erstaufführung
  • 2005: Spezial Album mit DVD mit Ausschnitten aus der Bühnenfassung
  • 12. November 2006: Neuinszenierung im Apollo Theater Stuttgart mit Thomas Hohler/Rasmus Borkowski als ‚D’Artagnan‘, Nadine Schreier als ‚Constance‘, Pia Douwes als ‚Milady de Winter‘ und Ethan Freeman als ‚Kardinal Richelieu‘
  • 19. Juni 2010: Deutsche Erstaufführung auf einer Freilichtbühne in Tecklenburg, unter der Regie von Marc Clearmit Thomas Hohler als ‚D’Artagnan‘, Lisa Antoni als ‚Constance‘, Femke Soetenga als ‚Milady de Winter‘, Yngve Gasoy Romdal als ‚Kardinal Richelieu‘ und Wietske van Tongeren als ‚Königin Anna‘
  • 23. Juli 2010: Österreichische Erstaufführung auf der Felsenbühne Staatz (A) unter der Regie von Werner Auer mit Christof Messner als ‚D’Artagnan‘, Eva Maria Gugganeder als ‚Constance‘, Simone Niederer als ‚Milady de Winter‘, Werner Auer als ‚Kardinal Richelieu‘ und Julia Tiecher als ‚Königin Anna‘
  • 4. Oktober 2013 bis 6. Februar 2014: Tourproduktion von T Entertainment unter Regie von Kirstin Hesse und Sascha D. Pazdera, mit Patrick Stanke/Christian Schoene als ‚D’Artagnan‘, Kirstin Hesse als ‚Constance‘, ‚Maricel als ‚Milady de Winter‘, Michael Thinnes als ‚Kardinal Richelieu‘ und Iris Makris als ‚Königin Anna‘

Musiktitel

AKT 1
AKT 2
OUVERTÜRE ENTRE‘ ACTE
PROLOG 1. AKT (Conférencier, Schauspieler und Zuschauer) PROLOG 2. AKT (Conférencier, Schauspieler und Zuschauer)
HEUT‘ IST DER TAG (D’Artagnan) DIE ÜBERFAHRT (D’Artagnan, Bootsmann und Matrosen)
MILADY IST ZURÜCK (Milady de Winter) NICHT AUS STEIN (Kardinal Richelieu)
PARIS (Die Drei Musketiere, Constance, D’Artagnan, Volk von Paris VATER Reprise (D’Artagnan)
O HERR (Kardinal Richelieu) KEIN GETEILTES LEID (Königin Anna)
VATER (D’Artagnan) ALLES Reprise (Constance)
EINER FÜR ALLE (Die Drei Musketiere) GLAUBT MIR! (Kardinal Richelieu, Musketiere. Soldaten)
MÄNNER (Milady de Winter) HEUT‘ IST DER TAG Reprise (D’Artagnan, Die Drei Musketiere)
SO GANZ IM GEHEIMEN (Cabaretsängerin, Gäste) ALLES Reprise (D’Artagnan)
ENGEL AUS KRISTALL (Athos) WO IST DER SOMMER? (Milady de Winter, Athos)
CONSTANCE (D’Artagnan) VIVE LE ROI (Ballgäste)
LE TEMPS (Herzog von Buckingham, Königin Anna) EINER FÜR ALLE Finale 2. AKT (Ballgäste)
WER KANN SCHON OHNE LIEBE SEIN? (Milady de Winter, Königin Anna, Constance) EPILOG (D’Artagnan)
ALLES (Constance, D’Artagnan)
DIE JAGD (Die Adeligen)
EINER FÜR ALLE FINALE 1. AKT (Musketiere)

Kulturhistorischer Hintergrund

Hintergrund der historischen Abenteuergeschichte, ursprünglich ein Fortsetzungsroman in Zeitschriften, ist das Frankreich der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der erste Bourbonenkönig, Heinrich IV., ist ermordet worden. Mit seinem Nachfolger, dem erst neunjährigen Ludwig XIII. (1610-1643), beginnt die Zeit der großen Kardinäle. Dies sind Armand-Jean I. de Plessis de Richelieu und sein Nachfolger Mazarin. Diese benutzten das Gottkönigtum des Absolutismus, um dahinter zu verbergen, dass sie die eigentlichen Herrscher sind. Richelieu verwandte Hofintrigen, um zwischen der Regentin Maria von Medici und dem jungen König zu vermitteln. In die Kardinalswürde erhoben, war er zunächst der geistige Berater der jungen Königin Anna von Österreich und schließlich Außenminister im Kabinett Ludwigs XIII. Er war ein Meister der Verstellung, der im Hintergrund Intrigen spann. Dabei agierte er – je nach Situation – vorsichtig abwägend oder selbstdarstellerisch herrisch. Geschickt und rücksichtslos räumte er Leute, die sich seinem Aufstieg zur Macht entgegenstellten, aus dem Weg. Als erster Staatsminister bediente er sich der publizistischen Organe ebenso wie der Gewalt, um seine drei großen Ziele zur Stärkung der Monarchie durchzusetzen. Innenpolitisch entmachtete er den Hochadel, indem er ihn allein an den Hof band. Außenpolitisch führte er einen Kampf gegen das Haus Habsburg, das Frankreichs Hegemonie entgegenstand. Eine besondere Rolle spielte sein Kampf gegen die Hugenotten, die er nicht nur aus religiösen Gründen ablehnte. Für ihn waren sie Staatsfeinde, weil sie durch eigene Städte und deren Verwaltung einen nicht zu duldenden Staat-im-Staate darstellten. Es gelang ihm, die Hugenotten militärisch zu besiegen. Das letzte Bollwerk, das Richelieu eroberte, war La Rochelle, von wo aus viele der evangelischen Christen nach Preußen und zum Verbündeten nach England flohen. Da Richelieu als Staatsmann jedoch die wirtschaftliche Bedeutung der fleißigen und gut ausgebildeten Leute für Frankreich erkannte, entmachtete er die Hugenotten politisch, ließ ihnen aber im Gnadenedikt von Arles (1629) ihren Glauben. Im Zuge seines Kampfes gegen den spanischen Teil der Habsburger unterstützte er die Hugenotten sogar bei ihrem Vorgehen gegen die katholisch-habsburgische Hegemonie. Das Ende der Toleranz lag nicht in der Ära Richelieus und seinem König Ludwig XIII., sondern in der des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Dieser band den Absolutismus an seine Person; es galt: „Une foi, une loi, un roi“ (ein Glaube, ein Gesetz, ein König). Richelieu dagegen war es immer um die Größe Frankreichs gegangen. Dieser Zweck heiligte für ihn allerdings alle Mittel.

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