Die Darstellung muss einfach überzeugend sein – Interview mit Peter Trautwein zu »Der kleine Lord« in Duisburg

Zwischen zwei Vorstellungen des Weihnachtsmusicals ‚Der kleine Lord‘ in Duisburg nahm Peter Trautwein sich Zeit für ein Interview. Wir sprachen mit dem Darsteller über die Faszination von Theater und natürlich seine Rolle als ‚Mr. Havisham‘.

Foto: Birgit Bernds

Peter Trautwein
Foto: Birgit Bernds

um: Nachdem Sie bereits mehrfach den Geist des ‚Marley‘ in ‚Vom Geist der Weihnacht‘ zum Leben erweckten, spielen Sie wiederum in einem Familienmusical, das sich vor allem auch an Kinder wendet. Bedeutet es eine besondere Herausforderung, für Kinder zu spielen?

PT: Das hängt primär einmal von der Rolle ab, die man spielt. In ‚Vom Geist der Weihnacht‘ spielte ich einen Geist, ein Wesen zwischen Himmel und Hölle. Den kann man nicht direkt greifen. Er kann alles sein, von kindlich über verrückt, über aufbrausend bis weinend/heulend. Das ist toll. Ich habe diese Rolle von der Uraufführung an jedes Jahr gespielt. Man kann beim Spiel auf das Publikum eingehen und eine einmalig schöne Erfahrung ist, wenn man sowohl Kinder als auch Erwachsene berühren kann. Für mich selbst stand nicht im Vordergrund, dass ich das jetzt anders spielen müsste, weil es ein Familienmusical oder ein Kindermusical ist. ‚Vom Geist der Weihnacht‘ ist eine tolle Geschichte für jung und alt, weil sie einfach eine wunderschöne Botschaft hat. Dadurch, dass man einen Bezug zum Publikum schafft, was in dem Stück eben der Geist leisten kann, unterscheidet sich die Rolle natürlich von dem Rechtsanwalt ‚Mr. Havisham‘ in ‚Der kleine Lord‘, der ausschließlich auf der Bühne agiert. Obgleich sich die beiden Rollen sehr unterscheiden, sehe ich bei beiden nicht, dass ich anders spielen müsste, weil ‚Vom Geist der Weihnacht‘ und ‚Der kleine Lord‘ ein Weihnachtsmusical oder Kindermusical sind.

um: Sie meinen also nicht, dass man für Kinder deutlicher oder mit klareren Gesten spielen müsste?

PT: Nein, wie ich es sehe, muss die Darstellung einfach überzeugend sein. Kinder sind ein wunderbares, dankbares Publikum und zugleich ein besonders hartes Publikum, weil Kinder sehr ehrlich sind. Wenn man als Darsteller in seiner Rolle überzeugt, sind Kinder fasziniert und sie sind auch ruhig. Ich habe das einmal selbst beobachtet, als ich in Düsseldorf in ‚Hänsel und Gretel war‘; als die einzelnen Figuren auftraten, der Hänsel, die Gretel, Vater und Mutter und schließlich auch die Hexe, wurde sehr deutlich, welcher Darsteller überzeugen konnte. Da saßen alle ganz still und staunten nur noch. Das ist etwas ganz Besonderes, denn wir spüren das ja auch auf der Bühne, wenn Kinder dann einfach – wie auch heute in der Vorstellung – herzhaft zu lachen anfangen, wo ein Erwachsener sich vielleicht zurückhält mit Lachen, Klatschen – Lob und Kritik. Es ist immer wieder schön, das zu spüren. Man muss dafür nicht anders spielen, sondern einfach überzeugend sein in seiner Figur. Dann ist es eine wunderbare Erfahrung, Klein oder Groß zum Lachen, zum Weinen, vielleicht zum Nachdenken zu bringen. Das ist die schönste Sache der Welt. Wenn die Zuschauer dann noch etwas mitnehmen aus der Vorstellung, ist es noch besser. Dann haben wir Darsteller etwas erreicht. Die Aussicht, dass man Menschen auf irgendeine Weise berührt, ihnen etwas vermitteln kann – das ist für mich Theater. Es darf auch unterhalten, damit die Menschen den Alltag vielleicht für diesen Moment vergessen und entspannter in ihn zurückkehren.

um: Kommen in die Vorstellungen auch Schulklassen?

PT: Generell gibt es das in jedem Fall, weil manche eine solche Weihnachtsgeschichte wie ‚Der kleine Lord‘ auch in der Schule behandeln. In den Nachmittagsvorstellungen am Wochenende sitzen naturgemäß mehr Kinder; das merken wir natürlich auf der Bühne. Und in den zwei drei Wochen direkt vor Weihnachten haben wir Di und Mi schon um 18:00 Uhr Vorstellung, damit Kinder auch in der Woche mal eine Vorstellung ansehen können, wenn am nächsten Tag Schule ist. Bei uns begegnen die Kinder den Figuren aus ihrem Stück außerdem nach jeder Vorstellung von Angesicht zu Angesicht. Auch bei Doppelvorstellungen geben wir die Autogrammstunden im Kostüm. Dennoch bekommen wir nicht direkt mit, wann Schulklassen da sind, eher, wenn eine große zusammenhängende Gruppe anwesend ist. So verlegten einige Firmen ihre Weihnachtsfeier ins Theater. Und was wir jetzt kürzlich hatten, waren eine Reihe Benefizvorstellungen: Ein Geschäftsführer von den Stadtwerken hatte insgesamt 100 Karten für Kinder aus Heimen gespendet. Dazu gab es ein kleines Päckchen für jeden. Das war sehr sehr schön. Auch der Lions Club hat Kinder aus sozial schwächeren Familien in die Vorstellung eingeladen und nach der Vorstellung haben sie von uns Darstellern noch kleine Geschenke bekommen.  Das gehört irgendwie auch dazu, wenn man sich die Botschaft dieses Weihnachtsmusicals anschaut – wir reden von Liebe und vom Vergeben.

Rolleninterpretation

Mr. Havisham geht aus sich heraus. Arm in Arm beim Tänzchen mit Mrs. Eroll (Sissy Staudinger) Foto: Birgit Bernds.

Mr. Havisham geht aus sich heraus. Arm in Arm beim Tänzchen mit Mrs. Eroll (Sissy Staudinger)
Foto: Birgit Bernds.

um: Was für eine Figur ist ‚Mr. Havisham‘ für Sie?

PT: ‚Mr. Havisham‘ ist ein Rechtsanwalt, der auch eine leichte Mattscheibe hat (lacht herzhaft) oder einfach einen komischen Touch. Wenn man es von der Rolle an sich betrachtet, hängt das einfach damit zusammen, dass ‚Mr. Havisham‘ verhältnismäßig schnell von ‚Cedric‘ fasziniert ist – von seiner Natürlichkeit, von seiner Herzlichkeit, seiner Liebe und Freundlichkeit, die ‚Der kleine Lord‘ ausstrahlt.

Deshalb gibt sich ihm ‚Mr. Havisham‘ viel schneller „geschlagen“ als etwa der ‚Earl von Dorincourt‘. Ich versuche beim Spiel etwas von dieser Faszination durch ‚Cedric‘ zu zeigen, aber nicht zu viel, denn ‚Mr. Havisham‘ ist ja auch der seriöse Anwalt, der beim Zusammentreffen mit dem ‚Earl‘ wieder Contenance zeigen muss. Es war mein Bestreben, diesen Wechsel zwischen Neigung und Stellung deutlich zu machen. Natürlich kann jeder, der die Rolle spielt, sie anders auslegen.

um: Wenn Sie sagen, jeder kann die Rolle anders auslegen. Wie frei sind Sie in der Interpretation der Figur?

Mühsam versucht der Anwalt, seine Contenance zu bewahren Foto: Birgit Bernds.

Mühsam versucht der Anwalt, seine Contenance
zu bewahren
Foto: Birgit Bernds.

PT: Das hängt vor allem vom Regisseur ab. Ihm kann man natürlich anbieten, wie man eine Figur spielen würde. Es hängt auch vom eigenen Typ ab, ob man den Rechtsanwalt ganz straight spielt, so dass er nie auch nur ein bisschen aus der Rolle fällt. Das wäre allerdings etwas langweilig und  ‚Mr. Havisham‘ würde eine fade Figur – all das, was man dem Klischee nach mit einem Rechtsanwalt verbindet. Schon mit seinem Lied ‚Wäre er wie Rockefeller reich‘ bricht ‚Mr. Havisham‘ doch aus dem Bild vom Anwalt aus.

Bei der Zusammenarbeit mit Christian Berg (Buch und Regie) war da sofort ein Konsens. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und gemeinsam an Kleinigkeiten getüftelt – was man noch hereinbringt, oder besser herausnimmt, beispielsweise an Bewegung oder einem Blick. Ich war frei, mich auszuprobieren und etwas anzubieten.

Natürlich muss man immer im Rahmen der Figur bleiben, aber wir müssen ja keine Rolle, die am Broadway schon eine Prägung erhalten hat, haarscharf kopieren. Was ich ohnehin immer sehr schade finde. Es hat doch jeder Darsteller und Sänger eine eigene Stimme, seine eigene Persönlichkeit, die man auch zum Ausdruck bringen sollte! Selbst bei der klassischen Musik, beispielsweise in der Oper, wird nicht eins zu eins, was an der Metropolitan Opera gespielt wird, in München oder Hamburg übernommen. Leider gibt es dieses System bei Broadwaystücken … da müssen wir durch.

Doch, um zurück zu ‚Der kleine Lord‘ zu kommen; glücklicherweise müssen wir hier keine Rollen kopieren. Der ‚Mr. Havisham‘ in Wien und Berlin ist ein ganz anderer Typ, schon von der Statur und der Stimme her. Er spielt anders, aber genauso überzeugend auf seine Art. Das genau macht es reizvoll und das Besondere einer Darstellung aus. Auf diese Weise wird eine Figur lebendig.

Ein Geben und Nehmen

v.l.: Peter Trautwein, John Wiseman (Earl), Katrin Löbbert (Cedric), Sissy Staudinger (Mrs. Eroll) Foto: Birgit Bernds

v.l.: Peter Trautwein, John Wiseman (Earl), Katrin Löbbert (Cedric), Sissy Staudinger (Mrs. Eroll)
Foto: Birgit Bernds

um: Wir haben das Musical bereits letztes Jahr in Frankfurt besucht und 2007 schon einiges Schöne gesehen. Doch heute durften wir eine deutliche Weiterentwicklung des Stückes erleben.

PT: Das freut mich und ich gebe das gerne an meine Kollegen weiter. In der Jahrhunderthalle Frankfurt waren John Wiseman als ‚Earl‘ und unser ‚Dick‘, Olaf Paschner, bereits dabei. Wir anderen sind in diesem Jahr für Duisburg neu dazugekommen. Die Darsteller, die in der Welturaufführung spielten, wurden bewusst auf die Spielorte verteilt, was uns Dazugekommenen auch den Zugang zum Stück erleichtert hat. So sind auch in Wien und Berlin Darsteller aus der ersten Besetzung von ‚Der kleine Lord‘ im Ensemble.

um: Wir sahen eben auch Katrin Löbbert als ‚Cedric/Der kleine Lord‘, die sehr überzeugend den Jungen spielt, was sicher nicht einfach ist. Wie empfinden Sie das Zusammenspiel mit ihr?

PT: Ja, sie spielt den kleinen Lord ganz bezaubernd. Sie haben ganz recht, das ist nicht einfach, zumal Katrin Löbbert eine bildhübsche, weibliche Frau ist. Aber sie macht das toll. Dazu hat sie auch eine wunderschöne Stimme. Es ist einfach eine Riesenfreude, mit ihr zu arbeiten. Wenn ich so an die Proben zurückdenke, in denen wir die gemeinsamen Szenen erarbeitet haben: wie da ‚Mr. Havisham‘ im Laden auftaucht, diese kleinen Spielchen miteinander; das hat es schon sehr viel Spaß gemacht.

Wir mussten da teilweise schon sehr lachen, weil uns irgendwelche Ideen kamen, die der andere nicht sofort verstand. Wenn man es dann ein paar Mal spielt, weiß man erst, ob die Idee funktioniert oder nicht. Wir haben auch sonst auf der Bühne immer sehr viel Spaß. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Man spielt sich die Dinge zu, man schaut aufeinander. Wie reagiert der Andere? Oft sind es Kleinigkeiten in der Mimik oder in der Gestik, aber das ist toll und hält das Ganze frisch und lebendig. Ein gutes Zusammenspiel ist einfach ungeheuer wichtig. Wenn ein Zusammenspiel zwischen den Darstellern nicht funktioniert, überträgt sich das auf den Zuschauer.

um: Man kann ja nicht jeden Kollegen „lieben“. Was ist, wenn man gemeinsam mit jemandem in eine Produktion hinein gecastet wird, von dem man weiß, mit dem kann ich nicht. Was macht man dann als Darsteller?

Peter Trautwein alias 'Mr Havisham' Foto: Birgit Bernds

Peter Trautwein alias ‚Mr Havisham‘
Foto: Birgit Bernds

PT: Wenn es eine menschliche Sache ist, dass man sich einfach nicht mag – das interessiert niemanden auf der Bühne und den Zuschauer erst recht nicht. Da heißt es einfach, sein Handwerk zu beherrschen, selbst wenn man in dem Moment denkt: „Das ist das größte Arschloch, blöde Kuh oder Vollidiot“. Da heißt es: Spielen, Spielen! Dann funktioniert es. Wenn man allerdings eine Kollegin oder einen Kollegen gegenüber hat, die oder der nicht auf das Zuspiel eingeht, dann wird es schwierig. Dann kann man noch so viel geben, wenn nichts zurück kommt…In diesem Fall kann nur eine Ansage von außen, etwa vom Regisseur helfen. Doch ich glaube, dass das eher selten ist. Jeder versucht doch, ein Problem zu lösen.

Wir stehen ja alle auf der Bühne für ein Stück und wollen das Ganze so überzeugend wie möglich herüberbringen. Wer das nicht will, ist einfach fehl am Platz. Darsteller und Sänger gibt es en masse. Vor der Haustüre stehen sie Schlange. Ich selbst habe ein solches Erlebnis noch nicht gehabt. Man hilft sich auch gegenseitig dadurch, dass man miteinander redet: „Lass uns das mal anders versuchen…Könnte es nicht auch so gehen?“ – oder Ähnliches. Außerdem ist jeder Darsteller ein unterschiedlicher Typ. Der eine sprudelt vor Ideen, der andere braucht vielleicht einen Anstoß, irgendwie eine Anregung und dann kommt auch etwas von ihm. Das Miteinander muss sich entwickeln, genau das macht eine Probenzeit auch interessant. Dafür ist sie ja auch da, dass man eine Figur unter Leitung des Regisseurs und des musikalischen Leiters entwickelt.

Konzentrierte Proben

um: Nun ist die Probenzeit heutzutage meist sehr kurz. Wie lang dauerten die Proben für ‚Der kleine Lord‘?

PT: Das stimmt, die Probenzeit ist kurz. Wir hatten etwa dreieinhalb Wochen. Das ist schon sehr komprimiert und erfordert eigene Vorarbeit. Jeder hat selbstverständlich vorher die Partitur und die Texte auswendig gelernt. Er kann nicht mehr mit einem Text auf der Bühne herumlaufen. Auch die musikalischen Sachen bereitet man schon einmal vor; zumindest, was die Töne anbelangt und den Text. Das erleichtert die Arbeit erheblich, so dass während der Probenzeit nur noch alles zusammengefügt werden muss. Beide Ensembles haben in Hamburg parallel geprobt und sind dann am 1. Dezember – wir hier nach Duisburg – und die anderen nach Wien aufgebrochen, so dass wir um einen Tag versetzt Premiere hatten. Die Wiener hatten am 4. und wir bereits am 3. Dezember Premiere.

um: Wenn Sie sich die Lieder vorher erarbeiten, studieren Sie diese alleine ein?

Peter Trautwein Foto: Birgit Bernds

Peter Trautwein
Foto: Birgit Bernds

PT: Das ist bei uns Darstellern ganz unterschiedlich. Manche erarbeiten sich die Stücke selbst. Ich habe das Glück, einen tollen Korrepetitor in München zu haben, mit dem ich die Lieder einstudiere. Zuvor habe ich mir die Noten angeschaut und die Partitur gelernt, natürlich auch den Text. Den freien Vortrag jedoch erarbeite ich mit meinem Korrepetitor. Wir beide arbeiten schon länger zusammen. Er kommt aus dem Opernbereich und ist in München an der Staatsoper beschäftigt. Mit ihm kann man alles machen, weil er einfach ein fantastischer Pianist ist. Er kennt und mag meine Stimme, was es zu einer besonders fruchtbaren Arbeit macht. Dann singe ich alles mehrfach durch und er sagt dann: „Probier‘ es mal in diese Richtung“, oder: „So hast Du es noch gar nicht versucht.“ Auch Phrasierung kann teilweise schon dabei sein. So erwirbt man sich ein gewisses Grundgerüst, das man dem Regisseur anbieten kann. Dann sieht man, ob sich auf der Stelle ein Konsens ergibt, oder ob man hier und da noch etwas anders machen muss.

um: Bei Tourproduktionen wie auch ‚Der kleine Lord‘ kommt Musik häufig vom Band. Was ändert sich dabei im Zusammenspiel?

PT: Das Zusammenspiel muss da sein, ob mit oder ohne Orchester. Für den Zuschauer ist es schöner mit Orchester, weil das Zusammenspiel auf der Bühne dann noch lebendiger erscheint. Ohne Orchester ist man als Darsteller in die Musik eingebunden. Man muss so singen, wie die Musik es vorgibt, kann nicht langsamer singen. Was Lautstärke und Phrasierungen betrifft, ist man da schon gebunden. Dafür versucht man bereits während der Probenzeit eine Lösung zu finden, denn da arbeitet man ja schon mit den Playbacks. Klar, ist ein Stück mit Live-Orchester immer die optimalere Situation – für das Publikum genauso wie für den Darsteller, weil dieser dann noch freier ist in seiner Interpretation. Nur lohnt es kaum bei einer so kurzen Produktion. Es ist einfach eine Frage des Geldes. Es war auch bei ‚Vom Geist der Weihnacht‘ so, dass die Musik vom Band kam und ebenso bei ‚Der kleine Lord‘.

um: Wir haben das keineswegs als störend empfunden. Was aber ist, wenn etwas Ungeplantes auf der Bühne geschieht?

PT: Kein Kommentar (lacht ausgelassen). Das hat es alles schon gegeben, in den unterschiedlichsten Produktionen, beispielsweise, dass die Musik an der falschen Stelle anfing, was mit einem Dirigenten natürlich nicht passiert. Dieser fängt nicht bei der Arie mit der Ouvertüre an oder spielt die Arie, wo eigentlich noch Ouvertüre ist. So ist das halt im Zeitalter der Technik (grinst).

Inzwischen hat der Einlass für die zweite Vorstellung begonnen. Peter Trautwein macht sich auf den Weg, sich umzuziehen, umzuschminken und kurz danach wieder in der Rolle des ‚Mr. Havisham‘ auf der Bühne zu stehen.

Herzlichen Dank für das ausführliche Gespräch.

Das Interview führten Barbara Kern und Birgit Bernds.

unitedmusicals.de