Anything Goes

Musical mit Musik und Liedtexten von Cole Porter und einem Originalbuch von Guy Bolton, P. G. Wodehouse sowie Howard Lindsay und Russel Crouse

Musik & LiedtexteCole Porter
Neufassung BuchTimothy Crouse
Neufassung BuchJohn Weidmann
Original TitelAnything Goes
VorlageDie Idee zum Musical kam dem Produzent Vinton Freedley, der auf der Flucht vor Gläubigern auf einem Schiff gelebt hatte. Das Musical »Anything Goes« erzählt vielschichtige, verrückte Geschichten an Board eines Kreuzfahrtschiffes auf dem Weg von New York nach London, um 1934
Uraufführung Am 21. November 1934 Uraufführung des Musicals von Cole Porter, Guy Bolton und P. G. Wodehouse im Alvin (heute Neil Simon) Theater am Broadway in New York (USA)
Europäische Erstaufführung Am 14. Juni 1935 im Palace Theatre am Westend in London (UK)
Deutschsprachige Erstaufführung & Deutsche Erstaufführung Am 10. Februar 1981 im Pfalztheater Kaiserslautern in der deutschen Fassung von Rolf Merz & Gerhard Hagen
Österreichische Erstaufführung 2001 am Stadttheater Klagenfurt (A)
Deutsche Übersetzung (Dialoge)Christian Severin
Deutsche Übersetzung (Liedtexte)Lida Winiewicz
Deutsche Übersetzung (Liedtexte)Hartmut H. Forche

Produktionen

Handlung

An Bord des Transatlantikliners S.S. America auf der Route New York-London trifft sich eine bunte Gesellschaft: die Nachtclubsängerin und ehemalige Laienpredigerin Reno Sweeney in Begleitung ihrer Varieté-Girls; die finanziell angeschlagene Witwe Evangeline Harcourt in Begleitung ihrer Tochter Hope und der, als reicher Schwiegersohn ausersehene Engländer Lord Evelyn Oakleigh, der als Pfarrer verkleidete Gauner und Staatsfeind Nr.13 Moonface Martin, begleitet von Erma, der Braut „Schlangenauges“, des meistgesuchten Verbrechers Amerikas (Staatsfeind Nr.1); ein echter geistlicher Würdenträger in Begleitung zweier missionierter Chinesen, die die Passagiere kräftig abzocken; der Börsenmakler Elisha Whitney und schließlich neben Reportern, FBI-Agenten und dem übrigen Schiffspersonal dessen Assistent Billy Crocker, der sich als blinder Passagier einschleicht, um die Heirat seiner neuen Liebe Hope Harcourt mit Lord Oakleigh mit Hilfe seiner alten Freundin Reno zu verhindern.

Aus diesem Grund muss Billy in verschiedene Rollen schlüpfen. Mit falscher Identität, nämlich mit den Papieren „Schlangenauges“, gerät er bald ins Fadenkreuz des misstrauischen Kapitäns, muss sich als Matrose verkleiden, wird aber als vermeintlicher Verbrecher enttarnt und überraschenderweise, in Ermangelung anderer Prominenter, als Ehrengast gefeiert.

Erst als er seine wahre Identität preisgibt, wandert er ins Gefängnis, zusammen mit dem falschen Pfarrer und den beiden Chinesen, die beim Falschspiel erwischt wurden. Dort bemächtigt er sich mit Moonface der chinesischen Trachten, und nun kompromittieren die beiden, nunmehr als falsche Chinesen, Sir Oakleigh, der eigentlich ein Zigeuner ist, mit seiner Vergangenheit in China, wo dieser ein Techtelmechtel mit einer asiatischen Schönheit hatte.

Hope, die sich schon lange für Billy entschieden hat und das Spiel durchschaut, wendet sich von Sir Oakleigh ab und will, angeblich zur Sühne, einen der Chinesen, Billy eben, heiraten. Lord Oakleigh macht das wenig aus, hat er doch inzwischen mehr Gefallen an Reno gefunden. Moonface Martin muss zu seiner Enttäuschung erfahren, dass er vom FBI von der Staatsfeind-Liste gestrichen wurde, darf sich aber mit Erma trösten. Und auch Hopes Mutter Evangeline Harcourt geht nicht leer aus; sie nimmt sich den Börsenmakler Elisha Whitney, dessen gelungenes Börsengeschäft ihn zum Millionär gemacht hat.

Historie

  • Grundlage: Die Idee kam Produzent Vinton Freedley, der auf der Flucht vor Gläubigern auf einem Schiff gelebt hatte. Das Musical ‚Anything Goes‘ erzählt vielschichtige, verrückte Geschichten an Board eines Kreuzfahrtschiffes auf dem Weg von New York nach London, um 1934
  • 21. November 1934: Uraufführung des Musicals ‚Anything Goes‘ von Cole Porter, Guy Bolton und P. G. Wodehouse im Alvin (heute Neil Simon) Theater am Broadway in New York (USA) unter Regie von Howard Lindsay, mit Ethel Merman als ‚Reno Sweeney‘, William Gaxton als ‚Billy Crocker‘ und Victor Moore als ‚Moonface Martin‘
  • 1934: Cast-Album mit der Orginal Besetzung der Broadway Uraufführung
  • 14. Juni 1935: Premiere im Palace Theatre am Westend in London (UK), unter Regie von Charles B. Cochran, mit Jeanne Aubert als ‚Reno Sweeney‘, Jack Whitning als ‚Billy Crocker‘, Sydney Howard als ‚Moonface Martin‘
  • 1935: Cast-Album mit der Orginal Besetzung der West End Premiere
  • 1936: Verfilmung des Musicals durch Paramount Pictures unter der Regie von Lewis Milestone in den Hauptrollen Ethel Merman als ‚Reno Sweeney‘ und Bing Crosby als ‚Billy Crocker‘, in weiteren Rollen Ida Lupino, Arthur Treacher und Margaret Dumont
  • 1936: Soundtrack zur Verfilmung
  • 1950: Studio Album mit einigen Hits des Musicals gesungen von Mary Martin
  • 1953: Studio-Cast Album
  • 1954: TV-Version des Musicals in der Titelrolle Ethel Merman, Frank Sinatra war als ‚Harry Dane‘, ehemals ‚Billy Crocker‘, zu sehen
  • 1956: weitere Verfilmung des Musicals ebenfalls durch Paramount Pictures, in den Hauptrollen Bing Crosby, Donald O’Connor, Zizi Jeanmaire und Mitzi Gaynor. Für diese Version wurden nicht so bekannte Cole Porter Songs durch Songs von Jimmy Van Heusen und Sammy Cahn ausgetauscht.
  • 1956: Soundtrack zur Verfilmung
  • 15. Mai 1962: Off-Broadway Revival im Orpheum Theatre am Off-Broadway in New York (USA) unter der Regie von Lawrence Kasha, mit Eileen Rodgers als ‚Reno Sweeney‘, Hal Linden als ‚Billy Crocker‘ und Kenneth Mars als ‚Lord Evelyn Oakleigh‘. Für dieses Revial wurde die Musicalfassung mit der Verfilmung von ‚Anything Goes‘ angeglichen. Zum ersten Mal wurden die neuen Songs Anything Goes, Take Me Back To Manhattan aus Cole Porter Musicals ‚The New Yorkers‘, It’s De-Lovely aus ‚Red Hot and Blue‘, Friendship aus ‚DuBarry Was a Lady‘ und‘Let’s Misbehave aus ‚Paris‘ gezeigt
  • 1962: Das Revival von 1962 gewann als bestes Revival den Outer Critics‘ Circle Award
  • 1962: Cast-Album mit der Orginal Besetzung des Off-Broadway Revivals
  • 10. Februar 1981: Deutschsprachige Erstaufführung im Pfalztheater in Kaiserslautern in der deutschen Fassung von Rolf Merz & Gerhard Hagen
  • 19. Oktober 1987: Broadway Revival im Vivian Beaumont Theatre, im Lincoln Center am Broadway in New York (USA), unter der Regie von Jerry Zaks. Dafür bearbeiteten John Weidman & Timothy Crouse das Buch neu und fügten Lieder aus andern Shows von Cole Porter ein, außerdem ersetzten sie das 28-köpfige Orchester durch eine 16-köpfige Liveband. In den Hauptrollen waren Patti LuPone als ‚Reno Sweeney‘, Howard McGillin als ‚Billy Crocker‘, Bill McCutcheon als ‚Moonface Martin‘ und Anthony Heald als ‚Lord Evelyn Oakleigh‘ zu sehen
  • 1987: Cast-Album mit der Orginal Besetzung des Broadway Revivals
  • 1988: 3 Tony Awards, darunter „Best Revival“, „Best Choreography“ und 10 Nominierungen und 4 Drama Desk Awards, darunter „Outstanding Revival“
  • 1988: Studio Album mit Kim Criswell als ‚Reno Sweeney‘ und John McGlinn als ‚Billy Crocker‘
  • Juli 1989: Westend Revival im Prince Edward Theatre am Westend in London (UK) mit Elaine Page als ‚Reno Sweeney‘, John Barrowman als ‚Billy Crocker‘, Bernard Cribbins als ‚Moonface Martin‘ und Kathryn Evans als ‚Erma‘. Nachdem Elaine Page (wofür Elaine Page den Olivier Award erhielt) eine Vorstellung von ‚Anything Goes‘ am Broadway gesehen hatte, entschied sie sich, mit ihrem damaligen Partner, Liedschreiber Tim Rice, die Show zu produzieren.
  • 1989: Australische Erstaufführung in Sidney (AUS) und danach in Melbourne (AUS) mit Geraldine Turner in der Rolle der ‚Reno Sweeney‘
  • 1989: Cast-Album mit Orginal Besetzung der australischen Erstaufführung
  • 29. Januar 1993: Erstaufführung der deutschen Neufassung von Christian Severin (Dialoge) und zwei Liedtexten von Lida Winiewicz (Liedtexte für I Want to Row the Crew/Crew Song und Be Like the Bluebird) unter Regie von Helmut Baumann mit Helen Schneider als ‚Reno Sweeney‘, Hartwig Rudolz als ‚Billy Crocker‘ und Ralf Wolter als ‚Moonface Martin‘
  • 1995: Studio-Album mit Louise Gold als ‚Reno Sweeney‘
  • 19. November 1999: Premiere im Mitteldeutschen Landestheater Lutherstadt Wittenberg unter Regie von Winfried Schneider mit Silke Dubilier als ‚Reno Sweeney‘
  • 15. Juli 2000: Premiere im Mainfranken Theater Würzburg unter Regie von Nico Rabenald mit Cornelia Drese als ‚Reno Sweeney‘ und Jerry Marwig als ‚Billy Crocker‘
  • 11. November 2000: Erste komplett deutschsprachige Aufführung entsprechend der Revival-Fassung in der Fassung von Christian Severin (Dialoge) und Hartmut H. Forche & Lida Winiewicz (Liedtexte) an der Landesbühne Hannover mit Julia Goehrmann/Anna Schwemmer als ‚Reno Sweeney‘, Peter Andreas Landerl als ‚Billy Crocker‘, Gregor Eckert als ‚Lord Evelyn Oakley‘ und Wolfgang Scheiner als ‚Moonface Martin‘
  • 2001: Österreichische Erstaufführung am Stadttheater Klagenfurt (A) unter der Regie von Josef Ernst Köpplinger, mit Daniel Prohaska als ‚Billy Crocker‘ und Anna Montanaro als ‚Reno Sweeney‘
  • 2002: Konzertante Aufführung im Vivian Beaumont Theatre im Lincoln Centre in New York (USA) unter der Regie von Robert Longbottom, mit Patti LuPone als ‚Reno Sweeney‘, Howard McGillian als ‚Billy Crocker‘ und Boyd Gaines als ‚Lord Evelyn Oakleigh‘
  • 18. Dezember 2002: Premiere im Olivier Theater in London (UK) unter der Regie von Trevor Nunn mit Sally Ann Triplett in der Titelrolle; die Produktion erhielt als „Outstanding Musical Production“ den Olivier Award
  • 26. September 2003: Revial am Theatre Royal Drury Lane am West End in London (UK) unter der Regie von Trevor Nunn mit Sally Ann Triplett als ‚Reno Sweeney‘
  • 2003: Cast-Album mit der Original Besetzung des West End Revivals
  • 2003: Premiere am Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen unter Regie von Stefan Huber, mit Gaines Hall als ‚Billy Crocker‘ und Anke Sieloff als ‚Reno Sweeney‘
  • 29. Oktober 2006: Premiere am Opernhaus, Graz (A) unter die Regie von Josef Ernst Köpplinger, mit Patricia Nessy als ‚Reno Sweeney‘, Daniel Prohaska als ‚Billy Crocker‘, Christian Stadlhofer als ‚Lord Evelyn Oakleigh‘, Dagmar Hellberg als ‚Evangeline Harcourt‘ und Boris Pfeifer als ‚Moonface Martin‘
  • 2006: Premiere am Nationaltheater Mannheim unter Regie von Stefan Huber mit Isabel Dörfler als ‚Reno Sweeney‘
  • 23. Februar 2007: Premiere im Staatstheater Kassel unter der Regie von Valentina Simeonova mit Anna Montanaro als ‚Reno Sweeney‘ und Gaines Hall als ‚Billy Crocker‘
  •  26. März 2011: Premiere im Stadttheater in Bielefeld unter der Regie von Roland Hüve in den Hautrollen Karin Seyfried als ‚Reno Sweeney‘, Jens Janke als ‚Billy Crocker‘, Cornelie Isenbürger als ‚Hope Harcourt‘, Sarah Kuffner als ‚Evangeline Harcout‘, Dirk Mestmacher als ‚Lord Evelyn Oakleigh‘, Carlos Horacio Rivas als ‚Elisha Whiteney‘ und Alexander Franzen als ‚Moonface Martin‘
  • 7. April 2011: Revival am Broadway in New York (USA) unter der Regie von Kathleen Marshall mit Sutton Foster als ‚Reno Sweeney‘, Joel Grey als ‚Moonface Martin‘, Laura Osens als ‚Hope Harcourt‘, Jessica Walter als ‚Evangeline Harcourt‘, Colin Donnell als ‚Billy Crocker‘, Adam Godley als ‚Lord Evelyn Oakleigh‘, John McMartin als ‚Elisha Whiteney‘, Jessica D. Stone als ‚Erma‘, Robert Creighton als ‚Zahlmeister‘, Andrew Cao als ‚Luke‘, Raymond J. Lee als ‚John‘ und Walter Charles als ‚Kapitän‘. Dieses Revival wurde ergänzt mit Orchestrierungen von Michael Gibson
  • Juni 2011: Nominierung des Broadway Revivals für 9 Tony Awards, gewonnen wurden 3 Tonys in den Kategorien ‚Bestes Revival eines Musicals‘, ‚Beste Choreographie‘ (Kathleen Marshall) und ‚Beste Hauptdarstellerin‘ (Sutton Foster)

Musiktitel

AKT 1 AKT 2
OUVERTÜRE (instrumental) ENTR’ACTE
(instrumental)
I GET A KICK OUT OF YOU
(Reno Sweeney)
PUBLIC ENEMY NUMBER ONE
(Kapitän, Zahlmeister, Ensemble)
THERE’S NO CURE LIKE TRAVEL / BON VOYAGE
(Sailors, Girl, Crew)
BLOW, GABRIEL, BLOW
(Reno Sweeney, Ensemble)
YOU´RE THE TOP
(Reno Sweeney, Billy Crocker)
GOODBYE, LITTLE DREAM, GOODBYE
(Hope Harcourt)
YOU´D BE SO EASY TO LOVE
(Billy Crocker)
BE LIKE THE BLUEBIRD
(Moonface Martin)
I WANT TO ROW ON THE CREW / CREW SONG
(Elisha Whitney)
ALL THROUGH THE NIGHT Reprise
(Billy Crocker, Hope Harcourt, Männer)
THERE’LL ALWAYS BE A LADY FAIR
(Erma, Sailor)
I GET A KICK OUT OF YOU Reprise
(Ensemble)
FRIENDSHIP
(Reno Sweeney, Moonface Martin)
THE GYPSY IN ME
(Lord Evelyn Oakleigh)
IT´S DE-LOVELY
(Billy Crocker, Hope Harcourt)
BUDDIE, BEWARE
(Erma, Sailors)
ANYTHING GOES / FINALE AKT 1
(Reno Sweeney, Ensemble)
FINALE AKT 2:
YOU’RE THE TOP / ANYTHING GOES
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