Helmut Baumann & Sarah Bowden im Interview

In ihrem Programm »Sally und Fred« zeigen Helmut Baumann und Sarah Bowden, was zwischen den Generationen möglich ist, und was nicht

Im Anschluss an die Pressekonferenz hatten wir die Möglichkeit, mit Helmut Baumann und Sarah Bowden über ihr gemeinsames Stück zu sprechen.

USally&Frednited Musicals: Was erwartet den Zuschauer, wenn er in das Wintergarten Variete zu »Sally und Fred« kommt?

Helmut Baumann: Das Spannendste und Lustige an »Sally und Fred« ist der Generationenkonflikt, der auf der Bühne zwischen mir und Sarah bzw. zwischen Fred und Sally entsteht. Im Prinzip treffen ein »altes Showpferd« und ein »junges Showpferd« aufeinander. (lacht)
Für uns war es wichtig, ein Stück zu kreieren, in dem wir zusammen auf der Bühne stehen können –  mit Musik, die uns bewegt – und einem Programm, das uns Spaß macht! »Sally und Fred« ist Entertainment.

UM: Welche Art von Musik erwartet das Publikum?

Sarah Bowden: Mir war es wichtig (bzw. uns), dass wir viele verschiedene Stile präsentieren können. »Sally und Fred« ist musikalisch eine Mischung aus Songs, die der Zuschauer bereits kennt, und neuen Liedern, geschrieben von Jack Woodhead. Das Stück durchläuft ruhige, aber auch rasante Szenen, tänzerisch ist von Stepptanz, über Burlesque oder auch Disco so viel Verschiedenes dabei, und so ist auch die Musik … Wir wollten alles auf einmal zeigen – und das in einer Zwei-Personen-Show. (lacht)

HB: Und es ist keine sehr ernste Geschichte, wir handeln keine dramatische Story ab. Es passiert einfach, wie es passiert. Natürlich geht es auch um ein Thema, das zum Nachdenken anregt, doch untermalt mit einer witzig, spritzigen Story und Musik die begeistert.

UM: Was macht Sie zum »perfekten« Bühnenpaar?

HB: Ich denke, dass wir so verschieden sind.

SB: Wir kommen beide aus der Musicalbranche, aber aus zwei verschiedenen Generationen. Und trotz der Unterschiede merken wir oft, wie ähnlich wir uns im Grunde sind, trotz des Altersunterschiedes. Wir denken sehr ähnlich über das, was wir auf der Bühne zeigen wolle – das wurde uns schon bei der Zusammenarbeit für »Ball im Savoy« (Anmerk. d. Redaktion. An der Komischen Oper – Berlin) klar!
Altersmäßig unterscheiden wir uns, doch im Herzen und in der Musik sind wir einander verbunden.

UM: Weshalb sollten die Zuschauer sich »Sally und Fred« anschauen?

SB: Ich denke, das, was wir zeigen, ist ein aktuelles Thema. Die Menschen werden immer älter und junge Menschen denken wenig über die ältere Generation nach …

HB: … genau. Und ich denke, mit diesem Stück zeigen wir auch den Jüngeren, dass »die Alten« nicht eingerostet sind – und das auf eine sehr unterhaltsame Art.

UM: Vielen Dank für das schöne Interview und viel Erfolg für Ihre gemeinsame Show!

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