Swinging St. Pauli

Musical auf Grundlage der oppositionellen Bewegung der 'Swing Kids' in der Zeit des Nationalsozialismus

Musik / BuchMartin Lingnau
Liedtexte / BuchHeiko Wohlgemuth
LiedtexteEdith Jeske
BuchThomas Matschoß
Original TitelSwinging St. Pauli
Uraufführung Am 24. August 2001 im Schmidts Tivoli in Hamburg
Überarbeitete Fassung Am 20. Februar 2005 im Theater am Kurfürstendamm in Berlin Adaption unter dem Titel 'Swinging Berlin - Tanzen verboten'
Österreichische Erstaufführung Am 29. Januar 2013 im Leonie-Rysanek Saal in Wien
Swinging St. Pauli (Wien 2013)

Produktionen

Handlung

Angesiedelt ist die Geschichte im Jahr 1941. Max, Fritz, Heini, Alberta und Beate sind ‚Swing Kids‘, die die Wirren der Nazizeit in Leos Bar beim Tanzen zu Klängen, die vom diktatorischen Establishment als „Niggermusik“ bezeichnet werden, zu vergessen suchen. Die Devise des Lokalinhabers, Oscar Leonhardt, lautet schlicht: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ – ein Motto, dass es den Kids lange Zeit ermöglicht, ihrer Tanzleidenschaft nachzugehen. Als jedoch die junge Jüdin Emma, die Schwester von Oscars von den Nazis ermordetem Lebensgefährten, in ihr Leben tritt und sich Max in sie verliebt, gerät die Situation aus der Bahn. Oscar fasst den Plan, gemeinsam mit Emma nach Schweden zu flüchten, doch leider machen die Nazis in Gestalt von SS-Sturmbannführer Günter Hundt ihren Plänen einen Strich durch die Rechnung.

Text: Thomas Neuwerth

Historie

  • Grundlage: die oppositionelle Bewegung der ‚Swing Kids‘ in der Zeit des Nationalsozialismus, einer Jugend, die gegenüber Nationalsozialismus und HJ bzw. BdM eine alternative Ausdrucksweise suchte
  • 24. August 2001: Uraufführung des Musicals ‚Swinging St. Pauli‘ zur Feier seines 10-jährigen Bestehens in Schmidts Tivoli  in Hamburg unter Regie von Thomas Matschoß, mit Nik Breidenbach als ‚Fritz von Berg‘, Jasmin Madwar als ‚Emma Löwenstein‘, Bernhard Hoffmann als ‚Oscar Leonhardt‘, Heiko Wohlgemuth als ‚Max Waldeck‘, Yvonne Bitter als ‚Beate Stenzel‘, Benny Zobrys als ‚Heinrich Koch‘, Tanja Roll als ‚Alberta Bitler‘ und Tilman Madaus als ‚Günter Hundt‘
  • 2002: Veröffentlichung einer Cast-Aufnahme mit 24 Songs von der Original-Besetzung von 2001
  • 20. Februar 2005: Adaption unter dem Titel ‚Swinging Berlin – Tanzen verboten‘ und Aufführung im Berliner Theater am Kurfürstendamm unter Regie von Helmut Baumann und in der Rolle des ‚Oscar Leonhardt‘, mit Nik Breidenbach als ‚Fritz von Berg‘, Hardy Rudolz als ‚Günter Hundt‘, Marysol Ximènez-Carillo als ‚Beate Stenzel‘, Franc Tima als ‚Heinrich Koch‘, Katja Uhlig als ‚Emma Löwenstein‘, Eva-Maria Grein als ‚Alberta Bittler‘, Julian Schmidt als ‚Max Waldeck‘
  • 17. September 2005: Übernahme der Inszenierung von Helmut Baumann in das Bremer Goethe-Theater, wo sie bis Juni 2006 gespielt wurde
  • 2005-2006: Tournee mit Wiederaufnahme in Hamburg, diesmal im St. Pauli Theater mit Teilen der Orginalbesetzung, z. T. in anderen Rollen: Nik Breidenbach als ‚Oscar Leonhardt‘, Michèle Connah als ‚Emma Löwenstein‘, Jan Radermacher als ‚Heinrich Koch‘, Benjamin Zobrys als ‚Max Waldeck‘, Janko Danailow als ‚Fritz von Berg‘, Anke Fiedler als ‚Alberta Bitler‘ und Dörthe Breidenbach als ‚Beate Stenzel‘
  • 2006: Veröffentlichung einer Live-Aufnahme mit der Berliner Besetzung
  • 25. Januar 2013: Österreichische Erstaufführung durch Studierende des Bachelorstudiengangs ‚Musikalisches Unterhaltungstheater‘ am Konservatorium Wien unter Regie von Erhard Pauer

Musiktitel

AKT 1 AKT 2
OPENING
(instrumental)
OVERTÜRE II
(Ensemble)
SWINGING ST. PAULI
(Ensemble)
DER KIEZ HÄLT ZUSAMMEN
(Karl Koch und Ensemble)
THE SWING IS ON
(Oscar Leonhardt und Ensemble)
ERKLÄR MIR DIE FRAUEN
(Max Waldeck und Heinrich Koch)
IF YOU FIND A GOOD MAN
(Alberta Bitler)
BITTE RECHT FREUNDLICH
(Paul Schmidt und Oscar Leonhardt)
LEO’S BAR
(instrumental)
KANN MAN DENN SO GEHEN
(Emma Löwenstein)
MEIN LIED FÜR DICH/Jakobs Lied
(Emma Löwenstein)
IN MEINEM HERZEN IST DER ANKERPLATZ NOCH FREI
(Arnold Stenzel)
NIGHT JIVE
(Fritz von Berg, Heinrich Koch und Ensemble)
DU BIST DA
(Emma Löwenstein und Max Waldeck)
DR. FUSEL
(Ensemble)
WEIRD BOOGIE
(instrumental)
DAS MUSS LIEBE SEIN
(Fritz von Berg)
NUR NOCH KURZE ZEIT
(Ensemble)
DAS GEBURTSTAGSLIED
(Ensemble)
I’VE NEVER WRITTEN YOU A LOVESONG
(Alberta Bitler)
LEBEN OHNE SIE
(Fritz von Berg)
MEIN LIED FÜR DICH/JAKOBS LIED) Reprise
(Oscar Leonhardt)
SO LONG, GOODBYE
(Oscar Leonhardt und Ensemble)
ONE MAN BAND
(instrumental)
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