Stimmen im Kopf

Nadine hat wochenlang ihre Wohnung nicht verlassen und wird auf die geschlossene psychiatrische Station eines Berliner Krankenhauses gebracht

MusikWolfgang Böhmer
BuchPeter Lund
Original TitelStimmen im Kopf

Produktionen

Handlung

Nadine, eine junge Frau,hat wochenlang ihre Wohnung nicht verlassen und wird völlig verängstigt von ihrer SchwesterBabsi auf die geschlossene psychiatrische Station eines Berliner Krankenhauses gebracht. Doch Nadine ist nicht allein, stets an ihrer Seite ist Daniel, ein imaginärer Freund, der sie beschützt und tröstet, wenn sie traurig ist. Nadine wird in das Zimmer von Karla gebracht, welches sie in den nächsten Wochen mit ihr teilen wird.

Im Klinikalltag lernt Nadine die anderen Patienten kennen: den hochbegabten, unter einer Zwangsneurose leidendenPhilipp, zu dem sie von Anfang an einen guten Draht hat. Jenny, eine geistig zurückgebliebene junge Frau, die als Kind von ihrem Vater misshandelt wurde und sich nur in Gegenwart von Hannes, einem Bundesfreiwilligendienstleistenden, geborgen fühlt. Die aus Russland stammende Frau Dermicin, die wirkt, als wäre sie in einer anderen Welt gefangen, während sie geisterhaft in ihrem Nachtkleid durch die Klinikflure wandelt. Den aggressiven Herbert, der eigentlich eine Frau ist, welche in ihrer Kindheit unter dem alkoholkranken Vater litt und später in die Berliner Punker-Szene geriet. Und dann ist da noch Stationsschwester Eva, die gute Seele der Station, die die Patienten jeden Morgen in der Morgenrunde zusammenruft und als Einzige wirklich versucht, ihre Probleme zu verstehen und sie nicht nur mit Medikamenten ruhigzustellen.

Als Nadine sich an die neue Umgebung gewöhnt hat und bereit ist, an ihren Problemen zu arbeiten, taucht plötzlich ihr Verlobter Lars auf, den sie während ihres Jurastudiums in Erlangen kennengelernt hat, und will sie dahin mit zurücknehmen, da er eine psychiatrische Klinik als keine für sie geeignete Umgebung empfindet. Auf Anraten des äußerst gutaussehenden Stationsarztes Dr. Thomsen lässt er sich jedoch überreden, dass es vorerst für Nadine die beste Lösung ist, wenn sie auf der Station bleibt.

Text: Juliane Blume

Historie

  • Grundlage: Über ein Jahr hat der 3. Jahrgang des Studiengangs ‚Musical‘ an der Universität der Künste Berlin zum Thema „Psychische Erkrankungen“ mit viel Unterstützung von Ärzten, Pflegern und Patienten recherchiert
  • 21. März 2013: Uraufführung des Musicals ‚Stimmen im Kopf‘ von Wolfgang Böhmer und Peter Lund als Abschlussprojekt der Absolventen des 3. Jahrgangs der Universität der Künste, in Zusammenarbeit mit der Neuköllner Oper in Berlin
Fehler melden

Fehlerbeschreibung
Bitte geben Sie wenn möglich einen Link mit einer Quelle für die korrekte Information an

Quelle / Beleg
Bitte geben Sie – wenn möglich – einen Link mit einer Quelle oder einem Beleg für die korrekte Information an

Ihr Name

Ihre E-Mail-Adresse
Für Rückfragen – Sie erhalten keine Werbung

Bitte geben Sie den Text aus dem Bild ein
captcha

unitedmusicals.de