La Strada

Poetisches Musical von Benji Bower (Musik) und Mike Akers (Text)

Buch und LiedtexteMike Akers
Original TitelLa Strada
VorlageFederico Fellinis letztes Film-Melodram »La Strada« (»Das Lied der Straße«) im Genre des italienischen Neorealismus aus dem Jahr 1954
Uraufführung Am 31. Mai 2017 im The Other Palace in London (GB) als The Belgrade Theatre Coventry's
Production (13. Februar 2017) unter Regie von Sally Cookson

Handlung

Schwarz, Weiß und Grau bestimmen die Bühne mit Wolken, Meer und Strand in der ersten Szene: Ein Straßenkind mit geflickter Hose und abgelaufenen Schuhen hockt am Meer. Später wird es, Gelsomina, von seiner Mutter für 10.000 Lire an Zampanò verkauft, einen Kraftprotz, der mit dem Sprengen von Ketten sein Geld verdient. Das Mädchen soll als seine Assistentin arbeiten – wie zuvor schon seine Schwester, die verstarb. Die Gründe bleiben unklar. Ihr bescheidenes Hab und Gut kommt in einen Rucksack und dann fährt sie an Zampanòs Seite auf einem Motorrad ins Ungewisse. Benji Bowers Musik bietet dazu einen stimmungsvollen Soundtrack: ruhig und melancholisch – wie ein Wiegenlied.
Zampanò verpasst ihr eine neue Jacke und einen Hut und lernt sie an. Sie muss ihn mit einer Trommel lauthals ankündigen und mit dem Hut Geld einsammeln. Er ist verwundert, dass sie keine Fähigkeit besitzt, mit der sie Geld verdienen kann. Allerdings entwickelt sie diese mit der Zeit: Tanzen. So nehmen beide Geld ein, wobei Gelsomina zunächst nicht viel davon sieht. Er verprasst es mit Essen, Trinken und Weibern, bei denen er die Nacht verbringt, während das Mädchen irgendwo auf ihn warten muss. Es möchte das Geld nicht für sich selbst, sondern um es nach Hause zu schicken. Aber manchmal gibt es nicht einmal das, dann besteht die Bezahlung aus einem Mahl in der Küche oder für Zampanò den Mantel eines verstorbenen Ehemannes. Sie leben von der Hand in den Mund und Gelsomina muss viel Brutalität über sich ergehen lassen. Schließlich läuft sie davon und stößt auf einem Marktplatz auf die Vorführung des Seiltänzers Il Matto, von der sie ganz eingenommen ist. Er gehört einem Zirkus an, dem sich bald darauf auch Zampanò und Gelsomina anschließen – nachdem Zampanò sie aufgespürt hat und mit Gewalt dafür sorgt, dass sein »Besitz« nicht wieder abtrünnig wird. Il Matto schenkt Gelsomina ungekannte Aufmerksamkeit, hebt ihr Selbstbewusstsein, und zeigt ihr, wie man Trompete spielt. Er besticht durch seine zauberhaft positive, leichte Einstellung zum Leben, auch wenn er weiß, dass es endlich ist: Denn als Seiltänzer ist ihm bewusst, dass sein Leben jederzeit ein Ende haben kann. Il Matto und Zampanò kennen sich aus früheren Zeiten, doch es waren keine guten, denn Spannung liegt zwischen ihnen in der Luft. Als sich Il Matto über Zampanòs Kraftakt lustig macht, kommt es zu einer Schlägerei, die beide ins Gefängnis bringt und aus dem Zirkus fliegen lässt. Il Matto bittet Gelsomina, sich von Zampanò loszusagen. Sein Angebot birgt die Aussicht auf ein freies und glücklicheres Leben, aber sie lehnt ab. Gelsomina muss ihn aus eigener Motivation verlassen. Nachdem sie sieht, wie er gutherzige Nonnen bestiehlt und Il Matto zu Tode schlägt, kann sie sein Verhalten nicht mehr hinnehmen. Nachdem es beide in die Berge verschlagen hat, schleicht sie sich bei Schneefall im Dunkeln davon.

Text: Sabine Schereck

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