Die Schattenkaiserin

»Die Schattenkaiserin« von Susanne Felicitas Wolf (Buch) und Jürgen Tauber & Oliver Ostermann (Musik)

MusikJürgen Tauber
MusikOliver Ostermann
Buch und LiedtexteSusanne Felicitas Wolf
Original TitelDie Schattenkaiserin
VorlageDas Leben der 2. Ehefrau des österreichischen Kaisers Maximilian I., Bianca Maria Sforza
Uraufführung Am 28. September 2019 am Tiroler Landestheater Innsbruck (AT) unter Regie von Johannes Reitmeier
Die Schattenkaiserin (Innsbruck 2019)

Produktionen

Handlung

Akt 1

»La vita è bella« – »Der Herzog ist tot!« In den letzten Minuten ihres Lebens erinnert sich die totgeweihte Bianca Maria an ihre glückliche Kindheit, die mit der Ermordung ihres Vaters durch die Handlanger seines machthungrigen Bruders Ludovico Sforza ein jähes Ende findet.
Viele Jahre später träumt die junge Bianca mit ihrer Kammerfrau Violanta von einer glanzvollen Zukunft am Mailänder Hof. Ludovico plant für seine Nichte jedoch eine Heirat, die seine eigenen ehrgeizigen Pläne befördern soll.
Der potentielle Heiratskandidat ist Maximilian I., der sich in Innsbruck als umschwärmter Turnierheld feiern lässt. – Er und sein Berater Matthäus Lang sind zunächst wenig begeistert von dem Vorschlag, die nicht standesgemäße Bianca Maria Sforza zur Königin zu machen. Das vom Mailänder Gesandten Erasmus Brascha übermittelte Angebot einer hohen Mitgift überzeugt den Regenten aber schließlich.
Damit sich Maximilian ein Bild von seiner Braut machen kann, fertigt Hofmaler Ambrogio de Predis ein Gemälde von ihr an. Bianca sehnt sich nach Liebesglück, fürchtet aber, den Ansprüchen ihres zukünftigen Ehemanns nicht gerecht werden zu können.
Nach Wochen der Verhandlungen wird der Vertrag schließlich geschlossen: Maximilian erhält eine Mitgift von 400.000 Dukaten, als Gegenleistung wird Ludovico mit dem Herzogtum Mailand und Pavia belehnt. – Maximilians Herz hängt derweil noch immer an seiner verstorbenen ersten Frau Maria von Burgund. Ihre „Erscheinung“ will ihn bereit machen für sein künftiges Glück.
In Mailand wird die Reise nach Tirol vorbereitet und Biancas prächtige Aussteuer verpackt. – Ludovico gibt seiner Nichte zu verstehen, was man von ihr erwartet: dem König weitere Erben zu schenken. Trotz ihrer Nervosität sieht Bianca mit Zuversicht ihrer Bestimmung entgegen.
Ein Schneesturm in den Alpen bringt die Reisenden in große Gefahr. Biancas Gebet an ihre Schutzpatronin, die Heilige Brigitta, zeigt schon bald Wirkung.
Indessen genießt Maximilian die Zeit mit seiner Geliebten Apollonia Lang, der Schwester seines Sekretärs. Sie verschafft ihm willkommene Ablenkung vom politischen Tagesgeschäft.
Mit einem großen Fest werden Bianca und ihr Gefolge in Innsbruck von Erzherzog Sigmund begrüßt. Nur Maximilian weilt aufgrund wichtiger politischer Geschäfte noch in Wien. Die künftige Königin ist zutiefst enttäuscht.
Dass Maximilian seine Ehe noch nicht vollzogen hat, erfüllt Ludovico il Moro mit größter Sorge. Ohne diesen Akt ist die Ehe nicht rechtsgültig. Erst nach Wochen vergeblichen Wartens kündigt Apollonia an, dass Maximilian nach Hall kommen wird und die Hochzeit endlich stattfinden kann.
Bianca und Maximilian stehen sich das erste Mal gegenüber. Für ein Kennenlernen unter Ausschluss der Öffentlichkeit bleibt kaum Zeit. In Anwesenheit des gesamten Hofstaats findet das Beilager statt. Nun ist sie seine Frau!

Akt 2

Mitten im Spiel mit der Hofnärrin Ursula erfährt Bianca vom Tod ihres Bruders. Angeblich hat Ludovico den Thronerben vergiftet, was dieser und Brascha heftig bestreiten. – Bianca erbittet sich Unterstützung von Maximilian, der ihre Anhänglichkeit als lästig empfindet. Die schwangere Bianca erleidet eine Fehlgeburt. Dem ungeheuren Druck ausgesetzt, ihre Pflicht zu erfüllen und dem König ein Kind zu gebären, ruft sie die Heilige Brigitta um Hilfe an. Vergeblich!
Endlich erhält Ludovico den Lehensbrief. Von Brascha erfährt er Beunruhigendes über die kriselnde Ehe seiner Nichte. Maximilian dagegen wird von Matthäus Lang ber die jüngste Bedrohung für Mailand unterrichtet. Frankreich greift nach dem Herzogtum.
Weil der König seine Schulden nicht bezahlen kann, sitzt Bianca als Unterpfand mit ihrem Hofstaat in Worms fest. Maximilian versucht indessen zu verhindern, dass die Franzosen Mailand erobern. Bianca bittet ihn, ihre Heimat, mit deren Schicksal sie sich eng verbunden fühlt, zu retten.
Bianca teilt Maximilian in einem Brief mit, dass sie in dieser politischen Krisensituation an seiner Seite stehen möchte. Doch er will den Weg alleine gehen. Der Italienfeldzug ist gescheitert. Bereits seit zwei Jahren befindet sich Biancas Gefolge in Worms und leidet unter Hunger und Entbehrungen. – Bianca spürt, dass Maximilian Maria von Burgund dieser Situation wohl nie ausgesetzt hätte und gibt der Verstorbenen die Schuld an ihrem Unglück.
Aus politischen Gründen erwägt Maximilian, seine Frau zu sich zu holen. Matthäus schlägt hingegen Scheidung und eine neue Ehe vor. Frauen seien schließlich nur dazu bestimmt, von Männern für ihre Zwecke benutzt zu werden. Die erste Begegnung des Königspaares nach langer Zeit führt sofort zu Streit und gegenseitigen Beschuldigungen.
Flüchtlinge aus Italien suchen Schutz bei Maximilian, unter ihnen auch Ludovico. Weil Maximilian ihm aber militärische Unterstützung verweigert, will er sich im Alleingang seine Heimatstadt zurückerobern.
Ein Alptraum versetzt Maximilian zurück in die Martinswand, wo er sich vor Jahren verstiegen hatte, zwei Tage und Nächte festsaß und wie durch ein Wunder gerettet wurde. – Nur im Traum sind sich Maximilian und Bianca dort nahe. – Die bittere Realität erahnt einzig die Hofnärrin Ursula. Wie in einer düsteren Vision durchleidet die kränkelnde Bianca die Auseinandersetzungen auf dem Reichstag zu Augsburg, die über das Schicksal Mailands und ihrer Familie entscheiden werden. Tief enttäuscht von Maximilians Verhalten und verzweifelt über die Sinnlosigkeit ihres eigenen Daseins stirbt die einsame Bianca in Innsbruck.

Quelle: Programmheft

Musiktitel

Originale Songtitel von Susanne Felicitas Wolf (2019)

Akt 1
1 Prolog: 'La vita è bella / Der Herzog ist tot!'Bianca
2 Fröhlich durchs Leben tanzenBianca, Violanta
3 Hoch Maximilian! / Die AnbahnungMaximilian I., Matthäus Lang, Erasmus Brascha
4 Wie ist er, Maximilian?Bianca
5 Der Pakt / Keine ist wie du, Maria!Ludovico, Maximilan I. / Maximilian I.
6 Die Mitgift / Es ist unerklärlichLudovico / Bianca
7 Wormser JochBianca
8 Mit dir ist die Liebe leichtMaximilian I., Apollonia Lang
9 Ankunft in InnsbruckFestteilnehmer, Bianca
10 Brascha, der König muss zu ihr ins Bett!Ludovico, Brascha
11 Das Frauenzimmer (Warten, Warten!)Apollonia / Bianca & Hofstaat
12 Finale I: Das Beilager in HallMaximilian I., Bianca & Höflinge
Akt 2
13 Lächerlich! / Gib auf mich acht!Ursula, Bianca, Ludovico, Brascha / Bianca
14 Streng dich an!Bianca
15 Die BelehnungBrascha, Ludovico, Maximilan I., Lang
16 Rette mein Italien!Bianca
17 AlleinBianca, Maximilian I.
18 Das Frauenzimmer - Reprise / Gib ihn endlich frei, Maria!Bianca & Gefolge
19 Frauen sind WareMaximilian I., Lang
20 Das WiedersehenBianca, Maximilian I.
21 Aiuto, Aiuto!Ludovico & Flüchtlinge
22 Das kann nicht sein! / Warum ist alles Pflicht? / Wer will nur mit mir leiden?Bianca, Maximilian I., Ursula
23 Mailands EndeBianca & Volk
24 Epilog: Biancas EndeBianca

    Fehler melden

    Fehlerbeschreibung
    Bitte geben Sie wenn möglich einen Link mit einer Quelle für die korrekte Information an

    Quelle / Beleg
    Bitte geben Sie – wenn möglich – einen Link mit einer Quelle oder einem Beleg für die korrekte Information an

    Ihr Name

    Ihre E-Mail-Adresse
    Für Rückfragen – Sie erhalten keine Werbung

    Bitte geben Sie den Text aus dem Bild ein
    captcha