Chicago

Liebe und Lüge, Ruhmsucht und Eitelkeit, Betrug und Verrat, Sex und Verbrechen

MusikJohn Kander
Liedtexte & BuchFred Ebb
BuchBob Fosse
Original TitelChicago
VorlageSchauspiel »Chicago« von Maurine Dallas Watkins 1926, basierend auf Recherchen der ehemaligen Kriminalreporterin für die »Chicago Tribune« über Belva Gaertner und Beulah Sheriff Annan, die ihre Liebhaber erschossen hatten
Uraufführung Am 3. Juni 1975 am 46th Street Theatre (heute Richard Rodgers Theatre) am Broadway in New York (USA)
Deutschsprachige Erstaufführung & Deutsche Erstaufführung Am 21. Mai 1977 am Thalia-Theater in Hamburg
Überarbeitete Fassung Am 6. November 2014 im Palladium Theater in Stuttgart
Chicago (Stuttgart 2014)
Deutsche ÜbersetzungErika Gesell
Deutsche ÜbersetzungHelmut Baumann
Deutsche Übersetzung (Liedtexte)Kevin Schroeder

Produktionen

Handlung

Akt 1

Im Chicago der 1920er möchte Vaudeville-Tänzerin Roxie Hart berühmt werden und lässt sich auf ein Verhältnis mitFred Casely ein, der ihr verspricht, sie groß rauszubringen. Als sie erkennt, dass er sie nur ins Bett bekommen wollte, kommt es zum Streit, und plötzlich ist er tot. Ihr Ehemann Amos deckt sie, bis sich herausstellt, dass sie eine Beziehung zu dem vermeintlichen Vertreter hatte. Roxie kommt in Untersuchtungshaft.

Im Gefängnis hat Mama Morton das Sagen, die einem für Geld einige Gefälligkeiten erweisen kann. Roxies Zellengenossin Velma Kelly, die mit ihrer Schwester zusammen eine Tanznummer hatte, sie dann aber wegen des Verhältnisses mit ihrem Liebhaber ermordete, steht in der Gunst der Matrone ganz oben. Sie ist trotz Anklage ein Medienstar und plant die Fortsetzung ihrer Karriere. Ihr Anwalt, Billy Flynn, hat noch nie einen Prozess verloren —

Mama Morton gibt Roxie den Rat, ihn auch zu engagieren. Nach einem psychologischen Gespräch Billys mit Amos, bezahlt dieser das Anwaltshonorar. Der Medienspot fällt mit Hilfe von Skandaljournalistin Mary Sunshine nun auf Roxie Hart, die „Jazz-Mörderin“ und Velma ist nicht nur auf die Konkurrentin eifersüchtig, sondern auch, weil Billy Roxies Charme zu erliegen scheint. Pragmatisch, wie Velma ist, versucht sie die Konkurrentin als Partnerin für eine gemeinsame Shownummer zu gewinnen, um die Publicity auszugleichen.

Akt 2

Billy baut mit Roxie ein Verteidigungsgebäude der Lügen über ihre mustergültige moralische Person auf: Klosterschule und der Wunsch nach einem Baby, das sie jetzt unter dem Herzen trägt, sollen ihr einen Freispruch garantieren.

Selbst die Tricks, die Billy und Velma für deren Verhandlung eingeplant haben, setzt der Anwalt schließlich für Roxies Verteidigung ein, was Velma und auch Mama immer ärgerlicher werden lässt. Und es gelingt, Roxie kommt frei, gleichzeitig verschwindet das Medieninteresse an der jungen Frau. Roxie erinnert sich an Velmas Vorschlag einer gemeinsamen Shownummer und am Ende sieht man sie als gefeierte Jazz-Sängerinnen.

Historie

  • Grundlage: Das Theaterstück ‚Chicago‘ der Reporterin Maurine Dallas Watkins aus dem Jahr 1926
  • 3. Juni 1975: Uraufführung des Musicals ‚Chicago‘ von John Kander und Fred Ebb im 46th Street Theatre am Broadway in New York (USA), unter Regie und Choreographie von Bob Fosse, mit Chita Rivera als ‚Velma Kelly‘, Gwen Verdon als ‚Roxie Hart‘, Jerry Orbach als ‚Billy Flynn‘ und Barney Martin als ‚Amos Hart‘. Das Musical lief dort bis zum 27. August 1977
  • 1975: Cast-Album mit den Darstellern der Uraufführung
  • 25. April 1977: Deutschsprachige Erstaufführung im Thalia-Theater in Hamburg in der Übertragung von Erika Gesell und Helmut Baumann
  • April 1979: Premiere im Cambridge Theatre am Westend, London (UK) mit Jenny Logan als ‚Velma Kelly‘, Antonia Ellis als ‚Roxie Hart‘ und Ben Cross als ‚Billy Flynn‘
  • 21. Februar 1979: Österreichische Erstaufführung von Helmut Baumanns Fassung am Theater an der Wien
  • 1981: Australische Premiere in Sydney mit Geraldine Turner als ‚Velma Kelly‘, Nancye Hayes als ‚Roxie Hart‘ und Terence Donavan als ‚Billy Flynn‘
  • 1981: Aufnahme der Original Australien Cast
  • 1987: Premiere von Helmut Baumanns Fassung am Deutschen Theater in München
  • 1988: Premiere am Theater des Westens in Berlin unter Regie von Helmut Baumann, mit Katja Ebstein als ‚Roxie Hart‘ und Gaye MacFarlane als ‚Velma Kelly‘
  • 2. Mai 1996: In der Reihe City Center Encores! inszenierte Walter Bobbie mit Choreographien von Ann Reinking (im Stil von Bob Fosse) ein Revival, mit Bebe Neuwirth als ‚Velma Kelly‘, Ann Reinking als ‚Roxie Hart‘, Jame Naughton als ‚Billy Flynn‘, Joel Grey als ‚Amos Hart‘
  • 29. Oktober 1996: Revival einer übearbeiteten Fassung der „Encores!“-Version im Richard Rodgers Theatre, New York (USA), die 1997 sechs Tony Awards gewann: „Bestes Revival“, „Beste Darstellerin einer Hauptrolle“ (Bebe Neuwirth als ‚Velma Kelly‘), „Bester Darsteller einer Hauptrolle“ (James Naughton als ‚Billy Flynn‘), „Beste Lichtgestaltung“ (Ken Billington), „Beste Regie“ (Walter Bobbie), „Beste Choreographie“ (Ann Reinking)
  • Januar 1997: Castalbum des Broadway-Revival gewann Grammy Award
  • 18. November 1997: Revival im Adelphi Theatre am Westend in London (UK) mit Ute Lemper als ‚Velma Kelly‘, Ruthie Henshall als ‚Roxie Hart‘, Henry Goodman als ‚Billy Flynn‘ und Nigel Planer als ‚Amos Hart‘; das Stück lief dort 9 Jahre
  • 1998: Auszeichnung mit dem Critics Circle Drama Award als „Best Musical“
  • 1998: Aufnahme des West End Revival Cast
  • 1998/1999: Premiere Broadway-West End-Fassung über New York-London-Wien erst Anfang 1998 im Etablissment Ronacher, dann ab 23. September 1998 im Theater an der Wien in Wien (AT) mit Frederike Haas als ‚Roxie Hart‘ und Anna Montanaro, die bereits in New York und London gespielt hatte, als ‚Velma Kelly‘ und Rainhard Fendrich als ‚Billy Flynn‘
  • 4. Juli 1998: Revival-Premiere am Her Majesty’s Theatre, Melbourne (AUS) mit Caroline O’Conner als ‚Velma Kelly‘, Chelsea Gibb als ‚Roxie Hart‘ und John Diedrich als ‚Billy Flynn‘
  • 1999: Deutschsprachiges Castalbum mit der Originalcast aus Wien, mit Anna Montanaro, Frederike Has und Rainhard Fendrich
  • 25. September 1999: Fortsetzung der Wiener Fassung im Berliner Theater des Westens, diesmal mit Cush Jung als ‚Billy Flynn‘
  • Mai 1999: Niederländische Erstaufführung im Beatrix Theater in Utrecht (NL) mit Pia Douwes als ‚Velma Kelly‘
  • 4. Oktober 2001: Premiere im Capitol Theater Düsseldorf mit Anna Montanaro als ‚Velma Kelly‘, Ann Mandrella als ‚Roxie Hart‘, Nikolas Gerdell als ‚Billy Flynn‘, Léon van Leeuwenberg als ‚Amos Hart‘  und Isabel Weicken als ‚Mama Morton‘
  • 2002: Verfilmung durch Rob Marshall mit Renée Zellweger als ‚Roxie Hart‘, Richard Gere als “Billy Flynn‘ und Catherine Zeta-Jones als ‚Velma Kelly‘
  • April 2006: Umzug des Revivals aus dem Adelphi Theatre, London (UK) ins Cambridge Theatre
  • Oktober 2008: Japanische Erstaufführung am Akasaka ACT Theatre in Tokyo (J)
  • 2012 Broadway/Londoner West End: Als längst gelaufenes Broadway-Revival läuft ‚Chicago‘ bis jetzt am Broaway non-stop und am Londoner West End, auch mit internationalen Gaststars wie Anna Montanaro; April – Mai 2004 war Pia Douwes als Velma Kelly im Ambassador Theatre am Broadway und zuvor März – April 2004 am Adelphi Theatre im West End in London (UK) zu sehen. 2012 feiert das Stück 15-jähriges Jubiläum
  • Das Musical spielt außerdem in Dänemark, Australien; Erstaufführungen in Japan, Korea, eine weitere in den Niederlanden and Spanien sind in Planung
  • 18. Februar 2012: Premiere im Stadttheater St. Gallen (CH) unter Regie & Choreographie von Melissa King, mit Sabrina Harper als ‚Roxie Hart‘, Sabine Hettlich als ‚Velma Kelly‘, Tobias Licht als ‚Billy Flynn‘ und Brigitte Oelke als ‚Mama Morton‘

Musiktitel

Original Broadway-Version 1975

Akt 1
Ouverture(instrumental)
All That JazzVelma Kelly und Ensemble
Funny HoneyRoxie Hart, Amos Hart, Sergeant Fogerty
Cell Block TangoVelma und Mörderinnen
When You're Good to MamaMama Morton
All That Jazz / Tap Dance(instrumental)
All I Care Is About LoveBilly Flynn und Ensemble Damen
A Little Bit of GoodMary Sunshine
We Both Reached for the GunBilly Flynn, Roxie Hart, Mary Sunshine und Reporter
RoxieRoxie Hart
I Can't Do It AloneVelma Kelly
Chicago After Midnight(instrumental)
My Own Best FriendRoxie Hart und Velma Kelly
Akt 2
Entr'acte(instrumental)
I Know a GirlVelma Kelly
Me and My BabyRoxie Hart und Ensemble
Mr CellophaneAmos Hart
The Poker Game(instrumental)
When Velma Takes the StandVelma Kelly und Ensemble Herren
Abgangsmusik Hungarian Hunyak(instrumental)
Razzle DazzleBilly Flynn und Ensemble
ClassVelma Kelly und Mama Morton
Judgement(instrumental)
Nowadays / Hot Honey RagVelma Kelly und Roxie Hart
All That Jazz (Reprise) / Finale Akt 2
Neue Deutsche Fassung von Kevin Schroeder (Stuttgart 2014)
Akt 1
Ouvertüreinstrumental
All der JazzVelma und Ensemble
Schussel-DusseRoxie
Zellenblock TangoVelma und die Girls
Sei nett zu Mama„Mama“ Morton
StepptanzRoxie, Amos und die Boys
Bin nur für die Liebe daBilly und die Girls
Etwas Gutes ist an jedem dranMary Sunshine
Beide griffen zum ColtBilly, Roxie, Mary Sunshine und Ensemble
RoxieRoxie und die Boys
Leider geht's nicht alleinVelma
Ich bin mein bester FreundRoxie und Velma
Akt 2
Entr'acteinstrumental
Da ist ein MädchenVelma
Ich und mein BabyRoxie und die Boys
Mister ZellophanAmos
Steht Velma vor GerichtVelma vor Gericht
HokuspokusBilly und Ensemble
MoralVelma und „Mama“ Morton
HeutzutagRoxie und Velma
Honey RagRoxie und Velma
FinaleDas Ensemble
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