Cabaret

»Cabaret« von John Kander (Musik), Fred Ebb (Liedtexte) und Joe Masteroff (Buch)

MusikJohn Kander
LiedtexteFred Ebb
BuchJoe Masteroff
Original TitelCabaret
Weitere TitelWelcome to Berlin (Ursprünglicher Titel)
VorlageSchauspiel »I Am a Camera« von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood (1951)
Deutsche ÜbersetzungRobert Gilbert
Verlag Felix Bloch Erben

Produktionen

Handlung

Das Musical spielt Ende der 1920er/Anfang der 1930er Jahre. Der junge amerikanische Schriftsteller Clifford Bradshaw – auf der Suche nach einem neuen Romanthema – trifft auf seiner Reise nach Berlin den Nationalsozialisten Ernst Ludwig. Dieser möchte Bradshaw anwerben, Devisen für ihn und die NSDAP zu schmuggeln. Er empfiehlt ihm die Pension vonFräulein Schneider als Wohnsitz und den Kit-Kat-Club für sein Amüsement.

Bereits an seinem ersten Abend in dem berüchtigten Etablissement wird Clifford Bradshaw Zeuge, wie der zwielichtigeConférencier die Attraktion des Telefon-Animierclubs ankündigt: Miss Sally Bowles. Als Sally Bowles den jungen Amerikaner kennenlernt, entwickelt sie gegen ihre Vernunft und ihre Lebensplanung Gefühle für Cliff. Dem Besitzer des Kit-Kat-Clubs missfällt ihre Favorisierung des amerikanischen Gastes, worauf sie auf der Straße landet. In ihrer Not zieht Sally zu Cliff in die Pension. Beide erleben, wie der schüchterne jüdische Obsthändler Herr Schultz dem resoluten Fräulein Schneider den Hof macht und von ihr erhört wird.

Als Sally Bowles ein Kind von Clifford Bradshaw erwartet, will er sie heiraten. Doch beide haben kein Geld. Sally fordert Cliff auf, das Angebot des nationalsozialistischen Hausfreundes anzunehmen. Cliff soll Devisen von Paris nach Berlin schmuggeln. Er zögert…da wirft der Nationalsozialismus seine Schatten voraus: Ernst Ludwig hält Fräulein Schneider davon ab, den Juden Herrn Schultz zu heiraten. Die Verlobungsfeier ist schon im Gange, als sie abprupt abgebrochen wird.

Clifford Bradshaw will nicht länger in dieser erschreckenden Stadt bleiben. Er geht wie selbstverständlich davon aus, dass Sally Bowles mit ihm und ihrem Kind in die Vereinigten Staaten zieht. Doch Sally Bowles will die Veränderungen um sie herum nicht wahr haben, sie klammert sich immer noch an die Hoffnung, auf eine große Karriere als Show-Girl. Um die Abtreibung ihres Kindes zu bezahlen, verkauft sie ihren Mantel, ohne darüber mit Cliff  zu sprechen.

Die Nationalsozialisten kommen an die Macht und beginnen, Einfluss auf den Alltag zu nehmen. Die Scheiben des Obstladens von Herrn Schultz werden eingeschlagen. Wenn der Conférencier auch zynische Witze macht – Cliff Bradshaw verlässt schließlich Berlin, nachdem er ein letztes Mal vergebens versucht hat, Sally zu überzeugen, mit ihm zu gehen.

Historie

  • Grundlage: Schauspiel ‚I Am a Camera‘ von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood adaptiert, vor allem ‚Good Bye Berlin‘. Der ursprüngliche Titel lautete in Anlehnung an Isherwood ‚Welcome to Berlin‘
  • 20. November 1966: Welturaufführung des Musicals ‚Cabaret‘ im Broadhurst Theatre am Broadway, New York (USA): Jill Haworth in der Rolle von ‚Sally Bowles‘
  • 1967: Original Cast Album
  • 1967: Tony Award für ‚Bestes Musical‘, ‚Bester Komponist und Texter‘, ‚Bühnen-Design‘, ‚Kostüm-Design‘, ‚Choreographie‘. Auch die Revivals in New York und am Westend erhielten Preise
  • 28. Februar 1968: Premiere am Westend im Palace Theatre, London (UK): Judi Dench in der Rolle der ‚Sally Bowles‘
  • 14. November 1970: Deutschsprachige Erstaufführung im Theater an der Wien, Wien (A)
  • 1972: Verfilmung durch Bob Fosse mit Liza Minelli in der Rolle der ‚Sally Bowles‘
  • Januar 1976: DDR-Erstaufführung
  • 1986: Französische Tourproduktion mit Ute Lemper als ‚Sally Bowles‘
  • 1986: Deutsche Erstaufführung am Theater des Westens in einer Inszenierung von Helmut Baumann und Jürg Burths mit Helen Schneider als ‚Sally Bowles‘; es folgten Aufführungen am Zürcher Schauspielhaus (CH) und 1988 am Münchner Gärtnerplatztheater
  • 1987: New York Revival am Imperial Theatre (USA)
  • 3. Dezember 1999/2000: Capitol Theater Düsseldorf mit Anna Montanaro als ‚Sally Bowles‘
  • 1999: Studio Cast-Album mit Maria Friedman als ‚Sally Bowles‘
  • 23. Oktober 2004: Premiere im permanenten Spiegelzelt der Berliner ‚Bar jeder Vernunft‘, nachfolgend in Koproduktion mit den Wiener Festwochen; die Rolle der Sally Bowles spielten u.a Anna Loos-Liefers, Katharine Mehrling und Sophie Berner
  • 2005: Premiere bei den Burgfestspielen in Jagsthausen unter der Regie von Helga Wolf
  • Februar – Juli 2006: Premiere am Koninklijk Theater Carré in Amsterdam (NL): Pia Douwes in der Rolle der ‚Sally Bowles‘
  • Oktober 2008: Premiere in Süd-Afrika in einer besonderen Adaption für das dortige Publikum
  • 2008: Tour durch United Kingdom
  • 2008/2009: Premiere im Nostalgietent Dresden mit Nicola Ruf als ‚Sally Bowles‘
  • 14. Mai 2009: Premiere im Theater Bozen (I) unter der Regie von Paul Kribbe und James De Groot
  • 10. Juni 2009: Premiere bei den Burgfestspielen Bad Vilbel unter der Regie von Egon Baumgarten

Ende: 2009

Musiktitel

Original Broadway Songs (1966)

Act 1
WillkommenEmcee & Ensemble
So What?Fräulein Schneider
Don't Tell MamaSally & Girls
Telephone SongEnsemble(gestrichen im 2014-Revival)
Perfectly MarvelousCliff & Sally
Two LadiesEmcee & Two Girls
I Couldn't Please Me MoreFräulein Schneider & Herr Schultz
Tomorrow Belongs to MeEmscee & Waiters
Why Should I Wake Up?Cliff
The Money SongEmcee & Girls
MarriedFräulein Schneider & Herr Schultz
MeeskiteHerr Schultz(gestrichen in nationalen Revivals)
Tomorrow Belongs to Me (Reprise)Fräulein Kost, Ernst & Guests
Act 2
If You Could See HerEmcee & Girls
Married (Reprise)Fräulein Schneider & Herr Schultz
If You Could See Her (Reprise)Emcee & Bobby
What Would You DoFräulein Schneider
I Don't Care MuchEmcee(erst seit Revivals enthalten)
CabaretSally
FinaleCliff, Sally, Fräulein Schneider, Herr Schultz, Emcee & Ensemble
Deutsche Fassung von Robert Gilbert
Akt 1
WillkommenConférencier& Kit-Kat-Girls/-Boys
Willkommen (Reprise)Conférencier
Na und?Fräulein Schneider
Mama darf nichts wissenSally & Kit-Kat-Girls
Mein HerrSally & Kit-Kat-Boys(ersetzte 'The Telephon Song' in Revivals)
Einmalig himmlischSally & Cliff
Two LadiesConférencier & zwei Kit-Kat-Girls
Nichts ist mir so liebFräulein Schneider, Herr Schultz
Der morgige Tag ist mein (Vorwegnahme)Kit-Kat-Girls, Piccolo
Wer will schon wach sein?Cliff
MoneyConférencier, Kit-Kat-Boys & -Girls (mit Sally)(aus dem Film ins Musical übernommen, gehört zur Fassung von Chris Walker)
HeiratConférencier; Herr Schultz & Fräulein Schneider
MiesnickHerr Schultz
Der morgige TagFräulein Kost, Ludwig & Ensemble
Akt 2
Heirat (Reprise)Conférencier, Herr Schultz
Maybe This TimeSally(aus dem Film ins Musical übernommen, gehört zur Fassung von Chris Walker)
Säht Ihr sie mit meinen AugenConférencier
Wie geht's weiterFräulein Schneider
I Don't Care MuchConférencier
CabaretSally
Willkommen (Reprise)Conférencier & Ensemble
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