
Spielzeitpräsentation 2026/27 mit (v.l.: Chefdirigent Rubén Dubrovsky, Staatsintendant Josef E. Köpplinger und Karl Alfred Schreiner (Ballettdirektor)
Foto: Anna Schnauss
Mit dem Musical »Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl« von Thomas Zaufke (Musik) und Henry Mason (Buch & Liedtexte) nach dem Erfolgsroman von Judith Kerr ist am 9. Dezember 2026 auf der Studiobühne des Gärtnerplatztheaters die erste Uraufführung der Spielzeit zu erleben. Tristan Braun führt erstmalig am Haus Regie, die musikalische Leitung hat Kapellmeister Andreas Partilla inne.
Handlung:
Für die neunjährige Anna bricht die Welt zusammen, als die Familie 1933 aufgrund des aufkommenden Nationalsozialismus Deutschland verlassen muss. Zurück bleiben nicht nur Heimat und Freunde, sondern auch Annas geliebtes rosa Stoffkaninchen. Zunächst flüchten sie in die Schweiz, später nach Frankreich und schließlich nach London. Anna lernt, was es heißt, fremd zu sein, in neuen Sprachen zu denken und trotz Angst und Verlust mutig weiterzugehen.
Text: Verlag Felix Bloch Erben
Henry Masons Adaption von Judith Kerrs Roman überträgt dessen Wärme, Humor und berührende Zwischentöne in ein packendes Musical für Erwachsene und junge Menschen ab 10 Jahren. Erzählt aus der Perspektive der Kinderprotagonistin Anna balanciert Masons Libretto auf einem Grad zwischen Leichtigkeit und beklemmender Aktualität: Wie meistert eine Familie, die keinen Boden mehr unter den Füßen hat, die Herausforderungen des Alltags ohne den Humor zu verlieren? Wie bleibt man resilient in dunklen Zeiten?
Thomas Zaufke hat dazu eine schwungvolle, aber auch zärtliche Musik geschrieben, die den Geist der 30er Jahre heraufbeschwört und doch ganz von heute ist.
Staatsintendant Josef E. Köpplinger inszeniert die Europäische Erstaufführung des Musicals »Finding Neverland« von Gary Barlow und Eliot Kennedy (Musik & Gesangstexte) und James Graham (Buch) mit Premiere am 16. April 2027. Die deutsche Adaption verantworten Michael Alexander Rinz (Dialoge) und Wolfgang Adenberg (Songtexte), Co-Regie und Choreographie übernimmt Adam Cooper, die musikalische Leitung Andreas Partilla.
Handlung:
J. M. Barrie hat alles erreicht – nur sich selbst scheint er dabei verloren zu haben. Seine Theaterstücke feiern Erfolge, doch sein Herz ist leer, seine Ehe zerbrochen, die Fantasie verstummt. Erst die Begegnung mit der jungen Witwe Sylvia und ihren vier Söhnen reißt eine Tür auf, hinter der gespielt, gelacht und geträumt wird, als gäbe es keinen Schmerz. Barrie taucht immer tiefer in die Welt dieser Kinder ein, erfindet Abenteuer und Figuren – und schreibt sich immer weiter weg von der Realität, in das magische Universum von »Peter Pan«. Doch lässt sich das Leben tatsächlich mit Geschichten überlisten?
Es folgen ab dem 25. September 2026 weitere Vorstellungen des Musicals »Les Misérables«, für welches dem Theater auch für diese Spielzeit erneut die Verlagsrechte eingeräumt wurden. Zudem darf sich das Publikum auf weitere Vorstellungen von »My Fair Lady« sowie »La Cage aux Folles« freuen.

»Les Misérables« München 2024. Foto: Ludwig Olah
Quelle: Staatstheater am Gärtnerplatz München
