»Wallace« – Interviews und O-Töne von der Castvorstellung im Theater am Marientor Duisburg

Katja Thost-Hauser und Wolfgang DeMarco im Interview, Castvorstellung und O-Töne

(c) Wolfgang DeMarco

(c) Wolfgang DeMarco

Am 14. November 2019 wird im Theater am Marientor in Duisburg das Musical »Wallace« von Todd Schroeder (Musik und Buch), Wolfgang DeMarco (Buch und Liedtexte) und Katja Thost-Hauser (Buch) Uraufführung feiern. Die berühmteste Bearbeitung der Geschichte des schottischen Nationalhelden William Wallace im 13./14. Jahrhundert ist wohl der oscarprämierte Film »Braveheart« aus dem Jahr 1995.

Nachdem es am 4. und 5. Mai einen ersten Eindruck auf der Bühne des Theaters am Marientor gab, stellte der Produzent und künstlerische Leiter Wolfgang DeMarco gestern, am 4. Juni 2019, das Kreativteam und einen Großteil des Cast von »Wallace« vor.

Die Regie übernimmt Katja Thost-Hauser, die auch am Buch des Musicals mitwirkte. Musikalischer Supervisor ist Adrian Werum, die Choreographin Doris Marlis, das Bühnenbild kreiert Charles Quiggin, die Kostüme Thomas Kaiser und das Lichtdesign Michael Grundner, der am Theater bereits »Jesus Christ Superstar« ins rechte Licht setzte.

Castvorstellung mit (v.l.:) Anne Welte, Adrian Werum, Thomas Kaiser, Christian Peter Hauser, Juliane Bischoff, Katja Thost-Hauser, Wolfgang DeMarco, Todd Schroeder, Patrick Stanke

Castvorstellung mit (v.l.:) Anne Welte, Adrian Werum, Thomas Kaiser, Christian Peter Hauser, Juliane Bischoff, Katja Thost-Hauser, Wolfgang DeMarco, Todd Schroeder, Patrick Stanke
Foto: Birgit Bernds

Patrick Stanke mit einer Kostprobe als William Wallace im Theater am Marientor DuisburgFoto: Birgit Bernds

Patrick Stanke mit einer Kostprobe als William Wallace im Theater am Marientor Duisburg: ›This Is My Home‹
Foto: Birgit Bernds

Die Titelrolle des Schotten William Wallace verkörpert Patrick Stanke, seinen englischen Widersacher Sir Thomas Lancaster spielt Andrea Matthias Pagani, dessen intrigante Frau Juliane Bischoff (Lady Lancaster). Der englische König Edward I., den Christian Peter Hauser verkörpert, kehrt dem bürgerkrieggefährdeten England den Rücken und führt Krieg mit Frankreich. Sein Land vertraut er Lancaster an, dem er auch erlaubt, an den Schotten ein Exempel zu statuieren. Denn diese verweigern dem englischen König die Steuern und den Treueeid. Insbesondere Wallace will lieber im Freiheitskampf sterben, als unter der Knechtschaft Englands zu leben.

Die Schotten gewinnen 1297 die Schlacht bei Stirling gegen das englische Heer unter Führung des gefürchteten Schatzmeisters des englischen Königs, Hugh de Cressingham (n.N.). Gemeinsam mit Andrew de Morray (n.N.) ist William Wallace siegreich und wird zum Idol des schottischen Freiheitskampfes.

Christian Peter Hauser (König Edward I.), Todd Schroeder (Komponist und Buch), Patrick Stanke (William Wallace)Foto: Birgit Bernds

Christian Peter Hauser (König Edward I.), Todd Schroeder (Komponist und Buch), Patrick Stanke (William Wallace)
Foto: Birgit Bernds

Nachdem Edward auch gegen Frankreich keinen Erfolg hatte, sich einem Zweifrontenkrieg ausgesetzt sieht und sich in finanzieller Not befindet, rät die intrigante Lady Lancaster ihm zu einer Heirat mit einer Halbschwester des französischen Königs, um so einen Friedensschluss zu erreichen. Doch auch Schottland sucht die Verbindung mit Frankreich und Wallace erscheint mit einer schottischen Delegation am Hof des französischen Königs. Die gegenseitige Anziehung und Sympathie zwischen ihm und Margarethe von Frankreich, gespielt von Jil Clesse, führt zu einem Bündnis Frankreichs mit Schottland, dessen Unabhängigkeitsstreben sogar der Papst unterstützt. Heimgekehrt nach Schottland, wird Wallace der Titel »Guardian of the Scots« verliehen und ein großes Fest gefeiert. Das böse Erwachen bringt ein morgendlicher Überraschungsangriff der Engländer, die diesmal von Edward I. persönlich angeführt werden. Dank der englischen Langbogen, die es den Engländern erlauben, ihre Gegner aus sicherer Entfernung zu attackieren, werden die Schotten vernichtend geschlagen. Nur Wallace und ein paar Getreuen gelingt die Flucht in die Highlands.

Erneut rät Lancester, der Wallace noch mehr demütigen will, Edward, Margarethe zu heiraten. Unter Druck des Siegs der Engländer reist Margarethe von Frankreich zur Hochzeit mit einem Mann, in dessen Erzfeind sie verliebt ist. Ihre Vertraute Jeanne de Saint-Martin (n.N.) rät ihr jedoch, sich zu fügen und einen Neuanfang zu machen.

Als Wallace, der vergeblich nach Mitstreitern im Guerilla-Krieg gegen England sucht, von der Hochzeit erfährt, fühlt er sich verraten und erst recht in seinem Freiheitskampf bestärkt. Nach der glanzvollen Hochzeit von Edward I. und Margarethe, Königin von Frankreich, in Canterbury. erfährt Margarethe, dass alles versucht wird, um Wallace aufzuspüren und hinzurichten.

In Glasgow versammeln sich die meisten schottischen Adeligen und Clanführer, um dem englischen König ihren Treueeid zu leisten. Die Freunde von Wallace hoffen, auch ihn dazu bewegen zu können. Helfen soll ihnen die neue englische Königin. Doch das geheime Treffen mit Wallace wird verraten. Der Held wird verhaftet und in den Kerker geworfen. Er soll eine letzte Chance bekommen, sich zu unterwerfen, doch er zieht den Tod vor. Damit ist eine Legende geboren.

In weiteren Rollen spielen Matthias Schiemann (Mr Short) und Anne Welte (Mrs Short) sowie Birgit Widmann (Zofe), Thijs Kobes und Mariano Skroce.

Die Proben beginnen im September 2019, bevor im November Premiere gefeiert wird. Geplant sind 95 Vorstellungen im Theater am Marientor.

Katja Thost-Hauser???

Katja Thost-Hauser
Foto: privat

»Freiheit ist unser höchstes Gut«
Regisseurin und Co-Autorin Katja Thost-Hauser im Interview

United Musicals: Wie kam es zu der Idee, aus dem Film »Braveheart« ein Musical zu machen?

Katja Thost-Hauser: Die Idee, über den Freiheitskämpfer William Wallace ein Musical zu machen, gab es bereits vor dem Film. Der Film ist von 1995 und die Idee besteht schon seit Anfang der 1990er Jahre. Wir beschäftigen uns also schon sehr lange mit dem Thema und mit der Zeit wurde es immer intensiver. Die Geschichte hat sich in den Jahren auch immer mal wieder etwas verändert. Dann hat mich Wolfgang DeMarco gefragt, ob ich das mit ihm machen möchte.

UM: Sie waren also von Anfang an in die Entstehung involviert?

KT-H: Ja, genau.

UM: Wie lange war dann letztendlich der Zeitraum der Entstehung? Sie haben bestimmt einiges von dem wieder verworfen, was Anfang der 90er entstanden war?

KT-H: Nein, das kann man so nicht sagen, denn es war von damals an ein stetiger Werdegang. Wir (Wolfgang DeMarco, Todd Schroeder & Katja Thost-Hauser, Anm. d. Red.) kennen uns alle schon sehr lange und sind natürlich auch älter geworden, wodurch man einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte bekommt. Wir haben aber kontinuierlich daran gearbeitet, es war nicht so, dass es dazwischen mal eine Pause von 5 Jahren gab. Intensiviert hat es sich jetzt so seit ca. einem Dreivierteljahr.

UM: Auf der Webseite von »Wallace« steht, dass es ein Familienmusical sein wird. Wenn man an den Film denkt, weiß man, dass dieser ein Schlachtenepos war.

KT-H: Richtig. Aber wir machen Musical und unser Hauptaugenmerk liegt nicht darauf, wie er hingerichtet worden ist, sondern was William Wallace bewegt hat und warum er für viele Leute immer noch ein Held ist.

UM: Gibt es demnach überhaupt keine Kampfszenen?

KT-H: Doch, es wird auch diese geben, weil William Wallace dafür bekannt ist, dass er mit diesem großen Schwert, dem Zweihänder, gekämpft hat. Mir geht es aber nicht darum, zu zeigen, was passiert, wenn man miteinander kämpft – das weiß man ja. Das Blut muss nicht bis in die 1. Reihe spritzen.

UM: Was ist für Sie das Besondere an dieser Geschichte?

KT-H: Das ist einfach zu beantworten: Freiheit ist das größte Gut. Wir sind so glücklich, in einem Land zu leben, das seit 1945 keinen Krieg mehr erlebt hat und vergessen manchmal, was Freiheit bedeutet. William Wallace hat für sie gekämpft. Gerade erleben wir in Deutschland und Österreich Bestrebungen, die Pressefreiheit einzuschränken, wie wir es schon einmal hatten. Die Bedrohung der Freiheit an allen Fronten ist deshalb für mich das besondere Thema, das äußerst aktuell ist.

UM: Also kann man dieses Stück auch auf die heutige Zeit beziehen?

KT-H: Absolut. Ich finde den Inhalt so aktuell wie nie zuvor. Ich bin Österreicherin, wenn ich da an die derzeitige politische Lage denke, ist das Thema so aktuell wie nie zuvor. Wir haben korrupte Poliker, wie sich nicht erst an der Geschichte mit dem Ibiza-Video gezeigt hat.
Wir Frauen dürfen seit 100 Jahren wählen, eine letztlich noch junge Errungenschaft. Davor war eine Frau wie zur Zeit von Wallace fremdbestimmt, was Heirat und Meinungsäußerung betrifft. Wie gesagt: Die Freiheit ist unser höchstes Gut und William Wallace hat sein ganzes Leben um sie gekämpft.

UM: Was weiß man über William Wallace?

KT-H: Man weiß, historisch gesehen, nicht viel über ihn. Man geht davon aus, dass er 1270 geboren wurde und am 23. August 1305 hingerichtet worden ist. Patrick Stanke hat für diese Rolle das perfekte Spielalter.
Die Wallace-Legende wird vermutlich durch seinen grauenhaften Tod begründet, denn er wurde gevierteilt. Da es im Mittelalter noch kein Facebook oder andere Medien gab, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, hat man zur Abschreckung auf besonders grausame Art und Weise getötet.

UM: Wie transportiert die Musik die Geschichte? Gibt es für jeden Charakter eine typische Musik?

Castvorstellung mit (v.l.:) Anne Welte, Adrian Werum, Thomas Kaiser, Christian Peter Hauser, Juliane Bischoff, Katja Thost-Hauser, Wolfgang DeMarco, Todd Schroeder, Patrick StankeFoto: Birgit Bernds

Castvorstellung mit (v.l.:) Anne Welte, Adrian Werum, Thomas Kaiser, Christian Peter Hauser, Juliane Bischoff, Katja Thost-Hauser, Wolfgang DeMarco, Todd Schroeder, Patrick Stanke
Foto: Birgit Bernds

KT-H: Oh ja, natürlich. Zum Beispiel freue ich mich riesig, dass Anne Welte dabei ist. Sie spielt Mrs Morvan Short und das ist eine Komikerpartie. Jedes gute Stück benötigt doch eine solche komische Rolle. Jede Tragödie wird ja erst dadurch zur Tragödie, weil sie auch ein Stück Comedy in sich hat. Es wird also wunderbar komische Momente geben, aber auch eine Liebesgeschichte, denn diese braucht auch jedes gute Stück und dann hier den Freiheitsgedanken.
Musik erreicht das Herz viel mehr als das gesprochene Wort. Es ist natürlich ein Unterschied, ob der König oder William Wallace singt und das wird man in der Musik auch hören.
Zudem werden wir wunderschöne Tanzszenen im Stück haben. Es gibt ja das schottische Volk, mit dem eine ganz andere Atmosphäre hineinkommt als in den Szenen am englischen oder französischen Hof. Man wird an der Musik sehr deutlich hören, wo die Geschichte gerade spielt.

UM: Warum sollen unsere Leser dieses Stück unbedingt anschauen?

KT-H: Suchen wir nicht alle am Ende eines Tages nach etwas Erholung? Ich möchte nicht, dass die Zuschauer aus dem Theater gehen und ausschließlich daran denken: Wo habe ich mein Auto geparkt? Sie sollen etwas für sich aus der Geschichte mitnehmen, auch wenn es nur ist: Waren die Tanzszenen und Kostüme hübsch! Oder sie sich über die Kampfszenen freuen.
Schön wäre es auch, wenn die Menschen sich überlegen, ob sie nicht wieder – im Sinne der Geschichte – öfter mal aufstehen sollen und nicht nur abwarten was passiert.

Wolfgang DeMarcoFoto: Birgit Bernds (Ausschnitt)

Wolfgang DeMarco
Foto: Birgit Bernds (Ausschnitt)

»Ich habe auch nie aufgegeben, der einzige Unterschied zwischen uns ist: Ich lebe noch«
Wolfgang DeMarco (Buchautor, Liedtexter & Produzent)

United Musicals: Als Buchautor können Sie unseren Lesern vielleicht schon etwas mehr erzählen als die Darsteller, die Ihre Bücher noch nicht in Händen halten.

Wolfgang DeMarco: Die Bücher bekommen sie dann erst Ende August, sie sind aber inzwischen fertig eingerichtet.
Wir erzählen eine Geschichte über die Liebe, Leidenschaft, Macht und Gier, aber auf familientaugliche Art und Weise. Weil mich alle fragen: Es geht doch um Krieg, wie kann man dieses Thema umsetzen? Es gibt ein gutes Beispiel: »Miss Saigon«. Da laufen auch keine Napalm-verbrannten vietnamesischen Kämpfer über die Bühne. Für alle, die es sich also nicht vorstellen können, es gibt schon ein Musical, das trotz dieses Themas sehr erfolgreich ist. Diesen Weg wollen wir auch gehen. Wir wollen Menschen darstellen, auf der einen Seite die Freiheitskämpfer, auf der anderen diesen König Edward I.
William Wallace tut das, was er macht, mit Leidenschaft, aber auch der König erledigt seine Angelegenheiten mit Passion. Er ist nicht der Böse, denn er handelt in dem, was er machen muss, als König. Es gibt Regeln für einen König, die er befolgen muss. Und dass dann, zwei Monate nachdem Wallace in Frankreich war, die Blume von Frankreich vom englischen König geheiratet wird, ist nicht ungewöhnlich: Das war Staatsräson. Das hat er nicht absichtlich gemacht, um Wallace zu übervorteilen, sondern das haben die Lancasters im Hintergrund schlau eingefädelt. Der König selbst ist nicht der Böse. Es sind immer seine Ratgeber, die das als wunderbaren Vorteil gesehen haben, um weitere Intrigen zu schmieden und selbst an mehr Macht zu gelangen.

UM: Wie kamen Sie auf die Idee, sich diesem Freiheitskämpfer zu widmen, denn Ihre Idee ist ja schon älter als der Film »Braveheart«?

WDM: Vor 25 Jahren hat das noch niemand verstanden, jetzt verstehen alle, warum mich Wallace so interessiert hat. Ich habe auch nie aufgegeben, der einzige Unterschied zwischen uns ist: Ich lebe noch.
Ein Freund von mir hat immer gesagt, er kennt die ultimative Steigerungsform von Passion: passioniert … passionierter … Wolfgang DeMarco. Egal, wenn du auf die Schnauze fällst, nicht liegen bleiben, sondern wieder aufstehen und deinen Weg weitergehen. Deswegen verstehen 25 Jahre später viele, warum ich dieses Thema gewählt habe.

UM: Erzählen Sie uns mehr über die Liebesgeschichte im Stück.

WDM: Wir erzählen keine Bussi-Bussi-Liebesgeschichte, sondern eine Liebesgeschichte auf einem ganz anderen Niveau. Margarethe ist die Halbschwester des französischen Königs. Sie muss sich ihrem Schicksal fügen und Edward heiraten, obwohl sie eigentlich von einem weißen Ritter träumt. Für sie ist der weiße Ritter William Wallace und sie will ihn retten. Er aber steht zu seinem Stolz und seiner Passion.

UM: Wer sind die weiteren Charaktere?

WDM: Die andere Dame im Stück ist die Lady Lancaster, die Gattin von Sir Thomas Lancaster, dem wichtigsten Ratgeber des Königs, aber in Wirklichkeit will er den König loswerden. Das Schlimmste was diesem passieren kann ist politische Stabilität. Im Lauf des Stücks stellt sich dann heraus, wer wirklich die Fäden zieht.
Dann gibt es die Leute im Wallace-Camp, das sind alles lustige Menschen, die viel feiern. Da ist Anne Welte dabei als Mrs Short, die mehr Mann im Camp ist als alle anderen Männer.
Wir zeichnen mit unseren Charakteren ein Bild, bei dem die Leute sagen: Die kenne ich, die wohnt bei mir zwei Häuser weiter. Wir schaffen diese Menschen, weil wir Theater für Menschen machen. Wo Menschen sind, da sind Emotionen und da irgendwelche abgehobenen Geschichten zu machen, in denen sich niemand wiederfindet, das interessiert nicht und das wird man sich nicht anschauen. Also haben wir versucht, jeden einzelnen Charakter so zu erstellen, dass man sagt: Den kenne ich.

UM: Haben Sie sich den Komponisten des Stücks selbst ausgesucht? Oder wie kam es zu der Zusammenarbeit.

WDM: Mit Todd Schroeder hat alles angefangen. Wir haben uns vor 25 Jahren in einer Bar in Chicago kennengelernt. Er hat da ein Lied gespielt und ich habe ihn gefragt, ob wir in Kontakt bleiben können, damit ich mit seiner Musik etwas machen kann? Und jetzt, 25 Jahre später, sitzt er hier und wir haben gemeinsam diese Show geschrieben. Außerdem arbeiten wir zusammen an weiteren Projekten.

Einige O-Töne 

Patrick Stanke (William Wallace)
William Wallace ist jemand, der Eigenschaften hat, die mir auch wichtig sind. Er kämpft gegen Ungerechtigkeit und für die Freiheit seines Volkes. Wenn bei mir etwas ungerecht zugeht im Leben, kann ich auch nicht stehen bleiben, dann muss ich da eingreifen.
Ich wurde von Wolfgang DeMarco angefragt, ob ich das machen möchte. Es ist ein großes Glück, wenn ein Autorenteam eine Rolle auf einen zuschreibt, wie es mir damals in St. Gallen bei »Artus – Excalibur« geschehen ist. Ich freue mich deshalb sehr, diese Rolle spielen zu dürfen.

Juliane Bischoff (Lady Lancaster)
Lady Lancaster ist die Intrigantin am Hofe Edwards I. und die Gegenspielerin des Gegenspielers von William Wallace, das wird sehr spannend. Sie hat nicht viel Gutes im Sinn, aber das hat Edward ja auch nicht.
Die Bösen sind immer spannende Rollen, denn jeder von uns hat doch gute und auch weniger gute Seiten. Während ich im Privaten ein umgänglicher Mensch bin, kann ich jetzt mal alles andere auf der Bühne rauslassen.

Anne Welte (Mrs Morvan Short)
Ich weiß bis jetzt, dass die Rolle sehr komisch sein wird, aber auch ernst. Ich liebe es, diese zwei Seiten eines Menschen, die zwei Seelen in seiner Brust, zu spielen. Die Madame Thenardier in »Les Misérablés« ist auch so ein Charakter.
Ich weiß auch noch nicht, wie groß die Rolle sein wird, denn das Buch wurde erst fertig gestellt, als klar war, wer welche Rolle spielt und dann nochmal auf die Person angepasst.
Ich habe heute noch zu unserer Regisseurin, Frau Thost-Hauser, gesagt, wie glücklich ich bin, in meiner Karriere zwei Rollen kreieren zu dürfen. Zuerst die Rebecca in »Tanz der Vampire« und hier nun die Mrs Short.
Außerdem kehre ich zurück an dieses wunderbare Theater am Marientor, das extra für »Les Misérables« gebaut wurde und in dem ich Madame Thénardier spielen durfte.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.
unitedmusicals.de