»In Oberhausen ist die Show endlich das geworden, was sich das Kreativteam vom Broadway immer gewünscht hat« – Josh Strickland, der neue Tarzan, im Kurzinterview

Josh Strickland, ab Mitte Mai 2017 der neue Tarzan in Oberhausen. Foto: Birgit Bernds

Josh Strickland, ab Mitte Mai 2017 der neue Tarzan in Oberhausen. Foto: Birgit Bernds

Josh Strickland kommt aus Charleston in South Carolina und kreierte die Rolle des Tarzan in dem Disney-Musical mit der Musik von Phil Collins am Broadway. In den USA hat er außerdem unter anderem Mark und Roger in »Rent« auf Tournee gespielt und stand in Las Vegas in »Peepshow« und Elvis in »Las Vegas – Die Show« auf der Bühne. Er sang zusammen mit Pop-Größen wie Shania Twain und arbeitete mit dem Jazz-Musiker Kevin Mahogany auf dem Spoleto Festival USA.
Ab Mitte Mai 2017 feiert er sein Deutschlanddebüt in der Rolle des Tarzan auf der Bühne des Metronom Theaters in Oberhausen.

United Musicals: Zuerst einmal herzlich willkommen in Deutschland. Sind Sie zum ersten Mal in Deutschland bzw. in Europa?

Josh Strickland: Nein, ich war vor sechs Monaten schon in Berlin und habe mich dort erstmals mit dem deutschen Text befasst. Vor allem mit der Phonetik und der Aussprache. Vor vier Wochen bin ich dann nach Oberhausen gekommen und genieße es sehr, jetzt hier zu sein.

UM: Wie schwierig ist es für Sie, in einer anderen Sprache zu spielen?

Josh Strickland bei den Proben zu TarzanFoto: Birgit Bernds

Josh Strickland bei den Proben zu Tarzan
Foto: Birgit Bernds

JST: Ganz zu Anfang war es schon ein Stück weit erschreckend, aber ich sehe eine Chance darin, etwas Neues auszuprobieren, die Geschichte, die wir alle kennen, in einer anderen Sprache neu zu erzählen. Ich tauche ganz in diese neue Erfahrung ein, um die Sprache zu fühlen, zu schmecken und das Ganze dann umzusetzen und zum Leben zu erwecken.

Zudem freue ich mich darüber, dass ich auf diese Weise ein weiteres Publikum erreichen kann.

UM: Sie haben Tarzan am Broadway kreiert. Wie kam es zu Ihrem Engagement hier in OB?

JST: Das war wirklich ein Zufall. Ich habe mit Jeff Lee, der für Disney Theatricals arbeitet, einige Konzerte gemacht. Er ist der Regisseur der Original-Show am Broadway und auch der in Oberhausen. Jeff hat mir von dieser Produktion erzählt und wie sie sich seit damals verändert hat, dass sie frischer und spektakulärer ist und auch, dass es noch mehr Flüge gibt und hat mich gefragt, ob ich Lust hätte, die Rolle noch einmal zu spielen.

Ich war ganz begeistert von dem, das was ich hörte, habe mich in die deutsche Sprache gestürzt, festgestellt, dass mein Gehirn sie aufnimmt und ich sie mit meinem Körper verinnerliche. Ich bin nun bereit für die Bühne hier in Oberhausen und freue mich darauf, die Geschichte, nun auf Deutsch zu erzählen.

UM: Die neue Flugbahn hier im Theater unterscheidet sich von der ursprünglichen am Broadway? Ist sie wirklich viel länger als damals?

»Tarzan« im Metronom Theater Oberhausen Foto: Birgit Bernds

»Tarzan« im Metronom Theater Oberhausen
Foto: Birgit Bernds

JST: Oh, ja, der Flug von ganz hinten ist atemberaubend und spektakulär. Diese Produktion bringt insgesamt durch anderen Flugmöglichkeiten ein ganz neues Leben in die Show.

Mit der Zeit hat sich die Show weiterentwickelt und dieser Dschungel mit all den Wesen, die hier auftauchen, zieht einen wirklich in seinen Bann und die Atmosphäre hier ist etwas ganz Besonderes.

In Oberhausen ist die Show endlich das geworden, was sich das Kreativteam vom Broadway immer gewünscht hat.

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