Bundeswettbewerb Gesang Berlin – Finalrunde I – Tag 2

Tag 2 - Hauptwettbewerb Musical

Auch heute gab es eine weitere Finalrunde (1.) im Bundeswettbewerb Gesang Berlin. Nachdem gestern die Junioren (Geburtsjahre 1993 bis 1998) ihr Können im Konzertsaal der UdK Berlin zeigen konnten, standen heute die Teilnehmer des Hauptwettbewerbes auf der Bühne (Geburtsjahre 1987 bis 1992).
Wie die Junioren wurden auch sie durch eine fachkundige Jury seit Oktober in Vorauswahlen in Augsburg, Darmstadt, Hagen und Berlin ausgewählt.

Sophia Euskirchen Foto: Juliane Blume

Sophia Euskirchen mit ›Nachtklubsängerin‹ Foto: Juliane Blume

10:00 Uhr

Den Anfang machte Feline Zimmermann mit dem tänzerischen ›Easy Money‹ aus dem Musical »The Life« von Cy Coleman und Ira Gasman (Musik & Liedtexte) sowie David Newman (Buch). Und auch mit ›Walzer für Niemand‹ von Sophie Hunger zeigte sie eine beachtliche Leistung.

10:26 Uhr

In ›Nachtklubsängerin‹ konnte Sophia Euskirchen mit frecher Berliner Schnauze und herrlichem »Denglisch« das Publikum zum Schmunzeln bringen und zeigte dieses Talent auch in ›Ich kann kochen‹ aus dem Musical »On the Town«. Aber auch mit ruhigeren Tönen mit ›Irgendetwas fehlt‹ aus »Letterland« von Thomas Zaufke und Peter Lund bewegte sie.

 

 

 

 

Katharina Beatrice Hierl mit ›Ja Schatz‹ Foto: Juliane Blume

Katharina Beatrice Hierl mit ›Ja Schatz‹
Foto: Juliane Blume

10:42 Uhr

Dem Kabarettisten Bodo Wartke machte Katharina Beatrice Hierl mit ihrer Version von ›Ja Schatz‹ weibliche Konkurrenz und stellte amüsant klar, dass ihr Liebhaber sie besser nicht betrügen sollte … als ob sie sich letztlich gegen ihn durchsetzen könnte.
Doch auch ihre bayrische Version von ›Wie Du‹ aus dem Musical »Elisabeth« und ›Bleib geheimnisvoll‹ aus »Der Raub der Mona Lisa« waren eindrucksvoll.

10:52 Uhr

Ebenfalls einen Song aus dem Musical »Elisabeth – ›Irrenhausballade/Nichts, nichts, gar nichts‹ – sang Hanna Mall. Vorher glänzte sie jedoch mit ›Gimme Gimme‹ aus dem eher unbekannteren »Thoroughly Modern Millie« von Jeanine Tesori (Musik) und Dick Scanlan (Buch). Und auch ihre Interpretation von ›Mein Herr‹ aus »Cabaret« war stark.

 

 

 

 

Anthony Curtis Kirby mit

Anthony Curtis Kirby mit ›So sieht das aus‹ Foto: Juliane Blume

11:05 Uhr

Nach einer Reihe von weiblichen Interpreten folgte Dennis Hupka mit einem märchenhaften ›Riesen über uns‹ aus »Into the Woods«. Danach brachte er sein Publikum mit einer fränkischen Version von ›Greased Lightning‹ und dem Chanson ›In meiner Badewanne bin ich Kapitän‹ von Peter Igelhoff zum Lachen.

11:20 Uhr

Vor der ersten kurzen Pause betrat Anthony Curtis Kirby die Bühne und ihm gelang mit Sarah Connors ›Halt mich‹ einer der schönsten Gänsehautmomente. Aber auch mit den Up-tempo-Song ›So sieht das aus‹ aus »Hairspray« und ›Abendbrot‹ aus »Du bist in Ordnung, Charlie Brown« zeigte er sein beachtliches Talent.

12:00 Uhr

Lisa Toh präsentierte den ersten Auftritt nach der Pause mit ›Long John Blues‹, im Original von Dinah Washington, und machte deutlich, dass auch sie ein Solo verdient hat – mit ›Was ist mit meiner Show passiert‹ aus »Monty Python’s Spamalot«.

 

 

 

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Benjamin Oeser mit ›Hallo kleine Frau‹ Foto: Juliane Blume

12:10 Uhr

Der nächste Kandidat, Benjamin Oeser, präsentierte seine ganz eigene Version von ›Sweet Transvestite‹ im Original aus »The Rocky Horror Show«. Und als böser Wolf verführte er in Hut und Mantel in ›Hallo kleine Frau‹ mit warmem Timbre.

12:25 Uhr

Karen Müllers Version von ›Rosenkrieg‹ – Im Original von Annett Louisan – war herrlich süffisant, und so wunderte es kaum, dass sie nach so einem »Reinfall« mit einem stimmlich starken ›Holding Out For a Hero‹ von Jim Steinman und Dean Pitchford nach einem neuen Helden sehnte.

12:35 Uhr

Ihr folgte Denise Lucia Aquino mit ihrem ersten Song, einer entschleunigten Version von Gnarls Barkleys ›Crazy‹. Dem schloss sich einer der bekanntesten Musicalsongs – ›All That Jazz‹ aus »Cabaret« – an, in dem sie mit ihrem Ausdruck brillierte.

 

 

 

Jan Rekeszus

›Onestly Sincere‹ von Jan Rekeszus Foto: Juliane Blume

12: 46 Uhr

Die facettenreiche Präsentation von Jan Rekeszus war eine der besten an diesem Nachmittag:
Seine zeitgemäße Version des ›Jet Song‹ – im »Erkan & Stephan«-Style – aus der »West Side Story«, die er mit Marc Ravenhills Texten aus »Shoppen & Ficken« modernisierte, ›Ich lass mir meinen Körper schwarz anpinseln‹ von Friedrich Hollaender und sein ›Onestly Sincere‹ (aus »Bye Bye Birdie«), mit dem er glatt als Elvis-Imitator auftreten könnte, waren durchweg unterhaltsam und stimmlich sehr stark.

13:08 Uhr

Peter Schmids ›Leo’s Statement: It’s Hard to Speak My Heart‹ aus dem Musical »Parade« und
›Kalte Füße‹ aus »Vier Hochzeiten und ein Musical« waren vollauf gelungen und sein Song aus »Der Glöckner von Notre Dame« bewegte besonders durch seine sanfte Stimmfärbung.

 

 

 

 

15:10 Uhr

Merlin Fargel mit

Merlin Fargel mit ›The Prayer‹ Foto: Juliane Blume

Nach der Mittagspause zeigte Nicolo Soller mit dem energiegeladenen ›Renn, Freiheit renn‹ aus »Pinkelstadt«, einem ruhigen französischen Chanson und seinem bewegenden ›The Prayer‹ aus dem Musical »The Scarlet Pimpernel« einen abwechslungsreichen Auftritt.

15:18 Uhr

Ihm folgte Merlin Fargel mit starker Präsens besonders in seiner Interpretation von ›Was hat sie nur an sich?‹ aus Andrew Lippas »The Wild Party«.

 

 

 

 

 

 

 

Und das waren sie – unsere Eindrucke der ersten Finalrunde des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin. Morgen findet die 1. Finalrunde des Hauptwettbewerbs in der Kategorie »Chanson‹ statt und am Donnerstag und Freitag folgen das 2. Finale und die Endausscheidung. Wer gewonnen hat, erfahrt ihr in unserem Artikel zum Preisträgerkonzert in der nächsten Ausgabe der blickpunkt musical und auf www.bwgesang.de.

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