If I Sing‘ – Thomas Borchert feat. Carin Filipčić

Thomas Borcherts persönliche Musicalreise

6. September 2011 – Altonaer-Theater um 20:00 Uhr
mit Thomas Borchert
und Carin Filipčić
Am Flügel: Marina Komissartchik

borchert-if-i-sing_05Im Rahmen der Konzertreihe ‚Musicalstars in Concert‘ konnte das Hamburger Publikum am 6. September 2011 Thomas Borchert mit seinen größten Musicalerfolgen erleben. Mit Carin Filipčić als Gast und Marina Komissartchik am Flügel wurden die Zuschauer für gute zwei Stunden auf eine musikalische Reise von ‚Jekyll & Hyde‘, über ‚Buddy Holly‘ zu ‚Tanz der Vampire‘ geschickt und konnten die Höhepunkte aus den jeweiligen Shows genießen.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Titellied If I Sing und schnell wurde klar, wenn Thomas Borchert singt, möchte man sich einfach zurücklehnen und seiner wunderbaren, vollen Stimme und berührenden Interpretation der Songs zuhören. Es folgte Dies ist die Stunde aus „Jekyll & Hyde“, womit Thomas Borchert in Wien erfolgreich war. Aber eben in Wien — was ihn zur Aussage:  „endlich wieder in Hamburg“, bewegte. Seit seinem letzten Engagement in Hamburg im Jahre 2003 war er hauptsächlich in Wien und St. Gallen zu sehen. Erst für ‚End of the Rainbow‘ kam er zurück in die Hansestadt. Deshalb freute es ihn umso mehr, wieder in Hamburg zu sein und auch endlich die ganze Familie versammelt zu haben.

borchert-if-i-sing_04Nach einer kurzen Überleitung stellte er dem Publikum Carin Filipčićvor, die mit ihm das Duett Nimm mich wie ich bin, ebenfalls aus ‚Jekyll & Hyde‘, sang. Mit Ein neues Leben hatte sie ihr erstes Solo des Abends und begeisterte mit ihrer tollen Darbietung. Kennengelernt haben sich Thomas Borchert und Carin Filipčić in Duisburg bei ‚Les Misérables‘. Aus diesem Stück kam auch der nächste Titel Bring ihn heim. Jean Valjean zu spielen, sei für ihn eine große Herausforderung gewesen und er war sehr glücklich, diese Rolle spielen zu dürfen. Für das Publikum gab es damit an diesem Abend einen weiteren gesanglichen Höhepunkt.

Nach London hat es Thomas Borchert im Laufe seiner Karriere auch verschlagen. Am West End konnte man ihn Open Air in ‚Gigi‘ erleben, und an diesem Abend gab er den gleichnamigen Titel aus dem Stück, geschützt im Theater vor dem unberechenbaren Hamburger Wetter, zum Besten.

borchert-if-i-sing_03Die weitere Musicalreise führte wieder nach Wien: Mit Schließ dein Herz in Eisen ein wurde der ‚Mozart!‘- und gleichzeitig der Kunze/Levay Block eröffnet. Anschließend an Borcherts gefühlvollen Vortrag, berührte Carin Filipčić mit Gold von den Sternen das Publikum. In diesem Rahmen wurden auch gleich einige Anekdoten erzählt, z.B. durfte Thomas Borchert in ‚Elisabeth‘ tatsächlich einmal in einer Show sowohl die Rolle des Lucheni, als auch die des Todes spielen. Aus diesem Anlass gab es als Finale des ersten Teils ein kleines Medley aus Kitsch und Der letzte Tanz. Beides selbst begleitet von Thomas Borchert am Flügel, der sein eigenes Arrangement der Stücke präsentierte.

Zu Beginn des zweiten Teils kam Marina Komissartchik zurück an den Flügel und beeindruckte wieder einmal durch ihre einzigartigen Fähigkeiten am Klavier, indem sie die Ouvertüre aus ‚Das Phantom der Oper‘ spielte und das Publikum glauben ließ, es höre ein ganzes Orchester.

borchert-if-i-sing_02Es folgte eine wunderschöne Interpretation der Musik der Nacht, und sowohl Marina Komissartchik als auch Thomas Borchert erhielten großen Applaus.

Der Untertitel des Programms könnte auch „Singen macht glücklich“ lauten. Das wurde an diesem Abend unter Beweis gestellt, denn das Publikum durfte ebenfalls singen, und nach der Ankündigung „Die Borchert-Chöre gehen auf Tour“ war der ganze Saal erfüllt von Lachen.

Mit Jung, schön und geliebt wurde auch ein Titel aus Evita dargeboten bis die Reihe der Grafen eröffnet wurde:

Mit Niemals allein, einem Duett aus ‚Der Graf von Monte Christo‘, zeigten Carin Filipčić und „der ewige Graf“ Thomas Borchert, wie gut sie miteinander harmonieren.

Die Talente eines Thomas Borchert liegen nicht nur im Gesang und am Klavier. Nein, mit seinem Auftritt als Buddy Holly, mit Brille, zeigte er auch sein Können an der Gitarre und brachte die Zuschauer auf Touren.

Ihm folgte Carin Filipčić mit Wär‘ ich der Wind aus „Dracula“. Erneut war Thomas Borchert als Graf — nunmehr ‚Dracula‘ — zu hören, mit einem anrührenden Je länger ich lebe.

borchert-if-i-sing_01Für die perfekte Überleitung zum Ende des Konzertes sorgte er dann auch mit dem nächsten Grafen, deren Reihe bei ihm kein Ende nehmen will, aus der Show, die sich in Deutschland aber dem Ende zuneigt: ‚Tanz der Vampire‘. Graf von Krolock wurde angekündigt und erneut durfte das Publikum Teil der Vorstellung werden. „Sei bereit!“, sang es Carin Filipčić zu, die dann gemeinsam mit Borchert Totale Finsternis sang. Allerdings eine Version, die sehr zum Schmunzeln anregte, da beide Sänger viel Spaß an ihrer Aufgabe und miteinander hatten … auch wenn der Text dabei einmal kurz verloren ging.

Natürlich durfte auch das große Solo des Grafen nicht fehlen und Die unstillbare Gier wurde das Finale des zweiten Teils — grandios gesungen und interpretiert von Thomas Borchert.

Die Zuschauer dankten es mit großem Applaus und nicht enden wollenden Zugabe-Rufen.

Von den Zugaben gab es ganze drei Stück: Sweet Transvestite spielte Thomas Borchert wieder selbst am Flügel und begleitete auch das Duett Somewhere mit Carin Filipčić aus ‚West Side Story‘. Auch das war dem Publikum noch nicht genug, und so kam man noch in den Genuss des Wildschwein-Duetts.

Dieser Konzertabend ging leider viel zu schnell vorbei, wird aber hoffentlich nicht der einzige Besuch in Hamburg bleiben.

Derzeit ist Thomas Borchert in der Stadt des Michels in dem musikalischen Theaterstück ‚End of the Rainbow‘ als Pianist und Schauspieler zu erleben.

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