Strikt, klar und einfach – Interview mit Markus Pol über »Elisabeth« (2009 Frankfurt)

Markus Pol verkörpert in ‚Elisabeth‘- Die wahre Geschichte der Sisi‘ den österreichischen ‚Kaiser Franz Joseph‘. Der gebürtige Wiener war bereits während der großen Japan-Tournee dabei und wurde vom Original-Kreativteam der Wiener Uraufführung auch für die Neuinszenierung von ‚Elisabeth‘ in Berlin (2008) besetzt. Seit dem 22. Oktober 2009 bereist er mit ‚Elisabeth‘ Deutschland und Österreich. Vor einer Doppelshow in Frankfurt sprach der Darsteller über seine lebendige Auseinandersetzung mit Geschichte, die Erarbeitung der Figur und sein Verständnis von Theater.

Foto: Bigit Bernds

Foto: Bigit Bernds

um: Sie haben den ‚Kaiser Franz Joseph‘ vor der Elisabeth-Tournee bereits in Japan gespielt, danach kam die Neuinszenierung in Berlin. Wie haben Sie sich ursprünglich auf die Rolle vorbereitet und was war Franz Joseph für ein Mensch?

MP: Ursprünglich ist gut, ich bin ja Wiener und da kann man sich dem Ganzen nicht wirklich entziehen. Franz Joseph begegnet einem in Wien einfach auf Schritt und Tritt. Dann ist Geschichte ein Steckenpferd von mir und ich habe einiges in dieser Richtung gelesen. Direkt mit seiner Person auseinandergesetzt habe ich mich schon hauptsächlich über die Literatur. Da ich aber denke, dass man Menschen immer am besten über ihre Umgebung, in der sie gelebt haben, erkennt, sah ich mir das ‚Hofmobiliendepot‘ und die Räumlichkeiten in Schönbrunn an. Da lustwandelte ich sozusagen auf des Kaisers Spuren. Ich glaube, das war für mich eine der schönsten Vorbereitungen auf die Rolle. Da erfährt man dann noch etwas mehr und ich war sehr beeindruckt von der Art, wie er lebte. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir sein Arbeitszimmer und auch sein Schlafzimmer, das seine Person großartig auf den Punkt bringt. Darin steht ein Sekretär und dann ist da ein schlichtes einfaches Holzbett. Das war’s. Mir wurde klar: Der stand jeden Tag um 6:00 Uhr auf und saß um halb Sieben hinter seinen Akten. Er war der höchste Beamte im Kaiserreich, genauso wie er es auch im Stück ist. Er war eher Beamter als irgendetwas anderes. Wenn ich ihn charakterisieren sollte, würde ich sagen, er hat sich als Mensch seiner Pflicht komplett untergeordnet. Luxus oder ähnliches waren ihm fremd. Franz Joseph war es einzig wichtig, für den Staat da zu sein, seine Arbeit zu haben und eine Schlafstätte. Das war für mich einfach das schönste Bild für ihn. Und so will ich ihn auch auf der Bühne herüberbringen: strikt, klar und einfach.

um: So ist Geschichte ganz nah und lebendig.

MP: Ja, das war besonders schön. Das hat man nicht immer, dass eine Figur, die man spielt, einfach da ist, gelebt hat und so viel erzählt, dem man nur nachzugehen braucht. Sonst muss man Äquivalente suchen, schauen, wie wäre es, wenn…hier forderte einen die Figur auf, ihrem Leben zu folgen.

um: Wenn Sie ‚Kaiser Franz Joseph‘ jetzt auf der Bühne darstellen, wie sehen Sie ihn im Verhältnis zu ‚Tod‘ und ‚Elisabeth‘?

MP: Für mich ist es wichtig, dass von Anfang an ein Gleichgewicht zwischen Tod und Franz Joseph besteht. Es soll deutlich werden, dass Elisabeth sich entscheidet. Ist diese dramatische Fallhöhe gegeben, dann spielt sich der Rest des Stückes fast von alleine. Wenn Franz Joseph am Anfang zu weich oder ein bisschen zu unschlüssig agiert, und nicht von Anfang seine Sache klarlegt, dann ist für Sisi ohnehin klar, dass sie sich dem Tod ergibt. (grinst) Dem Tod muss sich schließlich jeder irgendwann einmal ergeben, das ist zwangsläufig so, aber bis dahin kann man sich im Leben noch etwas entscheiden. Es ist wichtig, das irgendwie beim Spielen herauszuarbeiten.

um: Agiert Franz Joseph Elisabeth gegenüber deshalb besonders hart? Als sie das erste Mal ihren Mann bittet, sie vor der Erzherzogin zu beschützen, hält er ihre Hände ganz fest und sagt ihr frei formuliert: „Reiß Dich zusammen!“

'Nichts ist schwer' Foto: AOF / Anne Meuer

‚Nichts ist schwer‘
Foto: AOF / Anne Meuer

MP: Richtig. Lieb sein ist gut und schön (lacht), aber jetzt nicht, Nein, das geht für Franz Joseph einfach nicht. Er bittet sie immer wieder, ihre Pflicht zu tun. Schon ganz am Anfang in der Gondel bei Nichts ist schwer legt er ihr klar dar, was sie erwartet. Sie lässt sich darauf ein, also muss sie die Regeln seines Lebens auch mitspielen. Dass hier seine Mutter eine (holt tief Luft)…, ich sag mal, etwas erdrückendere Persönlichkeit ist, als ich ihr das vielleicht geschildert habe…das mag sein. Damit hat sie vielleicht nicht gerechnet. Dennoch gehört es dazu, sich dem höfischen Leben zu unterwerfen. Das sind die Pflichten und sie muss es einfach lernen. Man kann einem Kind auch nicht nur sagen: „Nun greif nicht auf die Herdplatte“, sondern manchmal muss man den Finger einfach wegziehen. Das Verhalten gegenüber Elisabeth, das ich spiele, entspricht Franz Josephs Charakter.

Ich komme hier noch einmal zu meinen Studien zurück. Franz Joseph zeigte sich auch innerhalb der Familie ganz hart. Das Schicksal hat ihn allerdings auch heftig gebeutelt. Er verlor ja nicht nur Sisi, sondern auch Rudolf und Sophie. Nach Rudolf sollte dann Franz Ferdinand den Thron besteigen, sein Neffe, der sich mit einer nicht standesgemäßen Adeligen eingelassen hatte. Franz Joseph war von dieser Disziplinlosigkeit so erschüttert, dass er das Attentat auf Franz Ferdinand als „gottgewollt“ bezeichnet hat, weil „das so etwas auf den Thron kommt, das hätte ihm sowieso nicht gefallen.“ Außer Staat und Pflicht stand für ihn Standesbewusstsein an oberster Stelle. Das wurde ihm so indoktriniert und man muss bedenken, er erlebte die Revolution 1848, als hier in Deutschland die Hölle los war, auch in Frankreich – das war ein Flächenbrand. Überall haben sich die Nationen zusammengeschlossen. Er hat alles dran gesetzt, jede Anarchie im Keim zu ersticken.

Es gibt Historiker, die sagen, Franz Joseph habe zwei Fehler gehabt, seine Jugend und sein Alter. Er war einerseits einfach noch zu jung oder noch zu unerfahren, und andererseits dann aber auch zu lange im Amt. Zur Erneuerung, das sieht man am Konflikt mit Rudolf, war er einfach nicht fähig. Er hat lieber seine Berater ausgetauscht, als seine Meinung zu ändern. Und das war der Anfang vom Ende.

Doch von der Geschichte zurück zur Rolle:
Franz Joseph verlangt von Elisabeth, dass sie klar kommt mit dem, was von ihr erwartet wird. Er reflektiert sein Handeln nicht und genauso muss ich es auch herüberbringen. Dadurch, dass ich etwas nicht spiele, das man erwartet, stelle ich die Figur dar. Franz Joseph hat so gut wie keine expressiven Momente, er kann auch nicht irgendwie mal abrocken oder Gefühle rauslassen. Er macht seine Gefühle deutlich, indem er zeigt, wie er sie unterdrückt.

um: Zeigt Franz Joseph in seinem Albtraum nicht noch am meisten Gefühl, als der Tod ihm vor Augen führt, was er plant?

Im Gespräch Foto: Bigit Bernds

Im Gespräch
Foto: Bigit Bernds

MP: Richtig, da bin ich dann am Boden, aber schon während der letzten zwei Szenen im ersten Akt, vor ihrem Schlafzimmer geschieht etwas. Deshalb ist es um so wichtiger, dass Franz Joseph vorher so streng ist, damit er dann seine Fassung so richtig verlieren kann. Das ist der Kunstgriff: Um ihn im Stück noch sichtbarer zu machen, versuche ich ihn vorher so strikt und klar wie möglich zu zeigen, um dann seine Fassade bröckeln zu lassen. Bei Elisabeth, mach auf mein Engel, will er einfach nur zu ihr – es ist dringlich (lacht). Harry Kupfer hat mir hier sehr deutlich gesagt, was Franz Joseph in diesem Moment möchte.

Franz Josephs Linien sind gut, weil sie ganz klar sind. Hier setze ich sogar die Linie vom Tod fort, das ist auch mal ganz witzig (grinst). Trotzdem ist meine Figur auch hier klar und die Melodie im Schlafzimmer ist sehr getragen. Deshalb muss ich immer etwas dagegen anspielen, aber auch nicht zu viel, denn der Grundcharakter der Musik darf nicht verloren gehen.

um: In einer Elisabeth-Kritik wurden Sie als der „Belcanto“ der Aufführung bezeichnet.

MP: (schmunzelt) Ich muss die Linien benutzen, sagen wir es mal so. Andererseits, eigentlich höre ich das immer eher umgekehrt: „Du hast gut gespielt“. Das ist für mich ganz wichtig. Trotzdem schön, ich bin zufrieden.

um: Die Kritiken zu Elisabeth waren insgesamt sehr gut.

MP: Gott sei Dank und richtig, denn das Stück hat ja wirklich Hand und Fuß, und es ist einfach toll. Deswegen kann man sich ja auch in dieser Weise darüber unterhalten. Um den Kreis noch zu schließen: Als Franz Joseph vor dem Schlafzimmer steht, wird sein Flehen: „Jetzt mach auf!“ dringlicher, mal forsch mal verzweifelt. Das ist im Prinzip seine erste kleine Kapitulation. Deshalb muss ich den Kunstgriff anwenden und mein Bestes dazutun, dass es interessant wird und nicht langweilig. Da darf er dann auch Haltung verlieren. Er steht dort auch nicht mehr ganz so steif. Die Form hat er natürlich, denn man hat früher auch als Mann Korsetts getragen. Aus der Uniform komme ich nicht raus. Wenn man sich die anzieht, ist man einfach in einer gewissen körperlichen Verfassung oder wird in eine solche gedrängt, auch wenn wir kein Korsett tragen (lacht). Die Uniform ist aber schon passgenau gearbeitet, der hohe Kragen, alles ist sehr eng. Trotzdem kann ich an dieser Stelle etwas von meiner Haltung verlieren.

um: Sie spielen hier mit verschiedenen ‚Elisabeth‘-Darstellerinnen und haben auch sonst schon mit einigen gespielt. Wie stellen Sie sich darauf ein?

MP: Man spielt immer anders, immer! Die schönste Art für einen Schauspieler, Kollegen zu finden ist, wenn sie einfach auf einen eingehen. Es geht immer nur zu zweit, und man spielt eigentlich nie sich selbst, sondern immer nur den anderen. Es ist auch für den Zuschauer viel lustiger, nicht zu sehen, aha, der ist jetzt müde (gähnt und streckt sich), sondern, wie ich versuche, die Müdigkeit zu unterdrücken. Es wird für das Publikum viel spannender, wenn ich versuche, Dich zu spielen. Meine Befindlichkeit ist ja ohnehin da. Auf der Bühne kommt es darauf an, wie mein Gegenüber – wie die Elisabeth – reagiert. Annemieke van Dam spielt die Rolle viel zickiger als beispielsweise Alice Macura. Alice macht Elisabeth etwas weicher und da muss ich dann nicht so forsch vorgehen. Da reicht es, wenn ich sag: „Versteh mich doch“. Annemieke hält mehr dagegen. Letztendlich hängt alles an der Dreickssituation mit dem Tod. Ist der Tod stärker, müssen auch wir mehr spielen, ist er mal auf einem anderen Trip…ist es anders. Unser Zusammenspiel ist immer auch von der Tagesverfassung abhängig. Es gibt gewisse Dreh- und Angelpunkte, die müssen erfüllt werden, die sind fix. Da müssen wir hin, aber der Weg dorthin kann über rechts oder links führen.

um: Ist es nicht auch das, was ein interessiertes Musicalpublikum sieht? Es geht ja nicht darum, dass jemand seinen Finger oben oder unten hat. Da passiert doch viel mehr.

Wir zeigen Konflikte, mit denen sich die Menschen identifizieren können. Foto: Bigit Bernds

Wir zeigen Konflikte, mit denen sich die Menschen identifizieren können.
Foto: Bigit Bernds

MP: Stimmt, es passiert dann viel mehr. Das Ganze hat auch etwas von einer Kettenreaktion, das eigene Spielen setzt sich im Gegenüber fort.

um: Das ist Theater.

MP: Genau, wir spielen Konflikte. Das ist es, was uns interessiert, was wir zeigen wollen. Uns interessiert ja in diesem Moment kein schöner perfekter durchchoreographierter Showtanz. Das kann das MDR-Fernsehballett machen…das ist auch schön. Wenn ich aber doch ein bisschen mehr haben will, dann sind Konflikte notwendig. Bei einem guten dramatischen Werk sind Konflikte einfach vorprogrammiert, wenn nicht, ist es Pflicht des Schauspielers oder Regisseurs, Konflikte einzubauen, um das Ganze zum Leben zu erwecken.

Elisabeth war, ich sage das gerne, eine der ersten emanzipierten Frauen; damit passt sie auch in diese Epoche, denn es war ja auch die Zeit von Bertha von Suttner (Anm. der Redaktion: Frauenrechtlerin 1843-1914). Der „Feminismus“ fing damals schon etwas an. Das Stück ‚Elisabeth‘ enthält alles: Liebe, Tod, Sehnsucht. Und jeder von uns kennt doch auch die Situation : Ich muss etwas tun, das ich nicht machen will – dieses Eingezwängtsein und sich daraus befreien wollen. Das kann ganz banal sein: Wenn man beispielsweise zu Hause sitzt und sagt: „Ich mag diese Sendung jetzt nicht anschauen, bitte, gib mir die Fernbedienung!“ Solche Kleinigkeiten werden in unserem Stück auf die Spitze getrieben. Es sind einfach Dinge, die jeden ansprechen, Konflikte, die man von sich kennt, oder auch in seinem Umfeld erlebt hat. Damit kann man sich dann identifizieren, und deshalb kommt man bei dem Stück auch so sehr mit oder wird geradezu hineingezogen. Unlängst durfte ich mir das Stück auch endlich einmal wieder selbst ansehen – das letzte Mal hatte ich es am Anfang von Berlin gesehen…und ich muss wirklich sagen: Chapeau an meine Kollegen, es war richtig fett, es war gut. Auch der Ton in der alten Oper war jetzt sehr schön.

um: ‚Elisabeth‘ ist für Sie ja ein Longrun geworden. Wie gewinnen Sie der Figur immer neue Facetten ab?

MP: Ich konnte mir früher auch nie vorstellen, so lange Zeiträume wie jetzt ‚Elisabeth‘ zu spielen, vor allem nur ein Stück. Ich sah mich eher im wechselnden Repertoire, entweder an einem Haus oder von Produktion zu Produktion wechselnd, wie es das an Stadttheatern gibt. Die Erfahrung mit ‚Elisabeth‘ hat mich dann doch etwas Anderes gelehrt. Es ist jedes Mal immer wieder neu und anders, wenn du auf die Bühne raus gehst. Man muss das Ganze jeden Tag neu erleben und immer wieder eine Top Leistung bringen. Du musst überprüfen, dass alles sitzt. Und dadurch, dass Kollegen, Spielorte und auch die Ton-Verhältnisse wechseln, muss man sich immer wieder darauf einstellen und jede Vorstellung ist ein kleines Abenteuer. Man kann Besonderes erleben: Es gibt immer mal wieder so einen Aha-Moment. Das ist dann witzig, auch mit den Kollegen. Da heißt es hinter der Bühne: „Ha! Wieder was Neues“, oder, „da passiert doch immer noch etwas.“ Wichtig ist, dass man immer dran bleibt. Dann wagt man sich in seiner Rolle immer ein Stückchen weiter aufs Glatteis. Je öfter man spielen kann, desto einfacher kann das gehen. Manche Leute meinen, da kommt die Routine und alles ist immer gleich. Im Gegenteil, je mehr Sicherheit, je mehr Basis du in einer Rolle hast, desto eher sagst du: „Schaun wir mal!“ (lacht). Und das ist mir hier auch schon einmal passiert, dass ich ein größeres Risiko eingegangen bin. Auf einmal kamen Emotionen hoch, wie ich sie sonst nur aus dem intensiven Probenprozess kenne. In diesem Fall muss man entweder lachen oder weinen – da gibt es verschiedene Typen, oder es bleibt einem der Text weg und man überlegt: ‚Was war da?‘ Dieses Erlebnis hatte ich bei einer der letzten Vorstellungen in München. Das war in eben der Schlafzimmer-Szene. Ich habe so sehr empfunden, dass Franz Joseph zu Elisabeth möchte und nichts anderes für ihn zählt und ging dann nach hinten, um zu sagen: „Sei die Frau, die mich…“, dann war es weg, vergessen. Ich fing noch an zu überlegen: „begehrt?“…und dann habe ich nur noch „ELISABETH“ gesungen. Es war so herrlich, weil Sophie Blümel, unser Dance Captain, im Publikum saß und mitschrieb. Sie guckte total erstaunt, „Hat der was?“ Und das kann dir nach 300mal Rollenspiel passieren.

um: Aber es gibt doch gewiss auch mal Abende, wo man denkt, ich hätte jetzt auf alles Lust, aber nicht darauf da jetzt hinauszugehen. Wie motiviert man sich dann, wieder voll da zu sein?

"Das ist schon manchmal hart, Disziplin gehört leider dazu." Foto: Bigit Bernds

„Das ist schon manchmal hart, Disziplin gehört leider dazu.“
Foto: Bigit Bernds

MP: Klar, das kennt jeder aus seiner Arbeit. Das Schlimme ist eher der Zeitraum davor, so die halbe Stunde, bevor man ins Theater muss. Wenn man zu Hause oder woanders ist und sagt: „Nee, ich mag jetzt da nicht wirklich weg. Es ist gerade so eine gemütliche Runde, da möchte ich jetzt lieber sitzen und gemütlich weiter schwofeln“, aber man muss halt. Dann geht es in die Maske, man zieht sich um und mit jedem Schritt zieht es einen weiter in die Figur und das Stück hinein.

um: Wie erleben Sie die Tour, wechselnde Spielorte und Hotelzimmer?

MP: Es ist schon abschreckend, zugleich aber auch toll. Ich war noch nie in Frankfurt oder in Bremen und es ist schön, Deutschland einmal näher kennenzulernen. Es gibt so wunderschöne Flecken in Deutschland, auch die unterschiedlichen kulinarischen Genüsse interessieren mich. Ich versuche das immer auch mitzunehmen. Das muss einfach sein, obwohl wir nicht zu sehr viel kommen, da wir achtmal die Woche spielen, in Frankfurt sogar drei Wochen neunmal. Das ist schon manchmal hart, Disziplin gehört leider dazu (lacht). Vor ein paar Jahren war es vielleicht noch leichter möglich, zu sagen: Man geht in einer Runde noch gemütlich auf ein Bierchen. Da war man mal länger unterwegs, aber jetzt muss man wirklich brav nach Hause, Schlafen gehen und sobald man irgendwie einen Anflug von Unwohlsein hat gleich eine Aspirin Komplex (lacht) und ins Bettchen.

um: Das schränkt das Privatleben schon sehr ein.

MP: Das stimmt. Ein Privatleben ist dann schwierig. Ich habe eine ganz liebe Freundin, die mir jetzt noch nachreisen kann, da sie im Stadium ihrer Diplomarbeit ist, aber sie wird dann dieses Jahr auch mit dem Job beginnen und dann wird’s halt schwieriger. Deswegen werde ich den Sommer dann auch in Wien verbringen und schauen, dass ich in Wien wieder ein paar Sachen mehr mache. Man braucht viel Verständnis vom Partner. Es ist ein Spagat zwischen Leidenschaft zum Beruf und Privatleben. Mir ist das Private schon recht wichtig, und ich mag auch nicht von einer Gelegenheit zur anderen hüpfen, sondern ich bin da eher gesettelter (lächelt). Man setzt sich schon auch mit Vorhaben wie Familie auseinander und darum muss man sich dann auch kümmern, auch da muss man Entscheidungen treffen, genau wie im Job. In welche Richtung geht’s jetzt? Man kann nicht immer unterwegs sein, sondern muss auch mal da sein. Es ist nicht leicht, leider.

um: Wie gehen Sie mit der Aufmerksamkeit der Fans um?

MP: Es trifft mich in meiner Rolle nicht so extrem. Ich finde die Leute bis jetzt sehr sehr nett und lieb, sie sind meistens auch eher zurückhaltend. Es gab nur einmal einen Vorfall in Berlin, wo ich sagen musste: „Das geht jetzt nicht!“ Ich ging da vorbei und hörte dann nur: „HALT! STOPP! ZURÜCK!“, und ich: „…Moment!….Mensch!..vielleicht mal mit Bitte, oder so? Einfach nur Respekt?“ Aber sonst ist es sehr schön, ich bekomme auch manchmal sehr liebe Briefe und versuche auch, sie zu beantworten. Dennoch bin ich nicht unbedingt jemand, der an der Stage Door steht und sagt: „Wer will ein Autogramm (breitet die Arme aus)?“ Das gibt’s auch. Außerdem bekomme immer wieder Anfragen von Schülern, die sich mit dem Thema befassen, oder auch bei ihrer Arbeit damit zu tun haben. Sie fragen nach meiner Sicht und wie es ist, die Figur und ihre Zeit auf die Bühne zu bringen. Das ist dann ganz spannend und ich finde es immer sehr schön.

um: Sie haben ‚Elisabeth‘ in ganz verschieden Ländern gespielt. Reagiert das Publikum in der Schweiz anders als in Deutschland oder Japan?

"Es ist so schön, wenn man die Begeisterung spürt und sie teilen kann." Foto: Bigit Bernds

„Es ist so schön, wenn man die Begeisterung spürt und sie teilen kann.“
Foto: Bigit Bernds

MP: Ich sage es mal so: Bei den emotionalen Szenen, da sind wir Menschen. Da gibt es keine Ländergrenzen. Das Publikum ist generell von Tag zu Tag unterschiedlich, wie die Zusammensetzung immer eine andere ist. Mal sind die Zuschauer etwas ruhiger, was nicht heißen muss, dass sie schlafen, sondern sie sind einfach gepackt…das kenne ich auch von mir selbst, dass ich denke: ‚Jetzt nicht klatschen, ich möchte wissen, wie es weiter geht.‘ Beim Schlussapplaus wird die Reaktion des Publikums dann für uns greifbarer. Dieser ist durch die Bank in Frankfurt ganz toll. Es gibt kaum Abende, an denen es keine Standing Ovations gibt. Das ist auch für den Darsteller das Schönste, wenn das geschieht. Das ist wirklich das Brot des Schauspielers. Man fühlt sich auch irgendwie ein bisschen geehrt. Ich habe dann immer sehr viel Respekt und denke: ‚Danke, dass ich das machen und spielen darf!‘ Es ist so schön, wenn man die Begeisterung spürt und sie teilen kann.

Wirklich Unterschiede in der Reaktion des Publikums habe ich bei den politischen Aussagen gespürt. Da wurde in der Schweiz schon anders mit umgegangen als in Österreich oder Deutschland.

um: Seit Berlin ist ja auch die Szene ‚Hass‘ besonders hart. In Essen war sie etwas zurückgenommen. Im Publikum spürt man gerade in dieser Szene eine extreme Stimmung, klatscht man oder lieber doch nicht?

MP: In der Schweiz wurde an dieser Stelle öfter geklatscht. Der Zugang ist ganz klar ein anderer, weil das Land nicht direkt betroffen war.

um: Die Symbolik geht wirklich schon bis zu einer Art ‚Hakenkreuz‘.

MP: Das ist Harry Kupfer (lacht). Die Behauptung ist gewagt, aber man kann sie aufstellen. Es fußt schon aufeinander und ich finde es besser, man macht eine klare Aussage, als dass man nur andeutet. Wenn Leute sagen, es gefällt ihnen nicht, dann hat man auch etwas erreicht. Es ist ein Statement und das ist wichtig für jede Rolle. Wenn man sich für diesen Beruf des Regisseurs entscheidet, muss man lernen, Entscheidungen zu treffen. Ob diese dann gut geheißen werden, ist eine andere Frage, aber der, der inszeniert, muss sich einfach entscheiden. In Produktionen, wo dieser Entscheidungswille fehlt, merkt man das sofort.
Ich vertrete diesen Standpunkt, auch wenn ich mich an eine Aufführung von ‚Frühlings Erwachen‘ aus dem Schauspielhaus Zürich erinnern kann, von der ich anfangs entsetzt war. Das war eine Fernsehübertragung. Ich hatte nur kurz reingezappt und blieb dann hängen. Das ganze Stück über spielten die Personen frontal ins Publikum, haben sich nie berührt, nie angesehen und das bei ‚Frühlings Erwachen‘, wo es ja um ein bisschen mehr geht. Es gefiel mir nicht und doch konnte ich nicht wegschalten und habe es mir bis zum Ende angesehen. Irgendwie hatte die Inszenierung dann doch eine eigene Qualität. Die konsequente Aussage war: Sie können noch gar nichts miteinander anfangen und dadurch hat jeder für sich einfach nur probiert, ohne sich auf den anderen wirklich einzulassen. Das Ganze gefiel mir im Endeffekt nicht wirklich, aber der rote Faden war klar erkennbar und ich sah, wo der Regisseur hin wollte. Das war okay und brachte mich auf Ideen, wo eine solche Sichtweise mir beim eigenen Spiel helfen könnte. Ich kann mit dieser konsequenten Haltung besser umgehen als mit einem Stück, in dem keine Entscheidung erkennbar ist. Dann denke ich: ‚Sei konsequent. Lass sie Naturalistisch spielen oder lass sie anders spielen, aber es muss klar sein, was Du willst‘.

Das ist einfach auch so toll an Harry Kupfer, dass er so klare Ansagen macht und da bleibt man einfach. Er ist ein ganz Großer!

um: Wie ist es, mit Harry Kupfer zusammenzuarbeiten? Jeder Regisseur arbeitet anders und jeder Darsteller braucht es auch anders.

MP: Ich denke, da müssen sich dann auch die richtigen Mischungen finden. Ein Regisseur, der alles klipp und klar vorgibt, kann mit einem Schauspieler, der einfach gerne viel anbieten möchte, nicht. Beide werden verzweifeln. Harry Kupfer ist auch eher einer, der ganz genau weiß, was er will. Klar, das Stück hat schon eine lange Tradition, und da sind gewisse Sachen, die einfach feststehen. Er weiß, was funktioniert, da kommt man nicht vorbei. Trotzdem kann man eigene Sachen anbieten, oder versuchen, etwas anders zu machen, und da lässt Harry Kupfer einem sehr viel Freiraum. Ich durfte zum Beispiel bei meiner Figur sehr viele Sachen neu machen. Das sind oft nur Kleinigkeiten, aber die sind neu, die hat er mir gelassen. Auch die Kollegen waren ganz dankbar, dass mal wieder ein neuer Impuls da war. Alles ist immer ein Geben und Nehmen. Es gibt ja auch Figuren, die etwas mehr Linie brauchen oder mehr vom Darsteller verlangen. Manchmal geht Sprechtheater und Schauspiel in der Ausbildung ein bisschen unter. Dann muss man selbst sehen, wie man an das wichtige Handwerkszeug kommt. So habe ich privat noch viel gemacht und immer schon sehr zum Schauspiel tendiert. Musical habe ich gemacht, um alle drei Sparten zu beherrschen – in guter alter Hollywood-Tradition sagen wir mal (lacht). Wenn man Gene Kelly oder Fred Astaire oder auch Frank Sinatra nimmt, die konnten alles. Auch Christopher Walken oder Sean Connery haben irgendwann einmal hinten in einem Musical getanzt. Man muss jetzt nicht der Sänger vor dem Herrn sein oder der Tänzer vor dem Herrn, aber gewisse Sachen, etwas Beweglichkeit, Stimme sollten da sein. Und das sieht man auch, die guten Leute können alle ein wenig mehr. Kevin Costner beispielsweise ist auch auf Tour mit seiner Band.

um: In Amerika ist es ja auch üblich, dass Schauspieler immer noch Tanz und Gesang dabei haben.

"Es muss einem unbedingt um etwas gehen." Foto: Bigit Bernds

„Es muss einem unbedingt um etwas gehen.“
Foto: Bigit Bernds

MP: Ja, es gibt nichts Schlimmeres als diese Unart, die in Deutschland und auch in Österreich verbreitet ist: „Schauspieler singen, oder Schauspieler machen auf Chanson“. Wenn jemand dann die Töne nicht trifft, ärgert mich das halt. Ich habe da ja selbst so mein Steckenpferd, mein Jaques Brel-Programm, zu dem ich dann auch Kritiken hatte wie: „wenigstens gut gesungen“ (schmunzelt). Da sind eben auch die Töne da, ich muss nicht immer sagen: „Dann sprech ich das“, sondern „Dann sprech ich das“ (macht es mit einer bestimmten Sprachmelodie vor). Der Ton kann schon enthalten sein, und die Meinung ist dann noch stärker präsent, weil Musik eben da anfängt, wo das Sprechen aufhört. Diesen Grenzbereich auszuloten, ist einfach toll.

um: Neulich brachte August Everding in einer Talk-Runde folgendes Zitat: „Ton und Wort sind Bruder und Schwester“ (Richard Strauß-Oper: Capriccio )

MP: Das ist sehr schön und passend!

um: Haben Sie Lampenfieber?

MP: Ja, aber ich hatte eine Zeit lang keines, und das war nicht gut. Das ist schon etwas länger her. Da geht es einem dann um nichts…und es muss einem unbedingt um etwas gehen. Wie man bei uns in Österreich sagt: Ma darf net um Wurschtsemmerl spielen (Die Redaktion bittet um Nachsicht für ihren Versuch, das Österreichische wiederzugeben). Es muss immer um etwas gehen, ein Verlangen, ein Bedürfnis, Liebe, Tod, Teufel..,alles Mögliche. Solange es um etwas geht, bist du auch sofort wieder ganz da.

um: Können Sie das auch bei Auditions, auf Knopfdruck das Beste geben, wie es ja sein müsste?

MP: Leider nicht immer. Ich bin eher ein schlechter ‚Audition-Geher‘. Mit mir kann man gut arbeiten, ich liebe Auditions, bei den mit den Kandidaten gearbeitet wird, wo wirklich auf einen eingegangen wird, wo es heißt: „So, wir arbeiten jetzt in Richtung Stück.“ Das ist mir lieber, als einfach eine Nummer abzuliefern. Doch auch da ist jeder anders. Für mich müsste es auch so sein, dass Auditions nicht immer nur für die Leute da unten sind, die uns begutachten, sondern im besten Falle auch für mich. Habe ich nicht auch das Recht, mir auszusuchen, ob ich mit dem Herrn oder der Dame da unten arbeiten will oder nicht? Es gibt ja auch Regisseure, bei denen man sehr schnell weiß, da komme ich auf keinen grünen Zweig. Das kann man in einer Probiersituation, einem Workshop auf der Bühne einfach besser herausfinden – ob man da eher auf der Anbieter-Seite oder auf der Erfüller-Seite ist…

um: Ist es Ihnen schon passiert, dass sie das erst festgestellt haben, als die Proben begannen und Sie den Vertrag schon in der Tasche hatten?

MP: Ja, zu einem gewissen Teil schon. Aber nie so schlimm, ich konnte immer damit umgehen – bzw. ich hatte danach halt kein Engagement…Naja, wenn’s nicht passt, dann passt es nicht. Ich habe es leider bei Kollegen erlebt und das ist schlimm – auch für diejenigen, die mit ihnen zusammenarbeiten müssen.

um: Im Moment sprießen bei uns ja die Compilation-Shows sozusagen aus dem Boden, und die Leute, die wenig von Musical verstehen, identifizieren diese leider häufig mit „Musical“ an sich. Wie sehen Sie das?

MP: Ja, das ist leider so. Dazu kommen die ganzen Casting-Shows. Sicher kann man etwas daraus ziehen, aber im großen und ganzen machen sie viel kaputt und produzieren ein falsches Bild. Da geht es immer um einen gewissen Typus und Theater ist viel mehr. Wer sich dem aussetzt, braucht ein paar weitere Komponenten. Das sieht man an den Leuten, die es aus den Castings herüber schaffen. Nach einiger Zeit sind die meisten kaputtgesungen, müssen wegen Stimmproblemen eine Pause machen und man sieht sie dann in ganz etwas anderem. Der einzige, der es geschafft hat, war Alexander Klaws, der erste DSDS-Superstar. Der spielt nicht schlecht und er hat etwas aus seinem Kontakt mit Musical gemacht.

um: Welches sind für Sie als Darsteller und auch Konsument Ihre Lieblingsmusicals?

MP: Ich komme schon eher noch von der älteren Garde. Ich mag die klassischen Musicals aus den Staaten, die schönen Musikfilme mit Gene Kelly beispielsweise. Da gibt es tolle Sachen. Ganz im Kontrast dazu, wollte ich schon immer, seit ich in Bands gespielt habe, die ‚Rocky Horror Show‘ machen. Das steht für mich noch aus. Ich könnte mir da mehrere Positionen denken. Klar, Frank’n’furter ist ne schöne Sache, den habe ich öfters auf Galas gemacht. Für mich könnte seine Darstellung ruhig etwas korrigiert werden, etwas vielschichtiger und nicht so einseitig sein. Der Mann ist nicht so festgelegt. Er will alles und da ist in meinen Augen etwas mehr Begehren.

um: Hören Sie in Ihrer Freizeit auch Musicals oder lieber etwas ganz anderes?

MP: In letzter Zeit bin ich eher auf der Jazz-Seite, aber ich höre durchaus auch Musicals. Man muss ja auch immer wieder up to date bleiben und schauen, was da so passiert und sich die verschiedenen Sachen anhören. Im Prinzip muss ich sagen, ich spiele sehr sehr gerne. Ich singe Musical lieber, als dass ich es höre (lacht). Ein Disney-Musical höre ich mir beispielsweise eher weniger an, das ist zwar schön, aber ich würde es nicht so gerne spielen – wenn müsste man da den Bösewicht spielen. Das wäre dann wieder interessant, aber man kann das, leider Gottes, in unserem Business nicht immer so steuern.

um: Gibt es Lieblingskomponisten oder -autoren?

"Was mich stört, ist, dass so viel schon Dagewesenes auf die Bühne kommt." Foto: Bigit Bernds

„Was mich stört, ist, dass so viel schon Dagewesenes auf die Bühne kommt.“
Foto: Bigit Bernds

MP: Sylvester Levay natürlich und als Autor Michael Kunze. Er hat alles übersetzt, was es so gibt, glaube ich (lacht), aber auch Autor und Komponist Frank Wildhorn hat wunderschöne Sachen gemacht. Und dann natürlich Stephen Sondheim, da kann einfach niemand drüber. Das wäre übrigens auch wieder ein interessantes Musical: ‚Sweeney Todd‘, oder ‚Into the Woods‘. Und wenn ich sage, ich höre Musical, dann doch auch wieder Cole Porter und George Gershwin. Aus Ihren Kompositionen sind wunderschöne Standards geworden und schon eher der Jazz-Richtung anzugliedern. Musical ist halt nicht nur ‚Mamma Mia‘. Was mich stört, ist, dass so viel schon Dagewesenes auf die Bühne kommt. Der ‚Schuh des Manitu‘ war für mich der Gipfel, auch wenn die Kollegen es wunderbar machen. Es ist wirklich große Klasse, aber wenn ich jetzt 7€ für eine Kinokarte oder 1€ für den DVD-Verleih zahle, muss ich nicht 80€ fürs Theater zahlen. Dahin gehe ich, wenn ich etwas anderes sehen will. Da möchte ich dann auch nicht den Film auf der Bühne sehen. Im Film kann man einfach viel mehr Schauplatzwechsel realisieren und näher heran gehen, kann intensivere Blicke herausholen, aber die Menschlichkeit des Theaters macht ganz andere Sachen möglich. Und diese Macht müsste man vielmehr benutzen.

um: Zum Abschluss noch die Frage: Arbeiten Sie an eigenen Projekten? Was ist mit Ihrem Solo-Programm ‚brel a porter‘?

MP: „Brel zum Mitnehmen“, in Anlehnung an ‚Pret a Porter‘. Ich versuche, das in Wien wieder etwas zu lancieren, jetzt auf Tour ist das eher schwierig. Es braucht Zeit und Muße, sich darum zu kümmern. Man muss auch Spielorte finden, und so weiter.

um: Könnten Sie sich eine Solo CD vorstellen?

MP: Ja, so etwas wäre schön. Das würde ich gerne machen, aber man muss von langer Hand planen und auch dazu brauche ich Zeit und Ruhe. Derzeit ist mein Tag sehr ausgefüllt und das ist auch gut so.

Vielen Dank für die lebendige Darstellung Ihrer Arbeit.

Das Interview führten Barbara Kern, Sandra Reichel und als Fotografin: Birgit Bernds.

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