Uwe Kröger presents – NRW Best of Musicals

Eine Hammer Stimmung

NRW Musical Gala Plakat Plakat

  • 28. Juni 2009
  • 20.00 Uhr
  • Hauptbühne am Marktplatz Hamm
  • mit Uwe Kröger, Pia Douwes, Anna Montanaro und Jesper Tydén

 

 

dicht an dicht am Wellenbrecher. Foto: Barbara Kern

dicht an dicht am Wellenbrecher. Foto: Barbara Kern

„Das ist mein Erster!“: Wie ein kleiner Junge freute sich Uwe Kröger über das Maskottchen des NRW-Tages, einen kleinen Stoff-Elefanten, den Markus Wolfslau vom Sängerkreis Hamm Pia Douwes, Jesper Tydén, Anna Montanaro und Uwe Kröger als Gruß der Stadt am Ende der Musical Gala überreichte.

Das Publikum vor der Tribüne an der Pauluskirche hatte Uwe Kröger gemeinsam mit seinen ‚Friends‘ – vom ersten Auftritt an – auf Wellen des Applauses durch das Programm getragen.

Uwe Kröger. Foto: Barbara Kern

Uwe Kröger. Foto: Barbara Kern

Der international bekannte und beliebte Künstler lohnte es den Zuschauern mit vollem Einsatz an Energie und Stimme. Mit einem beginnenden Infekt war er aus Wien gekommen und hatte den vergangenen Abend noch auf der Bühne gestanden, damit er auf dem Marktplatz von Hamm auftreten konnte. „Ich habe mich sehr gefreut und im wahrsten Sinne des Wortes darauf hingefiebert, dass ich heute Abend hier sein kann“ – mit dieser Bemerkung nahm der angeschlagene Entertainer seine fiebrige Angina noch zum Anlass einer unterhaltsamen Einlage.

Zur ausgelassenen Stimmung vor der Hauptbühne trug auch das intensive Zusammenspiel zwischen Uwe Kröger und seinen Sangespartnern bei. Hier standen vier Darsteller auf der Bühne, die den Zuschauern und sich selbst mit ihren Duetten und gemeinsamen Auftritten Spaß bereiteten.

'Die Schatten werden länger'. Foto: Barbara Kern

‚Die Schatten werden länger‘. Foto: Barbara Kern

Der Opener ‚Ich bin nur für die Liebe da‘ wurde zum Motto des Programms. Auch wenn der berühmte Ziehsohn der Stadt erklärte: „Musical besteht nicht nur aus Küssen“, spielt Liebe in all ihren Facetten doch eine wichtige Rolle. Dass den Darstellern eine gewisse Vertrautheit hilft, überzeugend zu sein, stellten Uwe Kröger und seine langjährige Bühnenpartnerin Pia Douwes an diesem lauen Sommerabend mehr als einmal unter Beweis. Gemeinsam mit Jesper Tydén ließ das Dreamteam der Musicalszene die dramatische Liebesgeschichte zwischen der österreichischen Kaiserin Elisabeth und ihrem Tod auf der Bühne zum Leben erwachen.

 

 

'Wenn ich tanzen will'. Foto: Barbara Kern

‚Wenn ich tanzen will‘. Foto: Barbara Kern

Zuerst verführte Uwe Kröger in ‚Die Schatten werden länger‘ den Kronprinzen ‚Rudolf‘ zu einer unheilvollen Entscheidung. Von ‚Elisabeths‘ Sehnsucht nach einer Liebe, die ihr Geborgenheit ohne Fesseln gibt, sang Pia Douwes in ‚Ich gehör nur mir‘ und brachte das Publikum mit ihrer emotionalen Interpretation zum Toben, bevor sich ihre ‚Elisabeth‘ in ‚Wenn ich tanzen will‚ mit dem ‚Tod‘ auseinandersetzte.

Der tödliche Verführer will ihr die Illusion nehmen, dass es eine Freiheit ohne ihn geben könnte. An dieser Stelle verschmolzen Konzert und Stück. Die intensive Beziehung beide Darsteller zu den Rollen, die sie seinerzeit in Wien und Essen geprägt hatten, machte die besondere Faszination ihrer Darbietung aus.

'Gefährliches Spiel'. Foto: Barbara Kern

‚Gefährliches Spiel‘. Foto: Barbara Kern

Uwe Kröger hatte sein Recht als Gastgeber ungeniert ausgenutzt und sich die schönsten und intensivsten Duette der NRW-Musicals mit seinen beiden Bühnenpartnerinnen gesichert. Als verführerisch brutale Seite des ‚Henry Jekyll‘ spielte er mit Anna Montanaro ein ‚Gefährliches Spiel‘, um gleich darauf in der Rolle des ‚Graf von Krolock‘ Pia Douwes zu zeigen, dass die Gier eine entscheidende Triebfeder unseres Lebens ist, auch wenn wir wissen: das Streben nach ewigem Dasein kann zur ‚Totalen Finsternis‘ führen. Im ‚Phantom der Oper‘ strebte er als Mann mit der Maske nach der Liebe seiner ‚Christine‘, bevor er die Frau, die er begehrte mit seiner suggestiven Macht wie einen Engel singen ließ. Hier folgte der glockenklare Sopran der Künstlerin den beschwörenden Worten des Phantoms: „Sing, mein Engel der Muse!“

Pia Douwes. Foto: Barbara Kern

Pia Douwes. Foto: Barbara Kern

Eine ganz andere Dramatik zeigte ihre gefühlvolle Beltstimme in der Rolle der ‚Aida‘, die sich in ‚Easy as Life‘ fragt, wie sie sich die Liebe aus dem Herzen schneiden soll, die sie als versklavte nubische Prinzessin zu dem feindlichen ägyptischen Heerführer ‚Radames‘ empfindet.

Pia Douwes
brachte mit jedem ihrer Soli – nicht nur mit ‚Ich gehör nur mir‘ – ein bewegendes Frauenschicksal auf die Bühne. In ‚Memory‘ war es die nahezu gebrochene und vom Leben gebeutelte Frau, die sich zutiefst nach etwas Ruhe und Geborgenheit sehnt. Selten erklang dieses bekannte Lied aus ‚Cats‘ so schnörkellos und berührend wie bei der Musical Gala in Hamm.

Anna Montanaro. Foto: Barbara Kern

Anna Montanaro. Foto: Barbara Kern

Anna Montanaro erfüllte als zweite der beiden Solistinnen die Bühne mit ihrer kraftvollen Stimme. Sie fügte den musikalischen Lebensbildern starker Frauen mit ‚Jemand wie du‘ das Schicksal der ‚Lucy‘ hinzu, die nicht glauben kann, dass jemandem wie dem ehrenwerten Arzt Dr. Henry Jekyll irgend etwas an einer Prostituierten wie ihr liegt. In ‚Der Sieger hat die Wahl‘ aus dem Musical ‚Mamma Mia‘ glaubt sie als ‚Donna‘, dass es für sie kein eigenes Liebesglück mehr geben kann, nachdem sie das Leben zur allein erziehenden Mutter verdammt hat. Mit Anna Montanaro und Pia Douwes standen Uwe Kröger zwei in Ausdruck und Stimme auf ihre eigene Art ausdrucksstarke Partnerinnen zur Seite. Gemeinsam hatten die beiden starken Frauen sich mit ihrer Duett-Version von ‚All that Jazz‚ aus ‚Chicago‘ ein eigenes Frauenduett geschaffen, in dem sie ihre Liebe zum Tanz auslebten.

Jesper Tydén. Foto: Barbara Kern

Jesper Tydén. Foto: Barbara Kern

Da ein Mann und zwei Frauen zusammen auf Dauer nicht gut gehen kann, hatte Uwe Kröger seinen Freund und Bühnenkollegen Jesper Tydén eingeladen, der das Gleichgewicht wieder herstellte. Da traf es sich gut, dass der gebürtige Schwede auch schon mit beiden Damen auf einer Musicalbühne gestanden hatte. Er führte sich gut ein mit ‚Fortune Favors the Brave‘ aus ‚Aida‘, in dem der junge Heerführer ‚Radames‘ verkündet, dass das Glück allein mit dem Tapferen ist. Der Rock-Pop-Song von Elton John schien dem Sänger direkt auf die Stimme geschrieben zu sein. Auch in seinen starken Duetten mit seinen Bühnenpartnern Anna Montanaro und Uwe Kröger stellte er eine schöne Klangharmonie her und wirkte sehr authentisch in seiner Liedinterpretation. Bei ‚Sind die Sterne gegen uns‘ zeigte er den toughen Heerführer in einem unlösbaren Dilemma. Seine Liebe zu ‚Aida‘ widerspricht ganz offensichtlich dem Plan der Götter, aber alles in ‚Radames‘ wehrt sich gegen die Gefährdung seiner Liebe. Dem Schicksal gegenüber machtlos fühlt sich auch der Student ‚Marius‘ in ‚Les Misérables‘. ‚Dunkles Schweigen an den Tischen‘ lässt ihn in einem Raum zurück, in dem die Stühle an den Tischen leer sind. Die bisher dort saßen, fielen den Revolutionskämpfen zum Opfer.

Schlussapplaus. Foto: Barbara Kern

Schlussapplaus. Foto: Barbara Kern

Menschliche Schicksale, große Liebesgeschichten – das sind die Musicals, die in NRW erfolgreich liefen: Les Misérables, Phantom der Oper, Aida, Elisabeth, Jekyll & Hyde, Tanz der Vampire, um nur einige zu nennen. Uwe Kröger und seine Friends begeisterten das Publikum, das aus nah und fern zum NRW-Tag in Hamm gekommen war, mit einem kleinen, aber feinen Best of Musicals. Unterstützt wurden die Vier von den drei ausgezeichneten Backvocalists Stefanie Tydén, Iris Camaa und Mike Lebar. Den Ton gab Herwig Gratzer mit dem ‚Broadway Sound Orchester‘ an, das Uwe Kröger seit langen Jahren bei seinen Konzerttourneen begleitet. Wenn auch zuweilen etwas zu laut, trug die Band zur Hammer Stimmung der Musical Gala bei.

Die Künstler

Foto: Sabine Hauswirth

Foto: Sabine Hauswirth

Uwe Kröger
wuchs in Hamm/Westfalen auf und studierte an der Hochschule der Künste in Berlin Gesang, Schauspiel und Tanz. Bereits kurz nach seiner Ausbildung spielte er als erster Deutscher im Bochumer ‚Starlight Express‘ die Rolle des ‚Rusty‘. Sein Engagement in ‚Les Misérables‘ führte ihn nach Wien und kurz darauf auch nach Amsterdam. Es folgten Hauptrollen in ‚Jesus Christ Superstar‘, ‚The Rocky Horror Show‘ und ‚Starmania‘. Den großen Durchbruch brachte 1992 ‚Der Tod‘ in der Welturaufführung im Musical ‚Elisabeth‘, eine Rolle, die Uwe Kröger in Wien mitkreierte, um damit auch in Essen und zuletzt in Berlin zu begeistern. Mit dem ‚GI Chris‘ in ‚Miss Saigon‘, ‚Joe Gillis‘ in ‚Sunset Boulevard‘ und ‚Das Biest‘ in ‚Die Schöne und das Biest‘,  ‚Fürsterzbischof Colloredo‘ in ‚Mozart!‘, ‚Burrs‘ in ‚The Wild Party‘ und ‚Maxim de Winter‘ in ‚Rebecca‘ prägte er zahlreiche weitere Hauptrollen in deutschsprachigen Uraufführungen. In Wien spielte er auch den ‚Conférencier‘ in ‚Cabaret‘ und ‚Felix‘ in der Benatzky-Operette ‚Bezauberndes Fräulein‘. Zu den Charakterrollen, die der Künstler in den letzten Jahren verkörperte, gehören auch ‚Javert‘ in ‚Les Misérables‘, ‚Kardinal Richelieu‘ in ‚3 Musketiere‘, ‚Das Phantom der Oper‘ in Essen und ‚Abraham van Helsing‘ in ‚Dracula‘ in Graz. Internationalen Ruhm erwarb sich der Darsteller schon im Jahr 2000 bei der Europapremiere des Musicals ‚Napoleon‘ am Londoner Westend. Neben den Musical-Produktionen steht Uwe Kröger immer wieder gerne als Entertainer und Sänger mit Kollegen auf Konzertbühnen in Deutschland, Österreich und Japan, beispielweise mit Pia Douwes, Maki Ichiro, Jesper Tydén, Maya Hakvoort, Marika Lichter, Anna Montanaro, Karim Kawhatmi, Leah Delos Santos und Anna Maria Kaufmann. Seit Februar 2009 ist er in der deutschsprachigen Österreichpremiere von Frank Wildhorns ‚Rudolf – Affaire Mayerling‘ als ‚Eduard Graf Taaffe‘ zu sehen und wird ab Dezember Gastspiele in seiner Paraderolle als ‚Tod‘ in Frankfurt am Main geben. Mehr Informationen zum aktuellen Engagement, zum Künstler unter www.uwekroeger.com

Foto: privat

Foto: privat

Pia Douwes
begann ihre Ausbildung mit Tanzstudien in London, bevor die gebürtige Niederländerin bei Susi Nicoletti und Sam Cane in Wien und Salzburg Schauspiel, Gesang und Stepptanz studierte. Nach der Ausbildung stand sie erstmals in den ‚Cats‘-Produktionen Wien und Amsterdam auf der Bühne. Es folgten die weibliche Hauptrolle in einer Tourproduktion der ‚West Side Story‘ und die der ‚Fantine‘ in ‚Les Misérables‘ in Amsterdam und Scheveningen. 1992 bedeutete die Welturaufführung von ‚Elisabeth‘ den großen Durchbruch. Pia Douwes kreierte die Titelrolle maßgeblich mit, um in dieser Rolle auch bei den Uraufführungen in den Niederlanden, Essen und zuletzt in Berlin zu begeistern. Weitere Hauptrollen spielte die vielseitige Darstellerin in ‚Grease‘,  ‚Cabaret‘, ‚Evita‘, der ‚Rocky Horror Show‘ und ‚Passion‘. Dazwischen war sie immer wieder auch in Schauspielstücken zu sehen, wie beispielsweise als ‚Jane Eyre‘ im gleichnamigen Theaterstück. Ihre charakteristische Interpretation der ‚Velma Kelley‘ in ‚Chicago‘ führte Pia Douwes 2004 erst ans Londoner Westend, dann an den Broadway. Erste Erfahrung im angelsächsischen Musicalbetrieb hatte sie bereits bei einer konzertanten Aufführung von ‚Sweeney Todd‘ sammeln können. In der niederländischen Welturaufführung des Musicals ‚3 Musketiers‘ prägte sie die Rolle der ‚Milady de Winter‘, deren Profil sie in der deutschsprachigen Uraufführung noch erweiterte. Bis vor Kurzem stand die Künstlerin als ‚Norma Desmond‘ in der niederländischen Uraufführung von ‚Sunset Boulevard‘ auf der Bühne. Neben ihren Musical-Engagements und Konzertauftritten widmet sich die Darstellerin seit einiger Zeit intensiv dem Coaching angehender Darsteller. Mehr Informationen in ihrem Darstellerprofil

Foto: Frank Wesner

Foto: Frank Wesner

Anna Montanaro
studierte Musical an der ‚Stage School‘ in Hamburg. Schon früh spielte sie Hauptrollen in der ‚West Side Story‘  in Mannheim und ‚Grease‘ in Düsseldorf. In der deutschsprachigen Erstaufführung von ‚Chicago‘ in Wien verkörperte sie die ‚Velma Kelley‘ und prägte sie auch bei der Deutschland-Premiere in Berlin. Später begeisterte sie in dieser Rolle auch am Londoner Westend und am Broadway. In Düsseldorf spielte sie erst ‚Sally Bowles‘ in einer Neuinszenierung des Capitol Theaters und später die Titelrolle in der Uraufführung von ‚Das Mädchen Rosemarie‘. Weitere Haupt- oder Titelrollen spielte sie u.a. in ‚Marilyn – das Musical‘ in München und ‚Der Kuss der Spinnenfrau‘ in St. Gallen, ‚Anything Goes‘ in Klagenfurt, in ‚Jesus Christ Superstar‘ bei den Bad Hersfelder Festspielen, ‚Mamma Mia‘ in Essen und ‚Jekyll & Hyde‘ in Köln. Im Herbst 2009 steht Anna Montanaro in ihrem Schauspielstück, Shakespeares ‚Ein Sommernachtstraum‘, im Stadttheater Klagenfurt auf der Bühne.

 

Foto: Birgit Bernds

Foto: Birgit Bernds

Jesper Tydén studierte Gesang am königlichen Musikkonservatorium in Stockholm und Musical an der Theater- und Opernhochschule Göteborg. Noch während der Ausbildung wirkte der gebürtige Schwede in Musicals wie ‚SOS‘, ‚Chess‘ und ‚Les Misérables‘ mit. Sein Deutschlanddebüt gab er als ‚Phoebus‘ in ‚Disneys Glöckner von Notre Dame‘ in Berlin, bevor er das Publikum in seiner Rolle als ‚Erzherzog Rudolf‘ in der Deutschlandpremiere von ‚Elisabeth‘ für sich gewann. In seinen folgenden Engagements, zuletzt als ägyptischer Pharao ‚Tutanchamun‘ in der Weltpremiere des gleichnamigen Musicals und auf der Europa-Tour von ‚La Belle Bizarre du Moulin Rouge‘, bewies Jesper Tydén immer wieder seine Vielseitigkeit als Schauspieler und bestach durch das besondere Timbre seiner Tenorstimme. Ab November 2009 wird er als ‚Toby‘ in ‚Sweeney Todd‘ auf der Bühne des Stadttheaters Klagenfurt stehen. Daneben erwarb sich der Sänger in den letzten Jahren einen Namen als Texter und Komponist. Mit der Band ‚Drunken Sailors‘ hat er zahlreiche Auftritte gemeinsam mit Henrik Westerberg. Mehr Informationen in seinem Darstellerprofil.

MUSIKTITEL INTERPRET/-IN WISSENSWERTES
Bandopener Backvocals:
Mike Lebar,
Stefanie Tydén,
Iris Camaa
Musical-Medley:
mit Elementen aus ‚Cabaret‘ und ‚Chicago‘
Ich bin nur für Liebe da Uwe Kröger Musical: Chicago – Rolle: Billy Flynn
Im Frauengefängnis von Chicago landet Roxie Hart, weil die Vaudeville-Tänzerin ihren Liebhaber umgebracht hat. Sie trifft dort nicht nur auf Velma Kelly, wegen Doppelmord angeklagte Tänzerin,
sondern auch auf den smarten Staranwalt Billy Flynn, der für Geld eine wahre Trickkiste voll Ideen hat, damit seine weiblichen Klienten nicht länger hinter Gittern sitzen. Im Song ‚All I Care About Is Love‘
stellt sich der selbstbewusste Anwalt selbst vor. Dabei weist er weit von sich, im mindesten an Geld interessiert zu sein.
All that Jazz Pia Douwes /
Anna Montanaro
Musical: Chicago – Rolle: Velma Kelley
Velma Kelley arbeitet mit ihrer Schwester in einem exclusiven Tanz-Club. Die Schwestern sind die Sensation. Als Velma Kelley ihren Mann und Schwester im Ehebett erwischt, bringt sie beide um. Danach tritt sie alleine zur allabendlichen Performance an. Während Sie das letzte Mal ‚All That Jazz‘ auf der Bühne singt und tanzt, bringt parallel in den eigenen vier Wänden Roxie Hart ihren Liebhaber um, der sie erpressen wollte. Beide Mörderinnen treffen sich im Frauengefängnis wieder, verlieben sich in Billy Flynn und machen später als Duo eine sensationelle Karriere.
Jemand wie du Anna Montanaro Musical: Jekyll & Hyde – Rolle: Lucy Harris
Die Prostituierte Lucy Harris ist von ‚Jekylls‘ Alter Ego ‚Hyde‘ misshandelt worden und sucht Dr. Jekyll auf, weil er ihr bei seinem Besuch in der roten Ratte seine Karte gab. Dass er sich um sie kümmert, berührt sie. Sie fühlt sich aufgewertet als Frau und ist für einen Moment glücklich.
Gefährliches Spiel Anna Montanaro /
Uwe Kröger
Musical: Jekyll & Hyde – Rollen: Lucy Harris und Edward Hyde
Hyde demonstriert Lucy seine Macht über sie, während sie zugleich angezogen von seiner Zärtlichkeit und abgestoßen von seiner Brutalität ist – zwischen Gewalt und erotischer Faszination – spielen beide ein gefährliches Spiel. In einigen Inszenierungen endet das „Spiel“ mit ihrem Tod.
Easy as Life Pia Douwes Musical: Aida – Rolle: Aida
Die nubische Prinzessin wurde von dem ägyptischen Heerführer Radames gefangen und nach Ägypten gebracht. Trotz ihres Schicksals hat sie sich in Radames verliebt. Dann wird ihr Vater Amonasro als Kriegsgefangener in den Kerker geworfen. Er ist dem Tod geweiht. Als der nubische König bemerkt, dass seine Tochter Zuneigung für einen Feind empfindet, schreit er sie an. Aida ist hin und hergerissen zwischen Pflicht und Liebe – sie sollte Radames hassen, doch sie kann nicht. Wie soll sie sich seine Liebe aus dem Herzen schneiden?
Fortune Favors the Brave Jesper Tydén / Backvocals:
Mike Lebar,
Stefanie Tydén,
Iris Camaa
Musical: Aida – Rollen: Radames und seine Truppe
Radames ist mit seinen Leuten nach Nubien vorgedrungen. Sie haben reiche Beute gemacht und ihm gefällt das abenteuerliche Leben, in dem das Glück dem Tapferen winkt.
Sind die Sterne gegen uns? Anna Montanaro /
Jesper Tydén
Musical: Aida – Rollen: Aida und Radames
Aida sieht keine Zukunft für die gemeinsame Liebe und sagt Radames, dass sie sich nicht mehr sehen dürfen. Radames versteht nicht. Sind die Götter gegen ihre Verbindung, wieso haben sie dann erst die Liebe in seinem Herzen entflammt. Das ist besonders grausam.
Totale Finsternis Pia Douwes /
Uwe Kröger
Musical: Tanz der Vampire – Rollen: Krolock und Sarah
Die junge Sarah kann der Anziehungskraft des Grafen Krolock nicht mehr widerstehen und lässt sich auf die ‚totale Finsternis‘ ein.
Die Schatten werden länger Uwe Kröger /
Jesper Tydén
Musical: Elisabeth – Rollen: Kronprinz Rudolf und Der Tod
Schon als Kind begegnete Rudolf dem großen vermeintlichen Freund – dem Tod. Jetzt treffen sie wieder aufeinander – und in der Luft liegt schon die Ahnung vom Untergang der Habsburger und vom Tod des Kronprinzen.
Ich gehör‘ nur mir Pia Douwes Musical: Elisabeth – Rolle: Elisabeth
‚Ich gehör nur mir‘ bringt die Verzweiflung der jungen Kaiserin zum Ausdruck, die sich von ihrem Gatten Franz Joseph verlassen fühlt. Er gibt wie gewohnt seiner Mutter, Erzherzogin Sophie in allem Recht. Elisabeths Klage ist das zentrale Lied des Musicals, von dem Autor Dr. Michael Kunze einmal sagte: „‚Ich gehör‘ nur mir‘ ist ein Lied, das alles zusammenfasst. Es stellt den Charakter der ‚Elisabeth‘ klar heraus und auch das, was dieser Charakter will, wird verbalisiert wie auch musikalisch gestaltet. Elisabeth wurde von dem spanischen Hofzeremoniell so in die Enge gedrängt, dass ihr keinerlei Freiheiten blieben. Beispielsweise war ihr verboten, Bier zu trinken, zu reiten. Es wurde ihr genau vorgeschrieben, wie sie sich zu waschen, zu schminken, zu kleiden und mit Menschen zusammen zu kommen hatte. Nie war sie unbeobachtet. Als sie ihren Mann hilfesuchend um geringe Freiheiten bittet, weist dieser sie zurück. Daraus ergibt sich die Reaktion: ‚Ihr könnt mich nicht auslöschen als eigene Person, ich gehöre euch nicht.'“
Wenn ich tanzen will Uwe Kröger /
Pia Douwes
Musical: Elisabeth – Rollen: Elisabeth und Der Tod
Elisabeth ist soeben zur ungarischen Königin gekrönt worden. Gegen Erzherzogin Sophie hat sie sich die Vollmacht über die Erziehung ihrer Kinder, allen voran von Kronprinz Rudolf, erkämpft.
Sie fühlt sich stark und will sich aus dem Bannkreis des Todes befreien. Elisabeth glaubt, sie spiele nun nach ihren Regeln, sie will ‚tanzen, wie es ihr gefällt‘. Der Tod aber gibt ihr zu verstehen, dass ihre neue Stärke und Unabhängigkeit nur Schein sind. Sie sei seine Marionette und ihre vermeintlichen Siege nur in seinem Sinne. Es kommt zu einem leidenschaftlichen Kampf zwischen Elisabeth und dem Tod. Elisabeth schwankt zwischen Anziehung und Abscheu.
Jesus Christ Superstar-Medley Backvocals:
Mike Lebar,
Stefanie Tydén,
Iris Camaa
Musical: Jesus Christ Superstar – Rollen: Simon Zealotes, Ensemble
Arrangement aus ‚Ouverture‘ und ‚Simon Zealotes/Poor Jerusalem‘: Simon, der Zelot, fordert Jesus auf, die Begeisterung seiner Anhänger zu nutzen, um sie in einen Kampf gegen die römischen Besatzer zu führen.
Starlight Express Uwe Kröger Musical: Starlight Express – Rolle: Rusty
Die Dampflock ‚Rusty‘ möchte gerne auch an der Lokomotiv-Weltmeisterschaft teilnehmen und die schöne Pearl für sich gewinnen. In seiner Not ruft Rusty den legendären ‚Starlight Express‘ zur Hilfe. Mit seiner Hilfe wird ihm klar werden, dass jeder die Kraft des ‚Starlight Express‘ in sich trägt und alles schaffen kann, wenn er nur auf sich vertraut.
Memory Pia Douwes Musical: Cats – Rolle: Grizabella
Lord Andrew Lloyd Webber schrieb sein Musical nach lehrhaften Gedichten von T.S. Eliot, insbesondere nach dem Vers-Buch ‚Old Possum’s Book of Practical Cats‘ (1939).
Die alte Katze Grizabella, einst schön und begehrt, beklagt ihre Einsamkeit. Als sie jung war, hatte sie der Sippe den Rücken gekehrt, weil sie glaubte, etwas Besseres zu sein. Nach vielen negativen Erfahrungen ist sie zurückgekehrt, aber jeder meidet sie. Schließlich erlaubt ihr der weise Anführer der Katzen, Old Deuteronomy, zu bleiben. Sie träumt von einem neuen Morgen, fern von den traurigen Erinnerungen.
Phantom der Oper Uwe Kröger /
Pia Douwes
Musical: Das Phantom der Oper – Rollen: Christine Daaé und Das Phantom
Das Phantom dringt durch den Spiegel in Christines Garderobe ein und entführt sie in sein unterirdisches Reich unter der Pariser Oper. Dort lebt der entstellte Mann mit der Maske, dessen ganze Liebe der Musik gilt. In Christine hat er sein Medium für die Stimme der Musik gefunden. Christine steht in seinem Bann. Das Phantom lehrte sie Gesang – jetzt soll sein ‚Engel der Muse‘ für ihn singen.
Der Sieger hat die Wahl Anna Montanaro Musical: Mamma Mia – Rolle: Donna
Donna lebt mit ihrer Tochter auf einer griechischen Insel. Wer ihr Vater ist, hat sie ihrer Tochter Sophie nie erzählt, auch weil sie sich selbst nicht sicher ist. Als Sophie die potentiellen Kandidaten aus Mutters Tagebuch ohne deren Wissen einlädt, kommt es zu schicksalshaften Begegnungen. In Donna kommen alte Sehnsüchte und schmerzhafte Erinnerungen hoch…
Dunkles Schweigen an den Tischen Jesper Tydén Musical: Les Misérables – Rolle: Marius
Marius ist dank Valjeans Rettung und Javerts Gerechtigkeitssinn als einziger von den revolutionären Studtenen übriggeblieben. Er starrt auf die leeren Tische, an denen er sich noch vor Tagen mit seinen Kameraden traf und Pläne für die Zukunft schmiedete. Verzweifelt klagt er die Toten an, dass sie ihr Leben weggeworfen haben. Mit seinen Erinnerungen werden die Toten noch einmal lebendig, um dann endgültig ins Jenseits zurückzukehren.
Stern Uwe Kröger Musical: Les Misérables – Rolle: Javert
Inspektor Javert schwört, den flüchtigen Sträfling Jean Valjean zu stellen. Vollkommen überzeugt, das Richtige zu tun, fühlt er sich als Vertreter Gottes auf Erden, in dessen Namen er nicht eher ruhen wird, bis Valjean wieder hinter Gittern sitzt.
Zugaben
Thank You For The Music/
Danke für die Lieder
alle Musical: Mamma Mia
Sophie holt all ihre potentiellen Väter auf die griechische Insel, auf der sie mit ihrer Mutter Donna lebt. Vor ihrer Hochzeit möchte sie endlich wissen, wer ihr Vater ist. Die drei Kandidaten treffen ein und hören mit Staunen, dass sie von Donnas Tochter eingeladen wurden. Sie kennt sogar die Lieder, die ihre Mutter damals sang. Wie alle Songs des Musicals stammt ‚Thank You For The Music‘ von der legendären Band ABBA.
Lullaby of Broadway alle Musical: 42nd Street – Rollen: Julian Marsh und Cast von ‚Pretty Lady‘
Der Song ‚Lullaby of Broadway‘ erlebte, seitdem ihn Wini Shaw für den Musical Film ‚God Diggers‘ (1935) komponiert hatte, eine wahre Odysee durch Filme mit Bette Davis und Doris Day. Auch auf Alben von Connie Frances und Caterina Valente war er in den 1960er Jahren zu hören. Erst 1980 wurde er Teil des Musicals „42nd Street“: Die junge Tänzerin Peggy Sawyer fliegt aus der Company von Julian Marsh, weil sie bei der Show seinen Star Dorothy Brock zum Stolpern brachte. Julian Marsh versucht sie jedoch zurückzuholen, weil niemand gut genug ist, die verletzte Darstellerin zu ersetzen. Peggy Sawyer soll die Hauptrolle im neuen Stück ‚Pretty Lady‘ übernehmen. Dafür malt der Theaterproduzent ihr die schönen Seiten des Showbiz aus: den ‚Traum vom Broadway‘. Doch erst die Unterstützung durch die gesamte Cast der Show bewegt Peggy Sawyer, zurückzukehren zum Broadway.
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