Es geht ums Leben

»Chess« am Aalto Theater Essen

Anfangs gab es von »Chess« nur ein Konzeptalbum mit den Texten von Tim Rice und der Musik des Komponistenduos Benny Andersson und Björn Ulveaus. Unter der Regie von Trevor Nunn wurde die erste szenische Inszenierung 1986 in London ein großer Erfolg. In Amerika floppte das Stück 1988 am Broadway, nachdem es umgeschrieben und extrem in die Länge gezogen worden war. Nach der Deutschlandpremiere in Baden-Baden (2000) gab es einige beachtete Inszenierungen an Stadttheatern. Diese beweisen offensichtlich mehr Mut als die Musical Theater. Am 13. September 2008 feierte Essen die deutsch / englische Premiere von »Chess« im Aalto Theater.

Die Essener Inszenierung von James de Groot und Paul Kribbe folgt im Handlungsverlauf der Londoner Fassung; auch die Musiktitel wurden nur leicht variiert. So verschob man ›Heaven help my heart‹ in den zweiten Akt und das Duett ›You and I‹ hat seinen großen Auftritt ausschließlich am Ende von Akt 2.

»Chess« In Essen 2008 (1) c UM

›Hymn to Chess‹ Foto: UM

Zug um Zug – die Handlung
Im Rahmen der Schachweltmeisterschaft in Meran kommt es zur Konfrontation der Auffassungen von Sport, Presse und Propaganda zwischen Ost und West.

Der großspurige und anmaßende Amerikaner Frederick Trumper (Henrik Wager), für den der historische Schachweltmeister Bobby Fisher als Vorlage diente, nutzt die Macht der Presse, um seinen Gegner zu verunsichern. Mit Genuss baut er ein Feindbild auf. Seiner Managerin und Freundin Florence Vassy (Femke Soetenga), einer Exilungarin, missfällt sein Verhalten zunehmend. Als er auch noch einen Eklat provoziert, weil er die weiße Königsfigur seines Gegners vom Brett nimmt und das Schlachtfeld verlässt, kehrt sie ihm endgültig den Rücken. Gleichzeitig muss sie als Sprecherin von Frederick Trumper sein Benehmen rechtfertigen. Die russische Delegation sieht in Trumpers Verhalten einen unverzeihlichen Affront gegenüber ihrem Land. In die Enge getrieben, verlangt der Präsident der internationalen Schachvereinigung und Schiedsrichter des Tuniers (Romeo Salazar) ein Gespräch zwischen den Kontrahenten. Das Gespräch findet wohl statt, aber zwischen Florence Vassy und Anatoly Sergievsky (Serkan Kaya), dem jungen in sich gekehrten russischen Gegner, der weder etwas mit der Presse, noch mit der Propaganda seines Beraters vom Geheimdienst zu tun haben will. Ihm liegt allein daran, gut zu spielen. Die amerikanische Managerin und der russische Schachspieler kommen sich näher, bis das Verhältnis zwischen Florence und Anatoly zu ihrer Trennung von Frederick führt. Auch als der Amerikaner das Spiel gegen Anatoly verliert, kehrt Florence nicht zu ihm zurück. Anatoly entschließt sich, mit Florence in die Freiheit des Westens zu gehen, obwohl er in der Sowjetunion Frau und Kinder zurücklässt.

»Chess« In Essen 2008 (1) Foto: UM

»Chess« In Essen 2008 (1) Foto: UM

Theater und Philharmonie Essen

Frederick gibt das aktive Schachspielen auf und wird Berichterstatter beim Fernsehen. Als solcher kommentiert er ein Jahr später die Schachweltmeisterschaft in Bangkok. Anatoly trifft dort auf seinen Nachfolger im russischen Lager, Vigaand. Hinzu kommt, dass der russische Geheimdienst Anatolys Frau Svetlana Sergievsky (Claudia Hauf) mitgebracht hat, damit sie ihren Mann dazu bewegt, in die Heimat zurückzukehren. Auf der anderen Seite soll Florence Anatoly dazu bringen zu verlieren, damit ihr Vater frei kommt. Dieser befindet sich als ungarischer Widerstandskämpfer in russischer Haft. In dieser Zwickmühle der Gefühle spielt Anatoly schlecht Schach. Sein Gegner droht zu gewinnen. Da kommt es zum Zusammentreffen zwischen Frederick und Anatoly in einem buddhistischen Tempel. Frederick weist Anatoly auf die einzige taktische Schwäche seines Gegners hin und empfiehlt ihm, einen besonderen Zug. Der Amerikaner liebt Schach. Er will ein gutes Spiel sehen. Der Sport war das Einzige im Leben, das ihm jemals etwas bedeutet hatte — mit Ausnahme von Florence. Doch sie hat er durch »schlechte Züge« verloren. Für Anatoly bedeutet Schach nicht nur Sport: »Es geht ums Leben«. Anatoly liebt sein Land, aber er liebt auch Florence. Als Einziger durchschaut er den Genossen Alexander Molokov (Michael Haag) und dessen Schachzüge. Er entscheidet sich, zu gewinnen und kehrt nach Russland zurück. Damit gibt Anatoly Florence und die Freiheit des Westens auf. Er ist der Preis für die Freilassung von Florences Vater. Ihn allein wollte die russische Seite gewinnen.

Musikalischer Stilmix
Den Rahmen für die Konstellation und Konfrontation zwischen den Charakteren schaffen in Essen auf einzigartige Weise die Inszenierungselemente: Bühnenbild, Licht und Ton.

»Chess« gehört zu den work-in-progress-Stücken: Eine Originalproduktion, an der sich kommende Produktionen orientieren könnten, gibt es nicht. Jede Inszenierung bedeutet Neuland. Der musikalische Leiter Heribert Feckler, der bereits bei »Jesus Christ Superstar« im Aalto Theater sein Können bewies, stellte sich der Herausforderung, für sein Dirigat eine eigene Dirigierpartitur zu erstellen. Er und sein Orchester bestechen durch hohe musikalische Intelligenz. Die Freude an der Arbeit mit den fließenden Stilwechseln in den Kompositionen von Benny Andersson und Björn Ulveaus ist überaus spürbar.

Das Musical »Chess« beeindruckt durch seine einzigartige Stilmischung: Klassische Elemente schließen an Pop-Balladen an; Duette, die aus Giacomo Puccinis »Tosca« oder »La Bohème« stammen könnten, gehen in Choräle wie aus einer Wagner-Oper über. Filmmusiken à la Enrico Morricone mischen sich mit rockigen Tönen.

Im Musical werden Personen häufig durch musikalische Motive charakterisiert. In »Chess« sind den Charakteren ganz direkt Stilrichtungen zugeordnet. Der großspurige Frederick Trumper tritt mit E-Gitarrenklängen auf, die an einigen Stellen eine Verbindung eingehen mit Musik aus Wild West-Filmen. Orchestrale Kompositionen aus Streichern, Membraphon, Harfe, russischen Flötenklängen und Pauke passen gut zu dem zurückhaltenden Russen Anatoly Sergievsky. Molokovs Erscheinen erinnert an die Auftritte des Kaiphas in »Jesus Christ Superstar«. Auch die »Schlachtszenen« am Schachbrett assoziiert man in ihrer Instrumentalisierung momentartig mit Judas-Songs aus eben diesem Musical.
Musikstile charakterisieren einzelne Rollen, aber auch Figurenkonstellationen wie in ›The Deal‹. Damit unterstützt die Musik die Protagonisten in ihrem Schauspiel. Da wundert es nicht, dass sich bei »Chess« in Essen ca. 200 Darsteller bewarben.
russische Delegation (links)

russische Delegation (l.) Foto: UM

Die Funktion einer Zuordnung erfüllt in Essen, wie es scheint, auch das Kostümdesign von Martina Feldmann. Auf den ersten Blick wirken die Kostüme fast zusammengewürfelt, dann kristallisieren sich die Gruppen heraus. Ungefähr 70 Personen werden durch ihr Äußeres einer Gruppe oder Szene zugeordnet. So ist die russische Delegation gut an ihrer Kleidung zu erkennen. Auch Svetlanas Kostüm ist unverkennbar östlich geprägt. Frederick Trumpers Outfit wirkt sehr modern mit den überlangen Jeans, dem bedruckten Shirt und dem hellen Ledermantel. Er könnte gut auch in unserem Jahrhundert leben, nicht unbedingt in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Anatoly ist passend zu Rolle und Auftreten dezent gekleidet, ganz entgegen Frederick ohne eine individuelle Kennzeichnung.
begehbare Schachfelder

»Chess« In Essen 2008 (6) Foto: UM

begehbare Schachfelder Foto: UM

Weiß und Schwarz
Dirk Becker entwickelt mit seinem genialen Bühnenbild die Darstellung der durcheinandergewirbelten weißen Schachfelder auf dem Konzeptalbum von ‚Chess‘ weiter. Die weißen Quadrate fallen auch auf der fahrenden Wand am Bühnenrand. In den Aussparungen sitzen Frederick und Florence während ihres gemeinsamen Streitgespräches, wie in Sitzgelegenheiten eines Designerhotels.
Vier von den Schachfeldern stürzen nahezu im Orchestergraben.

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Sitzplatz in der Wand Foto: UM

Versetzt über dem Graben angebracht, bilden sie Tritt- und Projektionsflächen. Die Grenze zwischen Schachwelt und Publikum wird aufgehoben. Das letzte der gefallenen Schachfelder liegt mitten auf der Bühne. Als verschiebbare, gekippte Plattform für das reale Schachspiel, wird sie zum Sinnbild für das Spiel, das alle im Musical spielen. Jeder spielt sein Spiel des Lebens oder es wird mit ihm gespielt.

Weiß und Schwarz, die Farben des königlichen Spiels, dominieren insgesamt im Bühnenbild von Dirk Becker. Stilisierte weiße Häuser symbolisieren Orte: Meran, dann im Finale des ersten Aktes Anatolys russische Heimat, in der er immer bleibt, auch wenn er Grenzen überschreitet. Ein Kubus dient zum Überblick über das Geschehen und ein thronartiger Stuhl dem Rückzug aus dem Schachspiel.

Im zweiten Akt kommt mehr Farbe ins Spiel: Leuchtreklamen, Insel unter Palmen mit Massagegelegenheit, ein plakatives, blinkendes Herz und nicht zuletzt der beeindruckende goldene thailändische Buddha, geteilt oder im Ganzen, als Hintergrund der Tempelszene. Trotzdem bleibt der Schwarz-Weiß-Kontrast dominant, auch in der Kleidung der Tänzer aus dem Ballettensemble des Aalto Theaters.

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Komplementärkontrast und Farbpyramiden Foto: UM

Man sieht nur die im Licht
Das Lichtdesign von Jürgen Nase hebt spotartig Punkte oder Personen hervor, während andere im Dunkeln bleiben. Dieser Umgang mit Licht passt zu der herausragenden Rolle, die James de Groot und Paul Kribbe in ihrer Inszenierung Presse und Fernsehen zusprechen. Wer im Spot steht, wird wahrgenommen, ob er will oder nicht. Videoprojektionen spielen Interviews ein.

Vor allem anfangs herrschen im Lichtdesign kühle Blautöne vor. Mit der Auseinandersetzung zwischen Frederick und Florence in ›A Taste of Pity‹ kommt Rot dazu. Die hochkochenden Emotionen verlangen offenbar nach einem Komplementärkontrast: Rot und Grün wird auf die Schachfelder projiziert. Besonders auffällig sind die Farbpyramiden mit Rot / Schwarz. Sie enstehen durch das Bestrahlen von Nebelgebilden über der großen Schachfeld-Plattform. Diese bildet das Zentrum des Geschehens. Auf ihr ereignen sich die Schachpartien, die den Handlungsablauf des Stückes strukturieren. Hier kommt es aber auch zu Zusammentreffen und Konfrontation. Das Schachbrett als Bühne auf der Bühne des Lebens …

»Chess« In Essen 2008 (3) Foto: UM

Lebendige Schachfiguren

Inmitten dieses gelungenen Rahmens bauen James de Groot und Paul Kribbe ihre Figuren auf und erzählen den Handlungsbogen schlüssig und mit einer sehr durchdachten Szenenchoreographie.

Beeindruckend ist der Einsatz des Opernchores des Aalto-Theaters unter Choreinstudierung von Alexander Eberle, unter anderem als Teil der russischen Delegation und in der Tempelszene. Insbesondere die Auftritte der lebendigen Schachfiguren erzeugen immer wieder aufs Neue Gänsehaut. Dass manche Schritte bei der Schachchoreographie am Anfang noch nicht ganz synchron waren, stört den Gesamteindruck nicht. Ein Opernchor ist nunmal kein Ballett.
Das Opernballett des Aalto Theaters wiederum scheint großen Spaß an den Musical-Choreographien zu haben. In der ›Merano‹-Szene fallen die schlanken Damen und Herren in den Trachten inmitten des Begrüßungskomittees schon sehr ins Auge. Während des großen Liedes von Florence — ›Nobody’s Side‹ — und auch in ›Arbiter’s Song‹ kommt dem Ballett die Aufgabe zu, den Inhalt der Texte durch Bewegung und Gestik zu unterstreichen. Bei ›Nobody’s Side‹ wirkt diese Form der Begleitung wie Gebärdensprache. Speziell in dieser Szene kommunizieren die Tänzer des Aalto Theaters regelrecht mit Darstellerin Femke Soetenga. Sie bringen die Abwehr zum Ausdruck, von der die Darstellerin der Florence Vassy singt. Das passt besonders gut, da die Tanzszenen in »Chess« auf den Text, nicht auf die Musik choreographiert sind. Das Ballett zeigte sich bei der Premiere so ausdrucksstark, dass es sogar ein wenig ablenkte von der Sängerin, die diese Szene tragen sollte.
Femke Soetenga

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›I Know Him So Well‹ – Femke Soetenga, Claudia Hauf Foto: UM

Besetzung der Schachfiguren
Femke Soetenga fällt die schwere Aufgabe zu, die tragende weibliche Hauptrolle der ‚Florence Vassy‘ zur Zeit gleich in zwei Chess-Inszenierungen verkörpern zu müssen. An der Staatsoper Dresden spielt und singt sie das Stück durchgehend in deutscher Sprache; hier in Essen hat man sich für die englischen Liedtexte von Tim Rice entschieden und lediglich die Dialoge übersetzt. Femke Soetenga zeichnet sich durch einen klaren strahlenden Sopran aus, dem es an diesem Abend hier und da noch etwas an einer lebendigen Phrasierung fehlte. Besonders harmonisch klang das große Frauenduett ›I Know Him So Well‹, gemeinsam mit dem warmen Mezzosopran von Claudia Hauf.
Claudia Hauf spielt in Essen die Rolle von ‚Svetlana Sergievsky‘, der russischen, zurückgelassenen Ehefrau von Anatoly. Sie hat die Aufgabe, ihren Mann dazu zu bringen, nach Russland zurückzukehren. Claudia Hauf überzeugt stimmlich und bezaubert durch ihr leidenschaftliches, berührendes Spiel. Ihr nimmt man die Gefühle für Anatoly ab, die zwischen Liebe und Verachtung schwanken.

Eine gute Wahl haben die Essener auch mit Romeo Salazar in der Rolle des ‚Schiedsrichters‘ getroffen, der dazu gezwungen ist, zwischen den Kontrahenten zu vermitteln. Überzeugend spielt er den Diplomaten, der doch sehr gut seine Machtbefugnisse als Präsident der internationalen Schachkongretation kennt. Auch stimmlich zeigt sich Romeo Salazar seinen Kollegen ebenbürtig und glänzt insbesondere eingangs mit ›The Story of Chess‹ und mit seinem späteren Solo, ›Arbiter’s Song‹.

»Chess« In Essen 2008 (10) Foto: UM

»Chess« In Essen 2008 (10) Foto: UM

Henrik Wager spielt den großspurigen rücksichtslosen Amerikaner ‚Frederick Trumper‘, der sich der Presse bedient, um seinen Preis und seine Popularität zu steigern, mit großer Überzeugungskraft. Dass dieses anmaßende Auftreten nichts als Fassade ist, wird in seinem Solo ›Pity the Child‹ deutlich. Seine harte Schale sollte ihn vor den Gefühlen anderer schützen. Angesichts des Verlustes seiner einzigen Liebe droht er nun, an den eigenen Gefühlen zu zerbrechen. In Henrik Wagers Spiel überwiegt die Wut über diese Schwäche. Er lässt die Verletzlichkeit nicht zu. Henrik Wager spielt ausdrucksvoll und bringt auch die Unsicherheit seines Frederick Trumper zum Ausdruck. Dieser muss sich Mut antrinken, um seine Rolle als „Enfant terrible“ durchzuhalten. Stimmlich fühlt sich der hohe Rocktenor sichtlich wohl in seinem Element und würde noch mehr beeindrucken, wenn er die Intensität seines Gesangs stellenweise etwas dosieren würde.

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Serkan Kaya mit ›Anthem‹, Romeo Salazar (links) Foto: UM

Serkan Kaya entspricht schon äußerlich unserer Vorstellung von ‚Anatoly Sergievsky‘. Für den russischen Herausforderer bedeutet Schach sein Leben. Serkan Kaya schafft ein überzeugendes Gegenbild zu dem extrovertierten Trumper. Er spielt Anatoly äußerst in sich gekehrt. Während des gesamten Stückes bleibt er sehr distanziert.

Dass unter der ruhigen Fassade Anatolys seine »russische Seele«lebt, kommt kaum herüber. Paul Kribbe und James de Groot stellen Anatoly mit der großen Hymne ‚Anthem‘ auf einen großen weißen Kubus. Durch diese beeindruckende Szenenchoreographie steht er gewissermaßen über der Welt – mit Überblick über die Dinge.
Serkan Kaya verfügt ohne Zweifel über Stimmstärke und Timbre des Anatoly; man wünschte sich aber doch noch etwas mehr Intensität, auch im Schauspiel. Erst gegen Ende des Stückes, vor allem in der großen Konfrontation von ›The Deal‹ zeigte Serkan Kaya an diesem Abend, dass Anatoly wirklich Gefühle für Florence hat. Aus Liebe zu ihr opfert er seine westliche Freiheit, damit die Russen den Vater der Exilungarin freilassen. Das erfahren sowohl Florence als auch das Publikum erst ganz am Ende des Stückes. Die Pointe lautet: »Anatoly war der Preis.«

Damit schließt das Stück mit der Grundaussage, dass jeder das Schachspiel des Lebens spielt. Jeder erlebt Situationen, in denen er gewinnt oder verliert. Trotzdem bleibt nach dem Besuch in Essen die Erkenntnis, dass wir oftmals manipuliert werden — wie die Figuren im Musical ‚Chess‘ — und die eigenen Züge nicht mehr beherrschen, weil wir als Teilnehmer des Spiels nicht gleichzeitig den Überblick haben können.

James de Groots und Paul Kribbes Inszenierung im Aalto Theater Essen ist hörens-, sehens- und bedenkenswertes Musiktheater.

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